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AMDs High-End-Angriff auf Nvidia verzögert sich: Next-Gen Radeons kommen wohl erst 2027

Eine Architektur für Alles!

Das war’s für die RDNA und CDNA-Architektur von AMD: Das Unternehmen hat bestätigt, dass man zukünftig wieder eine GPU-Architektur für alle Geräte nutzen möchte. Die kommende UDNA-Architektur soll dann sowohl für die Instinct- als auch für die Radeon-Grafikkarten als Basis dienen. Die ersten entsprechenden GPUs könnten dann schon nächstes Jahr erscheinen und mit der Top-Riege von Nvidia konkurrieren.

Jack Huynh, Senior Vice President und General Manager der Sparte Computing and Graphics bei AMD, hat in einem Gespräch gegenüber Tom’s Hardware bestätigt, dass der Instinct- und Radeon-Bereich künftig nicht mehr getrennt sein werden. Beide Bereiche sollen demnach die neue „UDNA“-Architektur nutzen, wobei das „U“ für „Unified“ stehen soll. Es gibt allerdings auch Gerüchte, dass UDNA als im Consumer-Bereich als RDNA 5 beworben werden soll. Wir werden die Architektur im Folgenden also als RDNA 5 bezeichnen.

UDNA RDNA 5: AMDs High-End-Comeback?

Die neue Architektur soll allerdings nicht wie die aktuelle nur für Mittelklasse-GPUs genutzt werden, sondern auch wieder für High-End-Chips. Somit würde AMD wieder mit den Topmodelle von Nvidia (RTX 5080 und RTX 5090) konkurrieren – zumindest wenn man den aktuellen Gerüchten glaubt.

Welche technischen Verbesserungen die kommenden GPU-Archtiektur von AMD mit sich bringen wird, ist aktuell unklar. Laut dem bekannte Leaker wjm47196 soll die neue Architektur AMDs „Zen-Moment“ im GPU-Bereich werden, was zumindest große Hoffnungen weckt. Wahrscheinlich wäre ein moderater Anstieg der Rasterizing-Leistung pro Shader und ein größerer Performance-Boost in Raytracing-Spielen. Der Leaker Kepler_L2 behauptet etwa, dass die Rasterizing-Leistung um rund 20 % steigen wird, während sich die Raytracing und AI-Performance verdoppeln soll. Auch softwareseitige Verbesserungen in Sachen FSR und Frame Generation wären durchaus denkbar.

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Zudem scheint AMD laut einem Leaker im Chiphell-Forum die Struktur der Streaming-Einheiten zu verändern. Demnach sollen pro Einheit 128 statt 64 Shader zur Verfügung stehen, was einer Verdopplung gegenüber bisherigen GPU-Architekturen von AMD entspricht.

RDNA 5 mit HDMI 2.2

Ein kleineres Upgrade soll es zumindest auch bei der Konnektivität geben. So scheinen die kommenden AMD Radeon Grafikkarten den im Januar 2025 vorgestellten Standard HDMI 2.2 zu unterstützen, aber nicht mit voller Geschwindigkeit. Laut Keper_L2 soll der Speed bei 80 Gbit/s statt bei den vollen 96 Gbit/s liegen. DisplayPort 2.1 soll außerdem weiterhin auf 54 Gbit/s begrenzt sein.

Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass AMD derzeit an drei GPUs auf Basis von RDNA 5 arbeitet. Die größte Navi 5X-GPU („AT0“) soll demnach über 96 Compute Units (CUs), womit insgesamt 12.288 Shader zur Verfügung stehen würden. Damit würde AT0 doppelt so viele Shader bieten wie die RX 7900 XTX (6.144 Shader) und dreimal so viele wie die RX 9070 XT.

Im Vollausbau scheint die GPU zudem 16 Speicher-Controller zu besitzen, womit die GPU theoretisch auf ein 512-Bit-Speicherinterface zurückgreifen könnte. Ob es tatsächlich eine Consumer-GPU mit 512-Bit-Speicheranbindung geben wird, ist jedoch nicht klar. Ein solches Interface würde etwa 32 GB Videospeicher möglich machen. Eine solche GPU wäre wahrscheinlich vor allem für den KI-Bereich spannend.

AT2 und AT4 für kleine Grafikkarten

Der kleinere AT2 scheint wiederum 40 CUs mit 5.120 Shadern zu bieten, wobei sechs Speichercontroller für ein 192-Bit-Speicherinterface sprechen würden. Nochmals kleiner soll der AT4-Chip ausfallen, der nur 24 CUs mit 3.072 Shadern besitzen soll. Das Speicherinterface scheint mit 256 Bit allerdings etwas breiter auszufallen. Der kleinste Navi-5-Chip scheint wiederum 12 Compute Units und 1.536 Shader zu bieten. Vermutlich würde eine solche GPU eher im APU-Bereich zum Einsatz kommen.

Die bisherigen Gerüchte rund um die technische Ausstattung der Navi-5-Chips sollten zum jetzigen Zeitpunkt mit einer gewissen Skepsis betrachtet werden.

RDNA 5: Wann kommt AMDs neue GPU-Generation?

Die ersten UDNA bzw. RDNA 5-Grafikkarten werden nicht wie ursprünglich erwartet Ende 2026 auf den Markt kommen, sondern höchstwahrscheinlich erst 2027. Dabei dürfte wohl der Launch zur Computex im Mai 2027 erfolgen. Der Grund hierfür: die aktuelle Speicherkrise. Videospeicher wird wie RAM und SSD-Speicher immer stärker zur Mangelware – Schuld daran sind der KI-Boom und der exzessive Bau von neuen KI-Rechenzentren.

Radeon AI 10000? Oder doch mit neuem Namen?

Unter welchem Namen die RDNA 5-GPUs vermarktet werden, ist derzeit unklar. AMD könnte das AI-Branding ebenfalls im GPU-Markt einführen und entsprechende Modelle als „Radeon AI“ verkaufen. RDNA 5 könnte dann etwa als Radeon AI 10000 erscheinen, oder einen komplett neuen Namensansatz verfolgen.

Die PS6 soll auf RDNA 5 basieren

RDNA 5 wird außerdem nicht nur die Basis für die kommenden Radeon GPUs sein, sondern auch für die nächste Playstation. So sprechen Gerüchte davon, dass die PS6 GPU bereits auf RDNA 5 basieren wird. Die Konsole wird allerdings nicht vor Ende 2027 erscheinen. Auch die nächste Xbox könnte schon auf der Architektur basieren.

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RDNA und CDNA: Die Trennung kam nach GCN

Bis vor wenigen Jahren hat AMD noch die GCN-Architektur für beide Bereich genutzt, bis mit RDNA und CDNA erstmals eine Aufteilung erfolgte. Während RDNA für Desktop-Grafikkarten und für die Ryzen APUs genutzt wird, kommt CDNA im professionellen Bereich zum Einsatz. RDNA ist dabei auf eine höhere Effizienz in Spielen getrimmt und verzichtet auf den Rechenzentren-Ballast, darunter auf die hohe FP64-Beschleunigung. CDNA fokussiert sich wiederum auf Computing und KI-Beschleunigung, wobei Einheiten zur Rasterisierung und Tessellierung komplett fehlen.

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Beitrag erstmals veröffentlicht am 15.09.2024

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Quellen:
Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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