Anker hat mit der Solix Solarbank 4 E5000 Pro einen besonders starken Solarspeicher für Balkonkraftwerke auf den Markt gebracht, der fast schon in die Kerbe von klassischen Großspeichern schlägt. Doch nicht nur die Technik ist heftig, sondern auch der Preis. Entsprechend stellt sich die Frage, ob es wirklich die Solix 4 Pro sein muss, oder ob die „kleine“ Solix Solarbank 3 Pro nicht doch ausreicht.
Der größte Unterschied liegt beim Preis: Während die Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro nur noch 999 Euro kostet, wechselt die Solix Solarbank 4 E5000 Pro für 1.499 Euro den Besitzer. 500 Euro Preisunterschied sind schon immens – zwischen den UVPs der beiden Anlagen liegen sogar stolze 700 Euro. Entsprechend muss man sich hier die Frage stellen, ob der Aufpreis für die stärkere Leistung tatsächlich sinnvoll ist, oder ob man mit dem kleineren Speicher nicht doch besser beraten ist.
Solix 4 Pro gegen Solix 3 Pro: Wo sind die Unterschiede?
Zunächst zur neueren Solix 4: Sie kombiniert eine Solareingangsleistung von bis zu 5.000 Watt mit einer Speicherkapazität von 5 kWh und soll sich modular auf bis zu 30 kWh erweitern lassen. Dazu kommen vier MPP-Tracker mit je 1.250 Watt Eingangsleistung, über die sich bis zu zwölf Solarmodule anschließen lassen.

Im Standardbetrieb wird die Solarbank über eine 800-Watt-Steckdose angebunden, während über einen Wielandstecker bis zu 2.500 Watt eingespeist werden können. Der bidirektionale Wechselrichter ermöglicht es zudem, den Akku auch über das Stromnetz mit bis zu 2.500 Watt zu laden. Genauso hoch ist außerdem die Ausgangsleistung der Notstromsteckdose.
Solix Solarbank 3 Pro ist schwächer, aber immer noch stark
Die Anker Solix 3 Pro ist technisch zwar ebenfalls gut aufgestellt, wirkt aber im Vergleich zum Nachfolger „zahmer“. Der integrierte Wechselrichter verfügt ebenfalls über vier MPPT-Eingänge, die jedoch „nur“ für 3.600 Watt (max. 900 W je MPPT) Eingangsleistung ausgelegt sind.

Gespeichert wird der Strom in einem 2,7 kWh Akku, der optional auf bis zu 16 kWh erweitert werden kann. Eingespeist wird mit 800 Watt, eine Anbindung per Wielandstecker wird nicht unterstützt. Auch hier ist das Laden über das AC-Netz mit 1.200 Watt möglich; genauso stark fällt auch die Notstromsteckdose aus.
| Anker Solix Solarbank 4 E5000 Pro | Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro | |
|---|---|---|
| Basiskapazität | 5 kWh | 2,7 kWh |
| Maximale Kapazität | 30 kWh | 16 kWh |
| Anzahl MPPTs | 4x | 4x |
| PV-Eingangsleistung je MPPT | 1.250 Watt | 900 Watt |
| PV-Eingangsleistung | 5.000 Watt | 3.600 Watt |
| Bidirektionales Laden | Ja | Ja |
| AC-Ladeleistung | 2.400 Watt | 1.200 Watt |
| AC-Ausgangsleistung | 800 Watt (AC); 2.400 Watt (Wieland) | 800 Watt (AC) |
| Notstromsteckdose | Ja, 2.400 Watt | Ja, 1.200 Watt |
| Maße | 460 x 305 x 355 Millimeter | 460 x 254 x 279 Millimeter |
| Gewicht | 50 Kilo | 29 Kilo |
Solix 4 Pro oder Solix 3 Pro: Welcher Speicher eignet sich für mich?
Die Frage nach der richtigen Anlage lässt sich relativ einfach beantworten. Der Aufpreis zur Solix 4 lohnt sich nicht, wenn ihr ohnehin nur ein relativ kleines Balkonkraftwerk besitzt und auch kein Upgrade plant. Wenn eure PV-Leistung unter 3.600 Watt liegt, reicht die Solix 3 Pro vollkommen aus. Auch die Kapazität ist für einen regulären Haushalt ausreichend – vor allem durch die Erweiterbarkeit. In diesem Fall kann man sich den Aufpreis getrost sparen und zur Solix 3 Pro für 999 Euro greifen.
Anders sieht es aus, wenn ein besonders großes Balkonkraftwerk mit über 3.600 Watt Solarleistung installiert ist. Zudem wird der Solix 4 Pro Speicher interessant, wenn ihr einen sehr hohen Eigenverbrauch habt, eine PV-Anlage ohne Speicher in Betrieb habt und die Option habt, einen Wielandstecker zu installieren. Dadurch kann die Solix 4 Pro ihre Stärken besonders ausspielen – unter anderem fungiert die Anlage dann auch als Speicher für eure Dach-PV. Falls dies zutrifft, solltet ihr zur Anker Solix Solarbank 4 E5000 Pro greifen.
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