Apple denkt offenbar über einen neuen Schritt in der Chipproduktion nach. Für den kommenden M7, der voraussichtlich wieder in den günstigeren MacBook-Air-Modellen zum Einsatz kommt, soll der Konzern nicht mehr ausschließlich auf TSMC setzen. Stattdessen soll laut einem bekannten Analysten Intel als möglicher Fertigungspartner im Raum stehen.
Intel soll Apple M7 Chip herstellen
Bislang stammen sämtliche ARM-Prozessoren von Apple aus TSMCs modernen Fertigungslinien. Laut Ming-Chi Kuo plant Apple jedoch, im zweiten oder dritten Quartal 2027 erstmals einen Teil der Produktion auszulagern. Konkret geht es um den regulären M7, also den kleinsten Chip der kommenden M-Generation. Die leistungsstärkeren Varianten M7 Pro und M7 Max sollen weiterhin bei TSMC entstehen. Der M7 soll nach aktuellem Stand bei Intel im 18A-P-Verfahren gefertigt werden.
Weniger Einheiten als bei Vorgängern geplant
Spannend dürfte auch der Umfang sein, von dem Kuo spricht: So sollen zwischen 15 und 20 Millionen Einheiten pro Jahr gefertigt werden. Das wäre etwas weniger als bei den Basismodellen des Apple M4 und M5. Als Grund nennt der Analyst, dass ein erwartetes günstiges MacBook mit iPhone-Chip ab 2025 voraussichtlich einen Teil der bisherigen MacBook-Air-Käufer abziehen wird.
Kaum ein Chip eignet sich so gut für die Demonstration der eigenen Fertigungskompetenz wie ein Apple-Prozessor, der millionenfach verkauft wird. Gleichzeitig hätte Apple mit Intel einen zweiten Lieferanten an Bord, falls Handelskonflikte, Zölle oder Sanktionen künftig wieder für Unsicherheit sorgen sollten.
Einbußen bei der Energieeffizienz?
Apple könnte mit dem möglichen Fertigungswechsel seine Abhängigkeit von TSMC verringern und die eigene Lieferkette robuster gestalten. Gleichzeitig steht aber die Frage im Raum, ob der Standard-M7 dadurch geringfügige Effizienzeinbußen hinnimmt. Kuo rechnet damit, dass Intels 18A-P zwar modern, aber nicht ganz auf dem Niveau des vergleichbaren TSMC-Prozesses liegen wird. Das könnte bedeuten, dass der reguläre M7 im direkten Vergleich etwas weniger energieeffizient ausfällt als der bei TSMC gefertigte M7 Pro.
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