OpenAI hat zwei neue KI-Modelle veröffentlicht: o3 und o4-mini gehören zur sogenannten o-Serie, die speziell dafür trainiert wurde, „länger zu denken“, also mehr Rechenzeit in komplexe Schlussfolgerungen zu investieren. Die beiden Modelle haben erstmals Zugriff auf alle verfügbaren Werkzeuge in ChatGPT, wie Browsing, Python, Dateianalyse und Bildgenerierung. Aber, was hat sich verbessert?
Fortschritt beim Reasoning und Werkzeug-Nutzung
Wie OpenAI mitteilt, handelt es sich bei o3 um das bislang leistungsstärkste Reasoning-Modell des Unternehmens. Es sei insbesondere bei komplexen Aufgaben wie Programmierung, wissenschaftlicher Analyse und visuellem Verständnis deutlich treffsicherer als seine Vorgänger. In mehreren akademischen Benchmarks erreicht o3 neue Bestmarken und macht laut externer Tests 20 Prozent weniger schwerwiegende Fehler als das o1-Modell.
Auch o4-mini, das kleinere der beiden neuen Modelle, liefert laut OpenAI eine bemerkenswerte Leistung im Verhältnis zu Größe und Kosten. Es wurde speziell für schnelle, effiziente Analysen optimiert und übertrifft frühere Modelle, speziell bei mathematischen und visuellen Aufgaben.
Werkzeuge und Multimodalität
Sowohl o3 als auch o4-mini sind darauf trainiert, selbstständig zu entscheiden, wann und wie sie auf verfügbare Tools zugreifen, was ein Schritt hin zu einem „agentischen“ ChatGPT, das Aufgaben nicht nur beantwortet, sondern auch eigenständig durchführt bedeutet. Nutzer könnten, wie im Beispiel bei OpenAI genannt, dann einfach Fragen stellen wie: „Wie hat sich der Energieverbrauch im Sommer in Kaliforniern im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?“.
Das Modell kann dann eigenständig im Internet recherchieren, passende Daten finden, analysieren und bei Bedarf auch visualisieren. Neu ist eben auch, dass die Modelle Bilder in ihre Denkprozesse mit einbeziehen können, die der Nutzer ihnen zur Verfügung stellt.
Verbesserte Gesprächsqualität und Personalisierung
Wie OpenAI in einem Livestream demonstrierte, sollen die neuen Modelle jedoch nicht nur inhaltlich besser sein, sondern auch natürlicher klingen. Durch die verbesserte „Memory“-Funktion, die seit Kurzem verfügbar ist, können die beiden Modelle auch personalisierte Antworten auf Fragen geben
Verfügbarkeit und Preis
Die Modelle o3 und o4-mini stehen ab sofort für Plus-, Pro- und Team-Abonnenten in ChatGPT bereit. Sie ersetzen dabei auch bestehende Modelle wie o1, o3-mini und o3-mini-high. In den kommenden Wochen soll für Pro-Nutzer auch o3-pro verfügbar sein, was ebenfalls auf alle Werkzeuge in ChatGPT zugreifen kann. Bis dahin können Pro-Abonnenten weiterhin auf o1-pro zugreifen.
Wer die beiden neuen Modelle ausprobieren möchte, kann sich entweder für das Plus-Abo für 20 US-Dollar im Monat, oder das Pro-Abo für 200 US-Dollar im Monat mit unbegrenzter Verfügbarkeit entscheiden. Ob und wann der kostenlose Zugriff zu den neuen Reasoning-Modellen möglich wird, hat das Unternehmen nicht mitgeteilt.
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Quellen:

