Intel erweitert sein Grafikkartenportfolio um die Desktop-Modelle B580 und B570, die als erschwingliche Alternativen zu Nvidia und AMD positioniert sind. Mit mehr Videospeicher und moderner Xe2-Architektur versprechen sie starke Leistung zu verhältnismäßig niedrigen Preisen.
Mit der Arc B580 und B570 hat Intel zwei neue Desktop-Grafikkarten angekündigt, die insbesondere preisbewusste Gamer ansprechen sollen. Die GPUs positionieren sich als direkte Konkurrenz zur Nvidia GeForce RTX 4060 und AMD Radeon RX 7600, bieten jedoch laut Intel durchschnittlich eine bessere Performance sowie mehr Videospeicher – und das zu einem günstigeren Preis.
Technische Details und Leistung
Die leistungsstärkere Arc B580 basiert auf der Xe2-Architektur und nutzt die neue BMG-G21-GPU. Sie verfügt über 20 Xe-Kerne, 12 GB GDDR6-Videospeicher und eine Speicheranbindung von 192 Bit. Mit einer maximalen Taktfrequenz von 2.850 MHz und einer gesteigerten Effizienz soll die B580 etwa zehn Prozent schneller sein als Nvidias RTX 4060.
Gleichzeitig wird sie mit einem Preis von 249 US-Dollar gelistet, was deutlich unter dem offiziellen Einstiegspreis der Konkurrenz liegt. Aktuell kostet die RTX 4060 im Handel mindestens 300 Euro, die RX 7600 hingegen mindestens 270 Euro. Wer beispielsweise noch eine alte GTX 1060 besitzt, würde laut Intel mit der B580 durchschnittlich 2,79-mal so viel Raster-Leistung in WQHD bekommen.
Das kleinere Modell, Arc B570, ist mit 18 Xe-Kernen und 10 GB GDDR6-Speicher ausgestattet. Sie soll ab 219 US-Dollar erhältlich sein und richtet sich ebenfalls an Spieler, die primär in Full-HD oder WQHD spielen möchten. Beide Modelle unterstützen moderne Features wie Raytracing und KI-gestütztes Upscaling mittels Intels XeSS-Technologie. Dies verspricht flüssige Bildraten ohne sonderliche Einbußen bei der Bildqualität, neuerdings sogar mit zusätzlicher Bildgenerierung (Frame Generation) und XeLL zur Reduzierung der Latenz.
Ein weiteres Highlight der neuen Karten ist ihre hohe Effizienz. Laut Intel liegt die maximale Leistungsaufnahme der B580 bei 190 Watt, während die B570 mit 150 Watt noch sparsamer arbeitet. Entsprechend genügt jeweils ein Acht-Pin-Stromanschluss bei den Referenzkarten. Beide Modelle sind mit einem PCIe-4.0-Interface ausgestattet und bieten Anschlüsse wie HDMI 2.1 und DisplayPort 2.1 für aktuelle Monitore.

Marktstart und Strategie
Die Arc B580 wird ab dem 13. Dezember verfügbar sein, während die Arc B570 ab dem 16. Januar folgt. Mit der neuen B-Serie will Intel eine Marktlücke schließen: leistungsstarke Einsteigerkarten, die ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Das Ziel sei es, Spielern mit begrenztem Budget eine Alternative zu Nvidia und AMD zu bieten, ohne dabei Abstriche bei modernen Features wie Raytracing und KI-Technologien machen zu müssen.
Die Einführung der neuen GPUs erfolgt zu einer Zeit, in der sowohl AMD als auch Nvidia ihre Budget-Modelle kaum aktualisieren. Während AMD mit der RX-8000-Serie frühestens im Januar 2025 neue Produkte plant, liegt der Fokus von Nvidia derzeit auf den Oberklassemodellen der kommenden RTX-5000-Serie. Intel könnte sich mit der B-Serie also eine strategische Nische sichern und vor allem in Märkten mit preissensiblen Käufern punkten.
Ausblick
Die B580 und B570 sind die ersten Karten der Battlemage-Generation, die auf der Xe2-Architektur basieren. Damit knüpft Intel an seine Arc-Alchemist-Serie an und zeigt Ambitionen, sich nun doch langfristig auf dem GPU-Markt zu etablieren. Erste Benchmarks deuten darauf hin, dass die B580 nicht nur die RTX 4060, sondern auch die RX 7600 in einigen Szenarien übertreffen könnte.
Für WQHD-Gaming dürfte ebenfalls der größere Videospeicher vorteilhaft sein. Laut Intel bieten die Karten auch erweiterte Übertaktungsmöglichkeiten. Für lokale KI-Aufgaben über die GPU bietet der Hersteller künftig auch AI Playground 2.0 an – es vereint einen KI-Chatbot und Bildgenerierungs- sowie -bearbeitungsoptionen in einem Programm.
Unabhängige Tests und Nutzerbewertungen werden letztlich zeigen, ob Intel die gesteckten Ziele erreichen kann. Für Gamer, die nach einer kostengünstigen, aber leistungsstarken Budget-GPU suchen, scheinen die neuen Modelle jedoch eine vielversprechende Option zu sein.
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Quellen:- Intel (Vorabinformationen)









