Tecno setzt auf modulares Smartphone trotz früherer Misserfolge. Der chinesische Hersteller hat kurz vor dem Mobile World Congress (MWC) 2026 ein Konzept vorgestellt, das an vergangene Projekte wie Googles Project Ara erinnert.
Das Tecno Modular Phone kommt in zwei Varianten: das Atom-Modell in Silber und die Moda-Version in Schwarz. Das Basisgerät misst nur 4,9 mm in der Dicke – extrem schlank für ein modulares System. Module werden magnetisch an der Rückseite befestigt, Strom und Daten werden über Pogo-Pins übertragen. Drahtlose Verbindungen wie Wi-Fi oder Bluetooth ergänzen die Pogo-Pins für flexible Nutzung. Mit einer Powerbank als Zubehör erreicht das Gerät 9,4 mm Dicke, was mit aktuellen Smartphones vergleichbar ist.
Über zehn Module aktuell in Planung
Tecno plant über zehn Module, darunter eine Action-Kamera, ein großes Teleobjektiv mit integriertem Griff und ein Gaming-Gamepad. Die Rückseite ist zonenweise unterteilt, um präzise Positionierung zu gewährleisten. Ergänzt wird das Ökosystem durch Off-Grid-Kommunikation mit Antennenmodul.
Besonders das Tele-Kameramodul sticht heraus: Es ermöglicht hohe optische Vergrößerung, wirkt aber auf Pressebildern voluminös. Der Griff balanciert das Gewicht aus und verbessert die Handhabung. Gaming-Module könnten Controller-Funktionen bieten, wenngleich die Platzierung auf der Rückseite Fragen aufwirft.
Bisher ohne festen Marktstart
Tecno gibt keine Details zur Entwicklungsstufe preis. Es handelt sich um ein Konzept, das auf dem MWC 2026 präsentiert werden soll, um das Interesse von Nutzern und Partnern zu testen. Google, LG und Motorola scheiterten früher mit ähnlichen Ansätzen an Komplexität und Kosten.
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