Kompakt, knallgelb und mit einem Elektromotor ausgestattet: Ford schickt seinen Puma Gen-E auf die Straße! Der Crossover nutzt das Puma-typische Design, wenn auch mit einigen Anpassungen, erhält jedoch eine neue Plattform unter der Karosse. Doch was hat der gelbe Elektroflitzer zu bieten? Und wie viel kostet er? Wir konnten uns bereits einen Eindruck vom neuen Puma verschaffen.
Die Autobranche, insbesondere in Deutschland, befindet sich im Umbruch und muss sich einigen Herausforderungen stellen. Was besonders häufig gefordert wird: Gute und günstige Elektroautos für den Alltag, das Fahren zum Supermarkt oder auch den Arbeitsweg, der sich in manchen Regionen einfach nur mit dem Auto bewältigen lässt. Der neue Ford Puma Gen-E könnte genau in diese Kerbe schlagen, wird aber nicht ganz so günstig, wie sich viele vielleicht erhofft hatten.
„Gen-E“: Bekanntes Design, neue Plattform
„Electric Yellow“, so nennt Ford die neue Farbe, mit der wir uns den neuen Puma Gen-E in einem Kölner Filmstudio etwas näher ansehen können. Und ganz ehrlich: Der Ton steht dem kompakten Crossover sehr gut – findet ihr nicht auch? Statt Einheitsgrau haben sich die Designer, wie auch schon beim warmgelben Ford Capri (mehr Details hier), für etwas mehr Farbe auf der Straße entschieden und dem Puma ein paar Anpassungen für die Elektroauslegung spendiert.
Vor allem die Aerodynamik wurde angepasst, was sich besonders gut bei der geschlossenen Front zeigt – die durchaus etwas an den Ford Mustang Mach-E (hier im Fahrbericht) erinnert. Dazu gibt es angepasste „air curtains“, einen längeren Heckspoiler sowie einen geschlossenen und luftstromoptimierten Unterboden.
Produziert wird der Puma Gen-E übrigens nicht in Köln, das wird dem Explorer und Capri vorbehalten sein, aber weiterhin in Europa. Statt auf die MEB-Plattform von Volkswagen zu setzen, so wie sie beim neuen Capri und auch beim Explorer ihre Anwendung findet, tauscht Ford die Verbrennerplattform gegen eine Eigenentwicklung aus dem britischen Werk in Halewood (nähe Liverpool) aus.
Effizienter Elektromotor, perfekt für Stadt & Land?
Der verbaute E-Motor leistet 123 Kilowatt (168 PS) und soll kombiniert nur 13,1 kWh/100 km verbrauchen. Mit der 43-kWh-Batterie (netto) sind somit bis zu 376 km Reichweite nach WLTP möglich, sagt Ford. Im reinen Stadtverkehr soll die Reichweite aber nochmals steigen – und dafür sei der Puma Gen-E besonders ausgelegt. Geladen wird der Akku dann mit bis zu 100 kW Leistung, von 10 auf 80 % geht es dann laut Herstellerangabe in knapp 23 Minuten.

Mein Highlight ist aber vor allem das Interieur mit 12,8 Zoll Tacho-Display und 12 Zoll Infotainmentbildschirm mit Sync 4 System (inklusive kabelloses CarPlay und Android Auto). Eine Ambientebeleuchtung und ein Wireless Charging Pad fürs Handy auf der neuen Mittelkonsole sind serienmäßig dabei. Optional gibt es noch die Bang & Olufsen Soundbar auf dem Armaturenbrett.
Serienmäßig dabei sind u. a.:
- 17 Zoll Leichtmetallfelgen
- Sport-Stoffsitze vorne
- Schildererkennung, Rückfahrkamera & adaptive Geschwindigkeitsregelanlage
- kabellose Smartphone-Integration (CarPlay und Android Auto)
- LED-Scheinwerfer mit Fernlicht-Assistent
Optional bestellbar sind u. a.:
- 18/19 Zoll Leichtmetallfelgen
- elektrisch anklappbare Außenspiegel
- B&O Premium-Soundsystem
- Sitze aus Kunstleder
- Dynamic Matrix-LED-Scheinwerfer
Mit meinen 1,96 m Größe kann ich es mir vorn sehr bequem machen, die neuen Sitze gefallen. Bei entsprechender Einstellung wird es dahinter auf der zweiten Reihe aber etwas enger für meine langen Beine – und auch die Kopffreiheit. Doch der Puma ist eben auch ein kompakter Wagen und keine Langstecken-Limousine.
GigaBox mit zusätzlichen 145 Liter Stauraum!
Beachtlich ist jedoch der Kofferraum, denn dank der GigaBox (Fach unter dem Boden) kommen 145 Liter Stauraum dazu und steigern das Gesamtvolumen auf 523 Liter. Das Ladekabel kann im Frunk unter der Motorhaube verstaut werden und bietet zusätzliche 43 Liter. Hier hätte Ford aber ruhig Gasfedern statt der „guten, alten“ Haltestange verbauen können.
Meinung: Ich muss zugeben, dass ich beim Preis eine etwas kleinere Zahl erwartet hatte. Doch dafür bietet Ford schon in der Basisvariante eine umfangreiche Ausstattung, während vergleichbare Konkurrenzmodelle zwar günstiger, aber dafür oft „leer“ dastehen – und erst mit teuren Paketen aufgemöbelt werden müssen. Der Gen-E gefällt mir gut und dürfte sich wunderbar für den Stadt-Land-Verkehr sowie Pendler eignen. Ob er im Alltag wirklich überzeugen kann, muss jedoch erst der Fahrbericht zeigen.
Verfügbar ist der Ford Puma Gen-E ab April 2025. Der Kompakt-Crossover lässt sich entweder ab 36.900 Euro UVP kaufen oder ab 299 Euro pro Monat leasen (weitere Details zur Ausstattung und Preisinformationen gibt es auf der Ford-Webseite). Hoffen wir, dass nächstes Jahr wieder eine Förderung an den Start geht, um der Elektromobilität mehr Schwung zu verleihen.
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