Google greift mit den neuen Googlebooks im Premium-Laptop-Markt an. Die ersten Modelle von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo kombinieren ChromeOS-Elemente mit einem nativen Android-Unterbau, tiefer Gemini-Integration und sollen ab dem 5. Oktober verfügbar sein.
Google positioniert die Googlebooks ausdrücklich oberhalb der bekannten Chromebooks und Chromebook-Plus-Modelle. Statt günstiger Web-Laptops soll die neue Kategorie Hardware bieten, die man „tatsächlich gerne mitnehmen“ möchte: Gehäuse aus Aluminium, Magnesium oder Carbonfaser, Touchscreens mit bis zu 2,8K-OLED-Auflösung, beleuchtete Tastaturen sowie haptische Trackpads gehören zur Grundidee.
Auch die von Pixelbooks bekannte „Glowbar“ auf dem Deckel soll zurückkehren. Die Modelle starten laut Google ab 899 US-Dollar, weitere konkrete Konfigurationen und Europreise stehen noch aus. Als Partner zum Start sind Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo gesetzt. Vorbestellungen sind ab sofort möglich.
Das Portfolio reicht vom 14-Zoll-Convertible von Acer über ein besonders leichtes 14-Zoll-Modell von Asus und das 13,4 Zoll große Dell XPS Googlebook bis zum 14-Zoll-Laptop von HP sowie Lenovos 15,3-Zoll-Arbeitsgerät. Das Acer-Modell startet ab 899 Dollar, während die übrigen Varianten laut Google bei 1.199 beziehungsweise 1.299 Dollar beginnen.
Android als Basis, Chrome & Gemini im Mittelpunkt
Googlebooks laufen nicht mit klassischem ChromeOS, sondern auf einer neuen Plattform mit nativem Android-Stack und Linux-Kernel. Dadurch sollen Android-Apps nicht wie auf Chromebooks virtualisiert, sondern direkt auf x86- und ARM-Hardware laufen – sowohl online als auch offline. Chrome bleibt dennoch zentral: Google zufolge verbringen Nutzer rund 70 Prozent ihrer Laptop-Zeit im Browser. Die vertraute ChromeOS-Oberfläche mit Desktop, Fenstern und Taskleiste bleibt deshalb erhalten, ergänzt um personalisierbare Widgets wie auf Pixel-Smartphones.
Je nach Anwendung entscheidet der Entwickler, ob sie als native App oder Web-Version bereitsteht. Google will Programme entsprechend kennzeichnen, etwa mit „designed for Googlebook“ oder „better on Web“. Zum Start sollen zudem mehr als 20.000 Android- und PC-Spiele verfügbar sein. Ein Jahr GeForce Now ist im Lieferumfang enthalten.
Die Verbindung zum Android-Smartphone erfolgt bereits bei der Einrichtung. Einstellungen, gespeicherte Passwörter, WLAN-Netzwerke und Nachrichten lassen sich verschlüsselt übernehmen. Mit „Continue On“ können Nutzer laufende Aufgaben auf dem jeweils anderen Gerät fortsetzen. Über die Dateien-App greifen sie auf Smartphone-Fotos und Dokumente zu, während „Cast My Apps“ mobile Anwendungen in einem Desktop-Fenster verfügbar macht. Dabei handelt es sich um Streaming und Deep Linking, nicht um klassisches Bildschirm-Mirroring.
Gemini ist tief im System verankert und steht unter anderem über das Rechtsklick-Menü kontextbezogen zur Verfügung. Nutzer sollen etwa einen Trainingsplan aus einem Foto erkennen und in Google Kalender übertragen lassen, verdächtige E-Mails prüfen oder Mail-Entwürfe diktieren können. Googlebooks erfüllen mit mindestens 45 TOPS zudem die Voraussetzungen für lokale KI-Beschleunigung. Als Chips sind Varianten mit Intel Core Ultra Series 3, Snapdragon X und MediaTek Dimensity vorgesehen; angeboten werden 16 bis 32 GB Arbeitsspeicher.
Die wichtigsten Googlebook-Neuerungen im Überblick:
- Native Android-Apps samt vollständigem Play Store, Offline-Nutzung und möglichem Sideloading
- Gemini direkt im Kontextmenü mit multimodaler Bild-, Text- und Sprachverarbeitung
- „Continue On“ zum Übergeben von Chrome-Tabs zwischen Android-Smartphone und Laptop
- Neue G- und Option-Tasten, haptisches Gesten-Trackpad sowie die bekannte Glowbar auf dem Deckel
- Bis zu 2,8K-OLED, sechs Lautsprecher mit Dolby Atmos und bis zu 16 Stunden Webbrowsing
- Unterstützung für PC- und Android-Games; zum Start sollen über 20.000 Titel bereitstehen
- Ein Jahr GeForce Now und Google AI Pro mit 5 TB Cloud-Speicher inklusive
Mit Titan-C-Sicherheitschip, Level-5-Hypervisor und zehn Jahren automatischer Updates richtet Google die Geräte auch auf langfristige Nutzung aus. Googlebook ersetzt Chromebooks allerdings nicht: ChromeOS-Modelle bleiben im Sortiment, und Google erwartet im kommenden Jahr mehr als 35 neue Chromebook-Geräte. Die Googlebooks sollen dagegen als leistungsstärkere Premium-Option die Android- und Laptop-Welt enger miteinander verzahnen.
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Quellen:- Google (Vorabinformationen)






