Wer seinen PC demnächst upgraden oder ein gänzlich neues System zusammenbauen möchte, muss mit deutlich höheren SSD- und RAM-Preisen rechnen. Schuld ist ein Speicherchip-Mangel, ausgelöst durch den KI-Boom.
Derzeit werden weltweit neue Rechenzentren im Rekordtempo gebaut, um den steigenden Leistungsbedarf von KI zu decken. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den CPU- und GPU-Markt, sondern besonders auf den Speicher-Sektor. Laut einem Bericht von DigiTimes, geht Adata Gründer Simon Chen davon aus, dass nun die größte Speicherkrise aller Zeiten droht. Es gäbe derzeit gleichzeitig Engpässe bei DDR4, DDR5, NAND und HDD-Speicher, wobei auch die Lagerbestände ein Minimum erreicht hätten. Der Kundenkreis des Herstellers geht davon aus, dass diese Knappheit mindestens vier Jahre anhalten könnte.

Die Reaktion darauf: steigende Preise, ein kleineres Angebot und längere Lieferzeiten. Adata, SanDisk, Micron und auch Samsung haben bereits angekündigt, die Preise für NAND-Speicherchips ordentlich zu erhöhen. Auch DRAM und HBM werden zur Mangelware – AMDs MI450 soll etwa mit 432 GB HBM-Speicher für KI-Rechenzentren ausgestattet sein.
RAM-Preise verdoppeln sich, SSD-Preise ziehen an
Die steigenden Preise und der Mangel an Chips haben nicht nur Folgen für Hersteller und Rechenzentren, sondern auch für uns Konsumenten. Ein Blick auf den Markt zeigt, dass die Preise für RAM, SSDs und HDDs seit einiger Zeit stark ansteigen. Laut einer Analyse von ComputerBase haben sich die Preise für DDR5-Speicher seit September 2025 teils verdoppelt, während HDDs rund 22 Prozent teurer wurden. Der Preisanstieg bei SSDs ist bisher relativ geringfügig, aber auch hier zeigt die Preisrichtung nach oben.
Speicher: Smartphones könnten ebenfalls teurer werden
Wer also noch ein Speicher-Upgrade durchführen möchte, sollte zeitig handeln. Im schlimmsten Fall könnten die Zeiten des günstigen SSD-Speichers erstmal zu Ende sein. Die Auswirkungen werden sich auch im Smartphone-Bereich zeigen: Gerüchten zufolge wird Samsung etwa die Preise für die Galaxy S26-Serie im nächsten Jahr erhöhen, um die gestiegenen Kosten zu decken. Andere Hersteller dürften ähnlich vorgehen.
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