Das Honor Magic 8 Pro wurde in China offiziell vorgestellt und gehört somit zu den ersten Smartphones mit Snapdragon 8 Elite Gen 5. Das Magic 8 Pro bringt einen größeren Akku, ein neues Display und ein abgeändertes Kamera-Setup mit sich. Doch was ist neu?
Wann erscheint das Honor Magic 8 Pro?
In Europa wird der Launch des Honor Magic 8 Pro laut Honor Teaserseite und Honor Newsletter am 15. Januar um 16 Uhr deutscher Zeit stattfinden, wobei der Startpreis bei 1.299 Euro liegen wird. Der Preis wurde zumindest bereits durch ein Listung bei MediaMarkt Saturn bestätigt. Zwischen dem 15. und dem 29. Januar wird es wohl die Möglichkeit geben, das Magic 8 Pro mit 200 Euro Rabatt und Honor Care+-Garantie abzustauben. Ob sich das Startangebot hierzulande unterscheiden wird, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Auf der Honor Deutschland-Seite werden zumindest bereits einige Specs der europäischen Version bestätigt, unter anderem die Akkukapazität.

Design: Etwas kompakter, aber ansonsten gleich
Im Vergleich zum Honor Magic 7 Pro fällt das Magic 8 Pro minimal kompakter aus, wobei am eigentlichen Design wenig verändert wurde. Honor setzt weiterhin auf eine abgerundete Rückseite, die durch ein massives, rundes Kameramodul geprägt wird. Die Rückseite selbst wird wieder matt sein. Zudem wurde das Snapdragon 8 Elite Gen 5 Flaggschiff um einen neuen KI-Button ergänzt. Eine zusätzliche Kamera-Steuerung, wie wir sie vom Honor 400 oder iPhone 16 Pro Max und iPhone 17 Pro Max kennen.

Apropos Rahmen: Der hat wieder einen sanften Übergang zur Rückseite, wodurch das Handy wieder sehr gut in der Hand liegen dürfte. Persönlich präferiere ich einen solchen Design-Ansatz gegenüber den flachen Rahmen von Xiaomi, Samsung und Apple. Das Gehäuse ist außerdem wieder nach IP68 + IP69K vor Wasser und Staub geschützt.
Display: Das Magic 8 Pro wird heller
Kompakter wird das Magic 8 Pro in erster Linie durch sein neues Display: Honor verbaut ein 6,71-Zoll-OLED-Display, das im Vergleich zum Magic 7 Pro minimal kleiner ausfällt. Dabei löst das Display mit einer 1,5-K‑Auflösung auf, nutzt LTPO-Technik, bietet bis zu 120 Hz Bildwiederholrate und eine hohe PWM-Rate. Des Weiteren wirbt Honor mit einer HR-Spitzenhelligkeit von bis zu 6.000 Nits – dieser Wert bezieht sich jedoch auf die Helligkeit eines einzelnen Pixels.

Im oberen Bereich wird das Display durch die markante “Magic Capsule” durchbrochen, in der sich die 50-MP-Frontkameras und die Technik der 3D-Gesichtserkennung verstecken. Im Vergleich zu einem iPhone 16 Pro Max wird die Aussparung zwar etwas kleiner ausfallen, sie nimmt aber deutlich mehr Platz in Anspruch als eine klassische Punchhole. Dafür ist die 3D-Gesichtserkennung eine sichere und schnelle Alternative zum 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor.
Technik & Speicher: Snapdragon 8 Elte Gen 5
Unüberraschend gehört das Honor Magic 8 Pro zu den ersten Smartphones, die auf dem Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 basieren. Der SoC nutzt die neue Oryon-Generation, wobei zwei Prime-Kerne und sechs Performance-Kerne zum Einsatz kommen sollen. Dazu gibt es eine neue GPU, eine Adreno 840 wird explizit verbaut. In offiziellen Benchmarks zeigt sich der kommende SoC rund 20 Prozent schneller als der Snapdragon 8 Elite.
Dem Chip stehen entweder 12 oder 16 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher zur Seite. Hierzulande dürfte es jedoch nur eine Version mit 512 GB internem Speicher und 16 GB Arbeitsspeicher geben.
Akku: Für Europa gibt es 6.270 mAh
Das Honor Magic 8 Pro wird in China mit einem 7.100-mAh-Akku ausgeliefert. Hierzulande wird das Smartphone „nur“ mit 6.270 ausgeliefert – im Vergleich zum Magic 7 Pro (5.270 mAh) trotzdem ein starkes Upgrade. Möglich wird die höhere Kapazität wohl durch den Einsatz eines Dual-Cell-Akkus. Geladen wird der Silizium-Carbon-Akku mit stolzen 100 Watt; kabellos sind 80 Watt möglich.
Vermutung:In der EU dürfen Einzelzellen-Akkus eine maximale Kapazität von 20 Wh nicht überschreiten. Andernfalls gelten hierfür verschärfte Transportregeln, die beim Transport für höhere Kosten sorgen. Hierzu zählen unter anderem ein SOC-Limit bei Flugzeug-Transporten (maximal 30 % Aufladung), Spezialkartons mit erhöhter Sicherheit und eine zusätzliche Gefahrgut-Kennzeichnung (UN3480 + Gefahrengutetikett Klasse 9). Der Transport muss zudem durch geschultes Personal erfolgen.
Offenbar lassen sich diese Einschränkungen aber “einfach” umgehen, indem die Kapazität auf zwei Zellen (Dual-Cell-Battery) aufgeteilt wird. Offenbar hat sich Honor beim Magic 8 Pro für diesen Weg entschieden, musste dafür aber Kapazitäts-Einbußen in Kauf nehmen.
Kamera: Neue Hauptkamera mit besserer Low-Light-Performance
Die Kamera des Magic 8 Pro bekommt nur kleinere Änderungen, jedoch keine echten Upgrades. Vor allem die Hauptkamera überrascht, denn sie verzichtet in diesem Jahr auf eine variable Blende (f1,4 – f/2,0). Stattdessen kommt der gleiche 50-MP-Sensor wie beim Magic 7 Pro zum Einsatz, jedoch mit einer festeingestellten f/1,6-Blende. Damit ist die Kamera in der Theorie weniger lichtoffen als beim Vorgänger – und KI soll’s richten. Ein neues Machine-Learning-Modell soll trotz „schlechterer“ Hardware für bessere Ergebnisse sorgen. Auch soll die KI eine bessere Stabilisierung ermöglichen.
Beim Periskopsensor und bei der Ultraweitwinkelkamera soll es kleinere Verbesserungen geben. Die Periskopkamera soll weiterhin auf einem 200-MP-Sensor mit 1/1,4 Zoll und f/2.6-Blende basieren, der nun jedoch einen 3,7-fach optischen Zoom statt eines 3-fach-Zooms ermöglicht. Die Zoom-Kamera konnte in unserem Magic-7-Pro-Test durchaus überzeugen, doch vor allem bei weiten Zoomstufen schwächelte der Sensor. Zwar wird die Bildqualität per KI verbessert, gegen eine höhere optische Zoomstufe kommt die Kamera aber nicht an. Besonders das Xiaomi 15 Ultra zeigt hier, was möglich ist.
Der 50-MP-Ultraweitwinkel wird unverändert aus dem Magic 7 Pro übernommen. Bei Tag liefert der Sensor zwar sehr schöne Bilder ab, bei Nacht gehen allerdings schnell Details verloren. Das Sichtfeld dürfte mit 122° gleichbleiben.
Im DxOMark auf Platz 5
Inzwischen wurde das Honor Magic 8 Pro auch von den Kameraprofis von DxOMark bewertet. Dort belegt das Handy mit 170 Punkten im Ranking Platz 5, womit es das Google Pixel 10 Pro XL aus der Top 5 verdrängt hat. Im Test konnte vor allem die Hauptkamera überzeugen, wobei alle Sensoren ähnlich gut performen. Die Videofunktionen fallen laut dem Test schlechter aus – 154 Punkt werden demnach erreicht. Kritisiert werden etwa unnatürliche Farben, instabile Ausleuchtung sowie Artefakte und Ghosting. Vor dem Honor Magic 8 Pro landen das Vivo X200 Ultra, iPhone 17 Pro, Oppo Find X8 Ultra und Huawei Pura 80 Ultra.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 22.07.2025
Mit * oder markierte Links sind „Affiliate-Links“. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Verkaufsprovision, ohne dass du mehr bezahlst.
Quellen:- Honor
















„… wobei ich mir diesmal ebenfalls einen matten Rahmen wünschen würde.“
Kleine Richtigstellung: Der Rahmen des Honor Magic 7 Pro IST matt. Ich schaue ihn mir gerade in meiner Hand an, und ja, matter geht es nicht.
Welche Farbvariante hast du denn? Wir hatten damals in unserem Test "Lunar Shadow Grey" mit einem glänzenden Rahmen in Silber - daher kommt vermutlich der Wunsch nach einem matten Finish. Liebe Grüße, Leonardo
Die Farbe habe ich auch, der Rahmen ist aber dennoch Silber matt. Das fällt nicht nur deswegen auf, weil man Fingerabdrücke maximal nach dem Griff in den Mayonnaise-Topf sehen könnte, sondern weil ich Backcover nutze, die z. T. nur die Ecken abdecken und die Seiten frei lassen. Die Rahmen sind dann Silber glänzend, und der Unterschied ist dann doch gewaltig. LG.
ich schreibe die Antwort hier auch an meinem Honor Magic 7 pro in lunar shadow gray, das ist so matt wie ein mattes Metall nur sein kann.