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Intel Nova Lake-S: Core Ultra 400 mit 52 Kernen, 150 Watt TDP und LGA 1954?

Gerüchte zu neuer Prozessorgeneration

Intel hat mit den letzten Desktop-Prozessorgenerationen nicht immer die besten Kritiken erhalten. Während die 14. Generation (Raptor Lake Refresh) vor allem für Stabilitätsprobleme bekannt wurde, konnte auch Core Ultra 200 (Arrow Lake) die Erwartungen vieler Gamer nicht vollständig erfüllen. Nun richten sich die Blicke auf Nova Lake, Intels für 2026 geplante CPU-Generation, die laut aktuellen Gerüchten massive Änderungen bringen soll.

Bis zu 52 Kerne – Desktop-Modelle mit Dual-Die-Ansatz?

Laut einem Leak auf Reddit soll Nova Lake bzw. Core (Ultra) 400 eine völlig neue Kernkonfiguration mitbringen. Demnach könnte das Spitzenmodell aus 16 Performance-Kernen (P-Cores) und 32 Effizienzkernen (E-Cores) bestehen, was eine Gesamtanzahl von 48 Kernen ergeben würde. Dies wäre eine Verdopplung gegenüber der aktuellen Arrow-Lake-Generation (Test), die maximal 8 P-Cores und 16 E-Cores bietet.

Manche Gerüchte sprechen außerdem von der Integration von 4 LPE-Kernen in einem separaten SoC-Tile, womit das Flaggschiff sogar 52 Kerne haben würde. Hyperthreading wird es mit der kommenden Generation allerdings wieder nicht geben. Angesichts der stark gestiegenen Kernanzahl soll auch die Standard-TDP ansteigen – der Verbrauch soll von 125 Watt auf bis zu 175 Watt steigen.

Geplante Noca Leak Desktop-CPUs:

Der Leaker „Exist50“, der bereits für Intel-nahe Informationen bekannt ist, behauptet zudem, dass Nova Lake für solch hohe Kernzahlen einen Dual-Die-Ansatz verwenden könnte – also zwei separate Chips mit jeweils 8 P-Cores (Coyote Cove) und 16 E-Cores (Arctic Wolf) auf einem Package kombiniert. Dies dürfte zumindest auf die beiden Flaggschiffe zutreffen, die mit 52 Kernen bzw. 44 Kernen daherkommen. Dazu wird es eine Intel Xe3 GPU mit zwei Kernen geben.

Beide Prozessoren dürften allerdings gesondert für das HEDT-Segment vermarktet und entsprechende teuer werden. Das Fertigungsverfahren ist bislang noch unklar, aber Intel wird voraussichtlich auf das eigene 14A-Verfahren setzen, sofern dies rechtzeitig die Produktionsreife erreicht.

intel foundry prozess roadmap 2024+
Bild: Intel

Intel plant L4-Cache Offensive

Ebenfalls Fortschritte wird es wohl in Sachen Cache geben. Offenbar integriert Intel eine neue bLLC-Lösung („Big Last Level Cache“), die eine ähnliche Funktion erfüllen soll wie AMDs 3D-Cache. So scheinen die Single-Die-Lösungen bis zu 144 MB bLLC L4-Cache zu bieten, während die Dual-Die-Lösungen mit 288 MB aufwarten können. Es bleibt abzuwarten, ob die Technik mit AMDs 3D-Cache mithalten können wird.

NPU: Bis zu fünfmal schneller?

Der bekannte Twitter-Leaker Jaykihn möchte zudem in Erfahrung gebracht haben, dass die für KI-Berechnungen wichtige NPU ein gro0es Upgrade bekommen wird. Die NPU der 6. Generation soll demnach etwa 74 TOPS (INT8) liefern, was einem massiven Leistungssprung gegenüber Arrow Lake wäre (13 TOPS). Im Vergleich zu Nova Lake würde die Performance um etwa 50 % steigen.

Schon wieder ein neuer Sockel?

Glaubt man den aktuellen Gerüchten, dann wird Nova Lake auch wieder einen neuen Sockel mit sich bringen. So sollen die kommenden Desktop-CPUs auf dem Sockel LGA 1954 Platz finden – LGA 1851 würde somit schon zum alten Eisen gehören. Dazu wird es natürlich neue Chipsätze geben, die offenbar etwas kleiner ausfallen werden als die aktuellen. Laut einem Bericht von Videocardz werden die neuen PCHs nur noch 25 x 24 mm (600 mm2) groß sein, statt wie zuvor 28 x 23,5 mm (658 mm2).

Voraussichtliche Mobile-Varianten von Nova Lake

Neben den Desktop-CPUs mit 2×(8P+16E) sollen auch verschiedene mobile Varianten erscheinen:

Sollten sich diese Spezifikationen bewahrheiten, wäre das insbesondere für den Notebook-Markt eine interessante Entwicklung. Die sparsamen U-Modelle verzichten angeblich vollständig auf E-Cores.

Nova Lake als große Neuausrichtung für Intel?

Intel selbst hat die Spezifikationen nicht bestätigt, jedoch wurde im Rahmen des Q4 Earnings Calls 2024 offiziell angekündigt, dass Nova Lake 2026 erscheinen wird. Zuvor soll Anfang 2026 Panther Lake den Markt betreten – allerdings nur im Notebook-Bereich. Der Desktop-Sektor wird mit einem eher kleinen Arrow Lake Refresh (Core Ultra 300) abgespeist, der teilweise eine höhere Kernzahl mit sich bringt.

Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, könnte Nova Lake für Intel einen entscheidenden Wandel bedeuten. Ein Dual-Die-Ansatz mit bis zu 52 Kernen wäre eine signifikante Neuerung, die sowohl für Desktop-Gaming als auch für Workstations interessant wäre, aber auch Fragen bezüglich der Effizienz aufwirft. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Intel diese Architektur tatsächlich wie spekuliert umsetzt – oder ob es bis zum Launch noch größere Änderungen gibt.

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Beitrag erstmals veröffentlicht am 04.02.2025

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Quellen:
Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2018 zu Technik aller Art und arbeitet seit 2020 für Allround-PC. In dieser Zeit absolvierte er neben zahlreichen Tests sein Volontariat und sein Technikjournalismus-Studium. Tim ist primär Experte für Prozessoren, Monitore und Mobilgeräte. Wenn er mal nicht tippt und auf Tech-Events unterwegs ist, sucht er wahrscheinlich gerade sein nächstes 3D-Druck-Projekt oder Reiseziel aus.

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