Apple hat auf der WWDC 2026 die nächste Generation seiner Betriebssysteme vorgestellt. Neben iOS 27 erhalten auch iPadOS 27, macOS 27 Golden Gate, watchOS 27 und visionOS 27 zahlreiche Neuerungen. Während in den vergangenen Jahren häufig größere Designänderungen im Mittelpunkt standen, legt Apple diesmal den Fokus vor allem auf Leistung, intelligente Funktionen und viele Verbesserungen im Detail.
iOS 27 macht das iPhone schneller
Mit iOS 27 verspricht Apple vor allem ein flotteres Nutzererlebnis. Apps sollen laut dem Cupertino-Unternehmen bis zu 30 Prozent schneller starten als bisher, während AirDrop-Übertragungen um bis zu 80 Prozent beschleunigt wurden. Auch ältere Geräte sollen von dem Update profitieren. Ein neuer CPU-Scheduler soll dafür sorgen, dass selbst mehrere Jahre alte iPhones spürbar reaktionsfreudiger arbeiten.
Die wichtigste Neuerung der diesjährigen WWDC ist jedoch Siri AI. Apple hat seinen Sprachassistenten grundlegend überarbeitet und mit den Fähigkeiten von Apple Intelligence ausgestattet. Siri soll dadurch deutlich natürlicher kommunizieren, komplexere Zusammenhänge verstehen und Nutzern im Alltag besser helfen können.
Suche und Mail werden intelligenter
Künftig kann Siri Informationen aus Nachrichten, E-Mails, Fotos und anderen Apps berücksichtigen, um passende Antworten zu liefern. Nutzer können beispielsweise nach einer Restaurantempfehlung suchen, die ihnen vor Wochen per Nachricht geschickt wurde, eine Hotelbuchung aus alten E-Mails finden oder bestimmte Fotos aus ihrer Mediathek aufrufen. Die neue Siri versteht dabei auch den aktuellen Kontext auf dem Bildschirm und kann direkt auf angezeigte Inhalte reagieren.

Darüber hinaus kann Siri Aufgaben über mehrere Apps hinweg erledigen. So lassen sich etwa E-Mails erstellen, Fotos bearbeiten oder Inhalte zwischen verschiedenen Anwendungen austauschen. Auch aktuelle Informationen aus dem Internet kann der Assistent abrufen und in laufende Gespräche einbinden.
Eigene App für Siri und neue Schreibwerkzeuge
Mit Siri AI führt Apple erstmals auch eine eigenständige Siri-App ein. Dort werden Unterhaltungen gespeichert und über iCloud zwischen den verschiedenen Apple-Geräten synchronisiert. Nutzer können eine Konversation beispielsweise auf dem Mac beginnen und später auf dem iPhone oder iPad fortsetzen.
Ebenfalls neu sind die integrierten Schreibwerkzeuge. Siri kann Texte erstellen, überarbeiten oder stilistisch anpassen. In Apps wie Mail oder Nachrichten soll die KI sogar berücksichtigen, wie Nutzer üblicherweise mit bestimmten Kontakten kommunizieren, und entsprechende Formulierungen vorschlagen.
Visual Intelligence wird deutlich ausgebaut
Auch die visuellen Fähigkeiten von Apple Intelligence erhalten ein umfangreiches Upgrade. Auf dem iPhone wird Siri direkt in die Kamera integriert. Nutzer können damit Objekte, Dokumente oder andere Inhalte vor der Kamera analysieren lassen und passende Informationen erhalten. Die sogenannten Visual-Intelligence-Funktionen kommen außerdem auf das iPad, den Mac und die Vision Pro. Dort lassen sich Bildschirminhalte analysieren, Fragen zu Bildern stellen oder bestimmte Aktionen direkt ausführen.
Siri AI startet nicht auf iPhone und iPad in der EU
Für Nutzer in der Europäischen Union gibt es allerdings einen Dämpfer. Apple hat bestätigt, dass Siri AI zunächst nicht auf iPhones und iPads in der EU verfügbar sein wird. Als Grund nennt das Unternehmen die Vorgaben des Digital Markets Act.
Verbesserungen für Suche, Fotos und AirPods
Neben Siri AI bringt iOS 27 zahlreiche weitere Neuerungen mit. Apple hat die systemweite Suche überarbeitet und setzt künftig auf einen neuen Suchindex, der Inhalte schneller erfassen und relevantere Ergebnisse liefern soll. Davon profitieren sowohl Spotlight als auch die Suchfunktionen innerhalb verschiedener Apps.
Auch die Mail-App erhält Verbesserungen. Ein neues Ranking-System soll dabei helfen, gesuchte Nachrichten schneller zu finden und wichtige Inhalte besser hervorzuheben.

Die Fotos-App wird ebenfalls erweitert. Geteilte iCloud-Fotoalben lassen sich künftig auch mit Android- und Windows-Nutzern verwenden. Die Health-App erhält zusätzliche Funktionen für die Zyklusverfolgung und AirPods bekommen erstmals einen individuell anpassbaren Equalizer.
Apple Maps wird ebenfalls überarbeitet. Die Flyover-Funktion bietet künftig detailliertere Luftaufnahmen und soll Städte sowie Sehenswürdigkeiten noch realistischer darstellen. Auch Liquid Glass lässt sich in den Einstellungen jetzt besser personalisieren und entweder durchsichtiger oder noch milchiger darstellen.
Kinderschutz und Bildschirmzeit
Neben den KI-Funktionen legt Apple in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf Familien. Kinderkonten sollen künftig einfacher eingerichtet werden können und automatisch altersgerechte Schutzmaßnahmen aktivieren. Eltern erhalten zudem mehr Kontrolle darüber, welche Apps ihre Kinder nutzen dürfen und mit welchen Kontakten sie kommunizieren können.

Auch die Bildschirmzeit wird erweitert. Erstmals lassen sich tägliche Nutzungsgrenzen für Kategorien wie Unterhaltung, Spiele oder soziale Netzwerke festlegen. Neue Zeitpläne ermöglichen es zudem, bestimmte Apps nur zu festgelegten Tageszeiten freizugeben.
Verfügbarkeit und unterstützte Geräte
Die erste Entwickler-Beta von iOS 27 steht ab sofort bereit. Eine öffentliche Beta soll in den kommenden Wochen folgen, bevor die finale Version im Herbst zusammen mit der neuen iPhone 18 Reihe erscheint. Anders als frühere Leaks angedeutet haben, ist das Software-Update auch auf mehr Geräten verfügbar als jemals zuvor. iOS 27 läuft auf allen iPhones, die bereits iOS 26 unterstützen. Dazu gehören das iPhone 11, das iPhone SE der zweiten Generation sowie alle neueren Modelle. Die neuen Siri-AI-Funktionen stehen allerdings nur auf Geräten zur Verfügung, die Apple Intelligence unterstützen.
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Quellen:

