Die besten Handys ab 600€ Die besten Handys < 500€ Die besten Gaming-Headsets Die besten Gaming-Tastaturen

Kehrtwende bei Dell: XPS kehrt zurück (und ähnelt Apple mehr denn je)

Traditionsserie feiert Comeback im MacBook-Stil

Nach dem radikalen Branding-Schnitt zur CES 2025 rudert Dell zurück. Auf der CES 2026 feiert die XPS-Serie ihr Comeback mit neuem Design, klarer Apple-Anlehnung und dem Versuch, verlorenes Vertrauen im Consumer-Segment zurückzugewinnen.

Noch vor einem Jahr hatte Dell die traditionsreiche Marke XPS offiziell beerdigt. Im Zuge eines vereinheitlichten Portfolios sollten „Dell Premium“-Modelle die ikonischen Ultrabooks ersetzen. Auf der CES 2026 vollzieht der Hersteller nun eine bemerkenswerte Rolle rückwärts: XPS ist zurück und soll wieder Dells Zugpferd im Consumer-Markt werden.

XPS als Antwort auf schwache Nachfrage

Im Rahmen des CES-Pre-Briefings sprach Dell ungewöhnlich offen über Probleme im Consumer-Geschäft und eine insgesamt unterdurchschnittliche Marktperformance. Die Abschaffung etablierter Marken wie XPS habe zwar für Klarheit sorgen sollen, in der Praxis aber offenbar das Gegenteil bewirkt. Entsprechend rückt Dell den Fokus nun wieder stärker auf bekannte Produktnamen, differenzierte Formfaktoren und klarere Preisabstufungen.

Dells Branding-Übersicht Anfang 2026 (links) vs. Übersicht aus Anfang 2025 (rechts)

XPS steht dabei sinnbildlich für diese Kehrtwende. Die Serie wird nicht nur wiederbelebt, sondern strategisch neu positioniert: als Premium-Notebook mit klarer Designsprache, hoher Mobilität und möglichst breiter Zielgruppe; vom anspruchsvollen Alltagsnutzer bis zum Kreativprofi.

XPS 14 & XPS 16: Schlanker, schlichter, sichtbar „MacBook-esk“

Den Auftakt machen XPS 14 und XPS 16, die laut Dell vollständig neu entwickelt wurden. Optisch orientieren sich beide Modelle stärker denn je an Apples MacBook Pro: CNC-gefrästes Aluminium, Gorilla Glass und ein bewusst reduziertes Erscheinungsbild. Erstmals prangt das XPS-Logo wieder sichtbar auf dem Deckel – ein klares Signal, dass Dell die Marke aktiv zurück ins Rampenlicht stellt.

Technisch setzt Dell auf Tandem-OLED-Displays, alternativ werden auch 2K-LCDs mit variabler Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hz angeboten. Die Rückkehr klassischer Funktionstasten dürfte viele langjährige XPS-Nutzer freuen – ein stilles Eingeständnis, dass frühere Design-Experimente nicht überall gut ankamen.

Trotz leistungsfähiger Hardware bleiben die Geräte extrem schlank: 14,6 mm Bauhöhe, kombiniert mit bemerkenswert niedrigen Gewichten von rund 1,36 kg (XPS 14) und 1,65 kg (XPS 16). Dell betont zudem eine sehr hohe Effizienz: Bis zu 27 Stunden Netflix-Streaming oder sogar über 40 Stunden lokale Videowiedergabe sollen möglich sein. Grundlage dafür ist unter anderem eine neue, leichtere 900-ED-Akkuzelle mit 70 Wh.

Core Ultra 300, 8-MP-Webcam & mehr Spielraum beim Preis

Im Inneren arbeiten kommende Intel-Core-Ultra-Prozessoren der brandneuen Panther-Lake-Generation mit integrierter Arc-Grafik und bis zu 12 Xe-Kernen. Ergänzt wird die Ausstattung durch eine 8-Megapixel-4K-Webcam, womit Dell klar auf hochwertige Videokonferenzen und Creator-Anforderungen abzielt.

Auffällig ist Dells Betonung auf „more price points, more form factors“. XPS soll künftig nicht mehr nur im absoluten Premium-Segment stattfinden, sondern breiter skaliert werden – ohne den Anspruch aufzugeben.

XPS 13 kommt günstiger denn je zurück

Besonders symbolträchtig ist die angekündigte Rückkehr des XPS 13. Das kompakte Modell, lange Zeit Herzstück der XPS-Reihe, soll noch im Laufe des Jahres erscheinen. Dell verspricht das dünnste sowie leichteste XPS aller Zeiten und zugleich den bislang zugänglichsten Einstiegspreis innerhalb der Serie. Auch hier ist die Apple-Nähe offensichtlich: kleines, hochwertiges Notebook als klar definierter Premium-Einstieg.

dell xps 13 2026 teaserbild
Bild: Dell

Mit der Rückkehr von XPS korrigiert Dell eine der umstrittensten Entscheidungen der letzten Jahre. Die neue XPS-Generation wirkt wie ein bewusstes Gegenmodell zur anonymen „Dell Premium“-Logik: emotionaler, klarer positioniert und sichtbar inspiriert von Apple. Ob das genügt, um im umkämpften Consumer-Markt wieder Boden gutzumachen, wird sich ab Frühjahr zeigen – die Marketingkampagne startet laut Dell im Februar. Eines ist jedoch klar: XPS war zu wertvoll, um es dauerhaft aufzugeben.

Für Deutschland liegen derzeit noch keine Informationen bezüglich Verfügbarkeit und Preis vor, aber in den USA starten die XPS-Notebooks jetzt im Handel ab 2.049,99 USD (XPS 14) bzw. 2.199,99 USD (XPS 16). Weitere Konfigurationen „deutlich unter 2.000 USD“ sollen im Februar folgen. Das XPS 13 folgt, ebenso wie eine Ubuntu-Variante des XPS 14, später im Jahresverlauf.

Allround-PC Preisvergleich

Mit * oder markierte Links sind „Affiliate-Links“. Mit dem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Verkaufsprovision, ohne dass du mehr bezahlst.

Quellen:
Foto von Tim Metzger Tim Metzger Redakteur

Schreibt seit 2020 für Allround-PC zu Technik aller Art und hat schon in jedem Ressort Artikel verfasst. Abseits des Redakteur-Jobs studiert Tim Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

Samsung Galaxy Z Flip 6 gebogenes Innendisplay

Regelmäßig aktuelle Infos & Deals 💻📱💵

Garantiert kein lästiger Spam oder ähnlicher Quatsch, sondern maximal 1x pro Woche die wichtigsten Infos und die besten Angebote!

^