Apple hat bereits vor einigen Wochen den neuen Mac mini enthüllt. Der kompakte Desktop-Rechner ist ab sofort im Handel verfügbar. Im Vergleich zum Vorgänger bekommt der Mac ein größeres CPU-Upgrade, wird allerdings auch deutlich teurer.
Die Grundkonfiguration des Mac mini M6 mit 16 GB Arbeitsspeicher startet bei 1.049 Euro, was einem Preisanstieg von 350 Euro entspricht – das Preis-Leistungs-Verhältnis fällt entsprechend deutlich schlechter aus als noch beim Mac mini M4 (Test). Hier bleibt also zu hoffen, dass der Preis in den nächsten Wochen etwas sinkt. Wer sich für das leistungsstärkere Modell mit M5 Pro entscheidet, muss mindestens 1.999 Euro einkalkulieren.
Mac Mini M6 bleibt schön kompakt
In Sachen Abmessungen bleibt der Mac mini extrem handlich: Mit einer Höhe von 5,0 cm sowie einer Breite und Tiefe von jeweils 12,7 cm nimmt der Mac mini kaum Platz auf dem Schreibtisch ein. Das Gewicht liegt je nach Ausstattung bei 0,67 kg (M6) beziehungsweise 0,73 kg (M5 Pro).

Auch in Sachen Konnektivität ist der Mini breit aufgestellt. An der Vorderseite stehen zwei USB-C-Anschlüsse (USB 3.0 mit bis zu 10 Gbit/s) sowie eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse bereit. Die Rückseite bietet beim M6-Modell einen HDMI-Anschluss, einen 2,5-Gbit-Ethernet-Port (optional 10 Gbit) und drei Thunderbolt-4-Schnittstellen. Die M5-Pro-Variante rüstet auf drei Thunderbolt-5-Anschlüsse mit bis zu 120 Gbit/s auf. Dazu kommen Wi-Fi 7 über den Apple N1 Chip, Bluetooth 6.0 sowie eine Thread-Unterstützung.
Der neue M6-Chip im Detail
Herzstück der Neuauflage ist der M6, Apples erster Chip aus 2-Nanometer-Fertigung. Der SoC verfügt über einen überarbeiteten 12-Core-CPU-Komplex, bestehend aus zwei Super-Kernen, vier Performance-Kernen und sechs Effizienz-Kernen. Laut Apple bietet der Chip die weltweit schnellste Singlethread-Performance und arbeitet bei Multithread-Aufgaben rund 40 Prozent schneller als der M4.

Für Grafikanwendungen verbaut Apple eine 12-Core GPU mit Neural Accelerators in jedem Kern, was eine doppelt so schnelle Grafikleistung im Vergleich zum M4 ermöglichen soll. Zudem unterstützt die GPU hardwarebeschleunigtes Raytracing, was vor allem in modernen Spielen für eine bessere Performance sorgen soll.
So soll auch Cyberpunk 2077 in der Ultimate Edition auf dem Mac Mini flüssig laufen. Eine neue Dual 16-Core Neural Engine verdoppelt zudem die KI-Spitzenrechenleistung. Der gemeinsame Arbeitsspeicher ist standardmäßig 16 GB groß und erreicht eine Speicherbandbreite von bis zu 170 GB/s.

Chip-Architektur und geleakte Benchmarks
Neben den Herstellerangaben liefern erste unabhängige Benchmark-Ergebnisse, etwa von ComputerBase, detaillierte Einblicke in die Leistungsfähigkeit des M6-Chips. In den CPU-Tests von Geekbench 6 erreicht der Prozessor im Single-Core-Benchmark ein Plus von etwa 11 Prozent gegenüber dem M5, während die Multi-Core-Leistung um über 24 Prozent zulegt. Bei der Grafikleistung verzeichnen Tests im 3DMark Steel Nomad einen Zuwachs von knapp 40 Prozent im Vergleich zum M5. In Cyberpunk 2077 liefert der Chip 40 FPS in QHD-Auflösung mit hohen Einstellungen und Quality-Modus. Bei aktiviertem Raytracing sinkt die Leistung allerdings extrem – hier sprechen wir von einstelligen FPS-Werten.
Ausgeprägt fallen die Sprünge auch in den KI-Disziplinen von Geekbench AI aus: Die GPU agiert um bis zu 25 Prozent schneller als beim M5, während bei halber Genauigkeit (Half Precision) rund 30 Prozent Zuwachs gemessen wurden.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 21.09.2026
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