Der Polestar 4 ist aktuell zweifellos eines der coolsten Elektro-Crossover auf dem Markt. Der Grund: Das komplett geschlossene Heck, das gänzlich ohne Heckscheibe auskommt und voll auf eine digitale Kamera setzt. Doch damit ist bald Schluss. Polestar hat offiziell bestätigt, dass am 2. September die Bestellungen für ein neues Familienmitglied starten: den Polestar 4 SUV. Und der bringt die klassische Heckscheibe zurück.
Während die Frontpartie identisch zum bekannten Coupé bleibt, bricht Polestar ab der C-Säule mit dem eigenen Radikal-Design. Das Dach fällt deutlich flacher ab und mündet in einer steilen Heckklappe samt konventionellem Durchblick. Wie das Design aussehen wird, verraten erste Bilder von Prototypen aus China, Barcelona und aus der UK.
Mehr Platz für Köpfe und Koffer
Das schafft genau das, was dem Coupé im Alltag fehlt: echte Praktikabilität. Neben deutlich mehr Kofferraumvolumen dürfte sich die neue Karosserieform vor allem im Fond bemerkbar machen. Gerade für große Personen bietet die höhere Dachlinie endlich die Kopffreiheit, die man von einem Crossover erwartet.
Mehr Reichweite trotz Steilheck
Physikalisch erleiden Steilheck-Modelle durch den schlechteren Luftwiderstand meist einen Reichweiten-Nachteil. Polestar bricht hier jedoch mit den Erwartungen: Für die neue SUV-Variante mit Single-Motor geben die Schweden bis zu 630 Kilometer nach WLTP an – das sind sogar zehn Kilometer mehr als beim windschnittigen Coupé. Zudem spendiert der Hersteller beiden Modellvarianten ein neu abgestimmtes, sportlicheres Fahrwerk mit Heckantrieb. Die Leistungsdaten bleiben mit bis zu 544 PS (Dual Motor) gewohnt brachial; auch die bekannte 400-Volt-Architektur bleibt erhalten.
Vorbestellungen sind ab dem 2. September möglich
Der Kombi wird dann als Polestar 4 starten, während das bisherige Modell in Polestar 4 Coupé umbenannt wird. Eine Auslieferung startet im Herbst, die Vorbestellung ist ab 2. September möglich – das gab Polestar kürzlich bekannt. Einen Preis für das neue Fahrzeug hat Polestar bisher nicht verraten, im Vergleich zum Coupé dürfte sich der Preis aber nicht allzu stark unterscheiden. Die Coupé-Variante startet derzeit bei 61.900 Euro. Mit dem neuen Heck wildert Polestar nun direkt im Revier des VW ID.7 Tourer oder Nio ET5 Touring.
Nach US-Rückzug: Neue Strategie mit Fokus auf Europa?
Im Februar hatte Polestar-CEO Michael Lohscheller bereits mitgeteilt, dass noch bis Ende diesen Jahres eine „neue Variante des Polestar 4“ kommen wird: „Wir kombinieren den Raum eines Kombis und die Vielseitigkeit eines SUVs mit der dynamischen Performance, die Polestar auszeichnet“, sagte er bei Ankündigung der größten Modelloffensive der Polestar-Geschichte.
Das dürfte aber auch nötig sein, nachdem Polestar sich vom US-Markt aufgrund strenger Cybersicherheitsregeln für chinesische und russische Fahrzeuge zurückziehen muss und sich daher vermutlich stärker in Europa, aber auch in boomenden Wachstumsregionen wie Asien, Lateinamerika und Kanada, als Premium-Marke etablieren will.
Meinung:Egal ob VW ID.7, Nio ET5 Touring oder Opel Astra: Ich bin ein Fan von Elektro-Kombis und würde mich daher freuen, wenn Polestar den 4er auch ohne fließendem Stufenheck anbieten würde – das würde das Portfolio des Hersteller gut ergänzen und hoffentlich für mehr Platz im Innen- und Kofferraum sorgen.
Anfang 2027 soll dann eine neue Generation des Polestar 2 erscheinen, den wir uns vor längerer Zeit schon mal ansehen konnten – eins der ersten Fahrzeug mit Android Automotive OS.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 02.07.2026
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