Für Besitzer von Nest-Kameras und -Türklingeln werden die laufenden Kosten künftig spürbar steigen. Google hat die Preise für das Abo-Modell Nest Aware kräftig angepasst, mit Aufschlägen von bis zu zwei Dritteln im Vergleich zum bisherigen Tarif. Was steckt dahinter?
Basis-Abo wird erheblich teurer
Das Grundabonnement, welches unter anderem die Speicherung von Videoclips für 30 Tage sowie Benachrichtigungen bei erkannten Aktivitäten ermöglicht, schlägt ab sofort mit 10 Euro pro Monat oder 100 Euro im Jahr zu Buche. Zuvor lag der Preis bei 6 Euro monatlich, was einem Anstieg um 66 Prozent entspricht.
Wer sich für die erweiterte Version mit durchgehender Aufzeichnung und einem Rückblick von bis zu 60 Tagen entscheidet, zahlt künftig 18 Euro im Monat oder 180 Euro pro Jahr. Auch hier beträgt der Preisaufschlag etwa 50 Prozent. Ein Vorteil ist jedoch, dass die Kosten pro Haushalt anfallen und nicht pro Gerät.
Das Manko: Wenige Funktionen ohne Abo
Ohne kostenpflichtigen Zugang sind die Nutzungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Nutzer haben in diesem Fall lediglich Zugriff auf die letzten drei Stunden an aufgezeichnetem Videomaterial, was ein klarer Nachteil ist, wenn man das System für Sicherheitszwecke einsetzen möchte.
Alternative Lösungen und weniger Kosten
Wer bereits Nest-Kameras nutzt, muss sich wohl oder übel auf den höheren Preis einstellen – oder sich nach Alternativen umsehen. Hier bieten sich beispielsweise die Systeme von Reolink oder Eufy an, welche die Inhalte entweder intern oder auf einem eigenen Heim-Speicher ablegen (teils ohne Extrakosten).
Ansonsten bietet Apple beispielsweise mit HomeKit Secure Video eine interessante Option, die bereits im günstigsten iCloud+-Paket für etwa einen Euro pro Monat enthalten ist und für viele Einsatzszenarien ausreicht. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Nest-Kamera anzuschaffen, sollte sich daher im Vorfeld genau informieren, welche laufenden Kosten neben der reinen Hardware noch anfallen.
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Quellen:


