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Nothing Ear (3a): Neue In-Ears mit LDAC, Audio Snapshot und ANC starten für 99 Euro

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

Nothing bringt mit den Ear (3a) neue In-Ear-Kopfhörer auf den Markt, die besonders durch ihr markantes Design und den attraktiven Preis auffallen sollen. Das neue Modell tritt die Nachfolge der Nothing Ear (a) an, die erstmals 2024 vorgestellt wurden. Für 99 Euro gibt es außerdem Hi-Res Audio mit LDAC, einen neuen 12-mm-Treiber und einige smarte Zusatzfunktionen.

Beim Design bleibt Nothing seiner Linie treu. Die Ear (3a) setzen weiterhin auf transparente Elemente und einen technischen Look, durch den sich die Kopfhörer klar von vielen anderen In-Ears abheben. Genau das ist auch weiterhin einer der größten Vorteile der Nothing-Kopfhörer: Sie sehen nicht einfach aus wie jedes andere Modell auf dem Markt.

Neu ist vor allem das Ladecase. Dieses fällt runder und zumindest rein optisch „weicher“ aus als zuvor und soll laut Nothing von Retro-Tablettenblistern sowie eingeschweißten Verpackungen inspiriert sein. Dazu kommt eine neue LED-Statusanzeige, über die unter anderem Akkustand, Ladestatus und Kopplungsfortschritt angezeigt werden.

Für einen besseren Sitz legt Nothing den Ear (3a) zudem neue Ohreinsätze in Größe XS bei. Damit sollen die Kopfhörer für noch mehr Ohren passend sein. Im Alltag sitzen die Ear (3a) angenehm und sicher, wodurch sie sich auch für längere Sessions oder das Fitnessstudio eignen.

Neuer 12-mm-Treiber mit LDAC und Spatial Audio

Im Inneren arbeitet ein dynamischer 12-mm-Treiber. Im Vergleich zur vorherigen Generation soll dieser mehr Bass liefern. Nothing spricht von bis zu 5 dB mehr Tiefton. Gleichzeitig setzt der Hersteller auf eine leichte PMI-Membran, die für klare Höhen und mehr Details sorgen soll. Die Nothing Ear (3a) sind zudem für Hi-Res Audio Wireless zertifiziert und unterstützen LDAC. Dadurch ist eine Audioübertragung mit bis zu 24 Bit und 96 kHz möglich, sofern auch das verbundene Smartphone den Codec unterstützt.

Klanglich machen die Ear (3a) für 99 Euro einen sehr guten Eindruck. Der Sound wirkt voll, sauber und angenehm abgestimmt. Der Bass ist kräftig genug, ohne direkt zu dominant zu werden. Stimmen bleiben klar verständlich und auch bei höherer Lautstärke klingt das Gesamtbild nicht unangenehm überspitzt. Je nach persönlichen Vorlieben lässt sich der Klang über die Nothing X App zusätzlich anpassen. Dafür gibt es unter anderem einen 8-Band-Equalizer, eigene Audioprofile und die Möglichkeit, Profile mit anderen zu teilen oder herunterzuladen. Neu ist außerdem statisches Spatial Audio.

ANC bis zu 45 dB und Transparenzmodus

Die aktive Geräuschunterdrückung gehört ebenfalls zu den Stärken der Ear (3a). Nothing gibt eine Reduzierung von bis zu 45 dB an. Dafür wurde laut Hersteller unter anderem der ANC-Algorithmus überarbeitet. Besonders alltägliche Umgebungsgeräusche im Bereich zwischen 400 und 2.000 Hz sollen besser herausgefiltert werden.

In der Praxis funktioniert das ANC überraschend gut. Straßenlärm, Stimmen, Lüfter oder Geräusche im Fitnessstudio werden deutlich reduziert. Natürlich liegen die Ear (3a) nicht ganz auf dem Niveau deutlich teurerer Premium-Kopfhörer (Test: AirPods Pro 3), vergleichsweise ist die Leistung aber wirklich stark.

Auch der Transparenzmodus hinterlässt einen guten Eindruck. Nothing bekommt diese Funktion inzwischen deutlich besser hin als viele andere Hersteller in dieser Preisklasse. Stimmen werden vergleichsweise natürlich weitergeleitet, sodass man sich unterhalten kann, ohne die Kopfhörer direkt aus den Ohren nehmen zu müssen. Meiner Meinung nach gehört Nothing hier inzwischen zu den besseren Anbietern am Markt.

Audio Snapshot: Audio-Momente direkt speichern

Neuerungen gibt es auch im Software-Bereich. Eine der Funktionen hört auf den Namen Audio Snapshot. Die Nothing Ear (3a) verfügen über 32 MB integrierten Flash-Speicher, mit dem sich kurze Audiomomente direkt über die Kopfhörer speichern lassen. Wird die Funktion über beide Buds ausgelöst, nehmen die Kopfhörer nicht nur den Moment danach auf, sondern auch Audio unmittelbar davor auf.

So können etwa kurze Ausschnitte aus einem Podcast oder Song abgespeichert werden. Die Clips werden anschließend automatisch mit der Nothing X App synchronisiert. Dort können sie abgespielt, bearbeitet, geteilt und transkribiert werden.

In der Praxis ist Audio Snapshot ein interessantes Extra, aber vermutlich nicht für jeden der Hauptgrund zum Kauf. Das Speichern bestimmter Podcast-Stellen oder kurzer Audioausschnitte kann durchaus praktisch sein. Die Transkription dürfte dagegen eher für spezielle Anwendungsfälle spannend sein.

Call Recording für Anrufe und Meetings

Zusätzlich unterstützen die Nothing Ear (3a) das Aufzeichnen von Anrufen und Meetings. Gespräche können laut Nothing bis zu rund zwei Stunden lang aufgenommen werden. Auch diese Aufnahmen werden mit der Nothing X App synchronisiert und lassen sich dort wiedergeben, bearbeiten und transkribieren. Sobald eine Aufnahme aktiv ist, werden alle Beteiligten des Gesprächs entsprechend darüber informiert.

Die neuen Funktionen befinden sich aktuell noch in einer Testphase. Transkriptionen werden von einer KI übernommen, die auf Servern in Frankreich läuft. Nothing betont, dass diese Funktion zunächst für drei Monate kostenlos zur Verfügung stehen wird, um herauszufinden, wie praktisch Kunden sie finden.

Die Aufnahmen werden nach der Transkription wieder gelöscht und laut Nothing auch nicht für andere Zwecke verwendet. Vor der Transkription werden die Aufnahmen ausschließlich auf den Kopfhörern beziehungsweise anschließend auf dem Smartphone gespeichert und nicht in eine Cloud hochgeladen.

Bis zu 42 Stunden Akkulaufzeit mit Case

Bei ausgeschaltetem ANC sollen die Nothing Ear (3a) bis zu 10 Stunden Wiedergabezeit mit einer Akkuladung erreichen. Zusammen mit dem Ladecase gibt Nothing eine Gesamtlaufzeit von bis zu 42 Stunden an. Mit aktivierter Geräuschunterdrückung sind bis zu 6 Stunden mit den Buds und bis zu 25 Stunden zusammen mit dem Case möglich.

Im Alltag reicht das problemlos aus. Selbst mit aktiviertem ANC kommt man gut durch längere Arbeitstage oder mehrere Trainingseinheiten. Ist der Akku dennoch einmal leer, lassen sich die Kopfhörer im Case mit rund fünf Minuten Ladezeit wieder für bis zu eine Stunde Musikwiedergabe nutzen. Aufgeladen wird die Ladeschale per USB-C, Wireless Charging ist nicht möglich.

Preis und Verfügbarkeit in Deutschland

Die Nothing Ear (3a) sind ab sofort ab 99 Euro erhältlich. Ab dem 8. Juli sollen die Kopfhörer auch bei MediaMarkt, Saturn und Otto verfügbar sein. Zur Auswahl stehen die Farben Schwarz, Weiß, Gelb und das neue Pink.

Für 99 Euro liefern die Nothing Ear (3a) ein sehr rundes Gesamtpaket ab. Die neuen Funktionen wie Audio Snapshot und Call Recording sind interessante Extras, dürften aber nicht für jeden entscheidend sein. Viel wichtiger sind der gute Klang, das starke ANC, der brauchbare Transparenzmodus und das weiterhin auffällige Design. Nothing schafft es auch bei den Ear (3a), ein spannendes Produkt zu einem fairen Preis anzubieten. Wer nach In-Ears sucht, die nicht nur gut klingen, sondern auch optisch aus der Masse herausstechen, bekommt hier eine sehr interessante Option.

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Max Jambor @ Allround-PC Max Jambor Redakteur

Als angehender Technikjournalist, ist er hauptsächlich für die Bereiche Mobile und Wearables zuständig und kümmert sich um News sowie Testberichte von Smartphones, Tablets, Smartwatches und Kopfhörern. In seiner Freizeit verfolgt er die neuesten Entwicklungen im Bereich Consumer Electronics und Künstlicher Intelligenz. Wenn er mal nicht am PC sitzt, trifft man ihn im Fitnessstudio, auf Reisen oder beim Feiern mit Freunden.

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