Der Markt für Gaming-Grafikkarten steht unter Druck: Knappe VRAM-Kapazitäten und ausgelastete Chipfabriken treiben die Preise in die Höhe. Besonders problematisch ist, dass Fertigungskapazitäten zunehmend für KI- und HPC-Beschleuniger reserviert werden – auf Kosten von Consumer-GPUs. Nvidia bringt als Reaktion darauf die fünf Jahre alte RTX 3060 zurück, welche aus älterer Fertigung stammt.
Bereits im März waren Gerüchte aufgetaucht, dass Samsung seine 8-nm-Produktionslinie für Nvidia hochfahren würde. Dieser Prozess kam bereits bei der GeForce-RTX-3000-Serie zum Einsatz, bevor Nvidia mit der RTX-4000-Generation (Ada Lovelace) zu TSMC wechselte. Die wiederauflebende Fertigung deutete auf eine Neuauflage der RTX 3060 hin – einer der meistverkauften Mittelklasse-GPUs der letzten Jahre. Nun ist die Grafikkarte tatsächlich wieder flächendeckend bei Händlern verfügbar.
RTX 3060 kehrt zurück – zu Preisen ab 333 Euro
So wechselt die Asus Dual RTX 3060 OC V2 derzeit für 333 Euro den Besitzer, womit die GPU so teuer ist wie zuletzt im Mai 2023. Im Sommer 2025 lag der Preis noch bei rund 250 Euro, wobei die ursprüngliche UVP bei 329 Euro lag. Angesichts des hohen Preis für eine doch sehr betagte Grafikkarte stellt sich die Frage, ob sich der Kauf überhaupt lohnt. Kurz: Nein.
Der Kauf lohnt sich nicht
Die RTX 3060 ist aktuell teurer als eine modernere RTX 5050 und bietet im Vergleich zur Einsteiger-Blackwell lediglich einen VRAM-Vorteil. In Benchmarks von ComputerBase liegt die RTX 3060 trotz ihrer 12 GB VRAM jedoch im Schnitt 17 Prozent (ohne Raytracing) hinter der RTX 5050 8G. Falls die 12 GB VRAM also nicht zwingend benötigt werden, lohnt sich eher der Griff zur RTX 5050, zur Radeon RX 7600 8G oder zur Intel Arc B580 12G.
RTX 3060: 8-nm-Produktion wird hochgefahren
Nvidia-CEO Jensen Huang hatte das Thema bereits auf der CES Anfang 2026 angesprochen. Er äußerte sich offen dazu, ältere Chip-Designs auf bewährten Fertigungsknoten erneut zu produzieren – und zeigte sich überraschend aufgeschlossen gegenüber der Idee. Die Gerüchteküche brodelte seither. Begünstigt wird der Schritt auch durch die Nintendo Switch 2 (Test): Deren SoC „T239” wird ebenfalls von Samsung in 8 nm für Nvidia produziert. Die Fertigung läuft also ohnehin – eine Kapazitätserweiterung für die RTX 3060 wäre damit vergleichsweise unkompliziert.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 12.03.2026
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