DLSS ist inzwischen eine bekannte Technik, mit der sich die Performance von Spielen verbessern lässt. Die KI erstellt Zwischen-Frames und sorgt somit für höhere FPS. Mit DLSS 5 geht Nvidia nun einen Schritt weiter und „verbessert“ auch den Look. Die Meinungen hierzu gehen jedoch stark auseinander.
Nvidia hat mit DLSS 5 die nächste Generation von Deep Learning Super Sampling vorgestellt. Die neue Generation soll ab Herbst 2026 verfügbar sein, wird aber High-End-Grafikkarten vorbehalten bleiben. Aktuell ist der Leistungshunger noch ziemlich hoch, die aktuelle Demo benötigt etwa zwei RTX 5090. Der Leistungshunger entsteht dabei durch neue Möglichkeiten, denn DLSS 5 skaliert nicht nur die Auflösung hoch und erstellt KI-Frames, sondern ergänzt die Technik noch um KI-generierte Beleuchtung.
DLSS 5 verpasst Spielen einen neuen KI-Look
Laut Nvidia soll DLSS 5 jedoch nicht an der Geometrie und den Texture rumspielen – Vergleiche zeigen allerdings einen extrem stark veränderten Look. DLSS 5 sorgt teilweise dafür, dass Charaktere in Spiele einen komplett neuen Look bekommen. Gesichter werden durch die KI an einen Durchschnitt der Gesichter in der Trainingsdatenbank angepasst – vor allem bei Frauen forciert DLSS 5 einen westlichen Schönheitsstandard. Die KI interpretiert zudem neue Falten, dichteres Haar oder breitere Kieferpartien.
Die Art Direction geht flöten
Auch zerstört die Technik laut verschiedenen Entwicklern die Art Direction. Sorgfältig ausgesuchte Farben, Kontraste und Lichtsetzungen werden durch die KI zerstört. In einem Beispiel aus The Elder Scrolls IV: Oblivion Remastered zerstört DLSS 5 etwa die Stimmung in ganzen Szenen. Die KI versucht, einen realistischeren Look zu erreichen, schmeißt aber die Kunst über Bord.
Meinung:Aus einer technischen Perspektive ist DLSS 5 ziemlich spannend – der Fortschritt ist geradezu erschreckend in diesem Bereich. Allerdings teile ich die Sorge, dass DLSS 5 die Kunst in Spielen zerstört. DLSS 5 zeigt ein fundamentales Unverständnis davon, wie Grafikstile und bestimmte Atmosphären in Spielen funktionieren. Entwickler investieren teilweise viel Zeit, stylistische Entscheidungen umzusetzen – dazu gehören Detailgrade, Lichtstimmungen, Farben, Landschaftsszenarien und auch Schattenspiele.
Die Art Direction ist nunmal Kunst und verfolgt keinen puren Realismus. DLSS 5 greift diese Kunst an und versucht, einen realistischen Einheitslook zu erschaffen, der nur einen Datenbank-Durchschnitt abbildet. Die Befürchtung: Zukünftige Spiele entwickeln sich zu einem einheitlichen AI-Slop ohne künstlerische Seele.
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Quellen:


