Nvidia hat im Rahmen der CES 2025 in Las Vegas die ersten Desktop-Grafikkarten auf Basis der Blackwell-Architektur vorgestellt. Neben der RTX 5090 und RTX 5080 wurden dabei auch die RTX 5070 und RTX 5070 Ti enthüllt. Besonders Letztere dürften für viele Gamer interessant sein, da sie eine Performance auf RTX 4090 Niveau bei halber Power mitbringen sollen – so Nvidia.
Schon vorab gab es einige Gerüchte und Leaks rund um die neuen GeForce RTX 5000 Grafikkarten. Auf der CES 2025 in Las Vegas wurden nun alle technischen Daten offiziell bekanntgegeben – ihr findet alle Details und Europreise zu den Blackwell-GPUs in der verlinkten News. Besonders spannend dürften dabei die angepeilten Preise von Nvidia (vermutlich ohne Steuer) sein:
- GeForce RTX 5090: 1.999 $
- GeForce RTX 5080: 999 $
- GeForce RTX 5070 Ti: 749 $
- GeForce RTX 5070: 549 $
Verfügbar sind die RTX 5090 und die RTX 5080 ab dem 30. Januar. Allerdings dürfen wir nicht mit einer breiten Verfügbarkeit rechnen, denn offenbar wurden die Händler nur mit geringen Stückzahlen beliefert. Auch MSI hat inzwischen eine eher knappe Versorgung bestätigt. Wer sich also für die beiden GPUs interessiert, wird zum Start vermutlich tiefer in die Tasche greifen müssen.
Riesige Blackwell-GPU mit GDDR7-Speicher
Doch was hat die RTX 5080 eigentlich technisch zu bieten? Zunächst einmal können wir direkt sagen, dass uns kein „riesiges“ Performance-Upgrade erwarten wird. Die RTX 5080 basiert auf dem GB203-Chip, der im Vollausbau über 10.752 Shader und 84 Streaming Multiprocessors (SM) verfügt. Damit bietet die RTX 5080 rund 1.024 Shader mehr als die RTX 4080 (Test).
Die Shader sollen wohl (dazu haben wir noch keine finalen Daten!) mit bis zu 3 GHz im Boost takten, womit sich eine theoretische Rechenleistung von 65 TFLOPs ergibt. Eine RTX 4090 mit 83 TFLOPs dürfte also nicht geschlagen werden – zumindest auf dem Papier. Zumindest mithilfe von DLSS 4 soll die Leistung in unterstützen Spiele an das Ex-Flaggschifff heranreichen. Ansonsten dürfte die Leistung nur knapp auf dem Niveau einer RTX 4080 Ti (Super) liegen.
Ein großer Fokus bei Nvidias-Keynote zur CES 2025 (hier weitere News) lag allerdings auch auf KI-Renderings und Technologien wie DLSS. Es ist also gut möglich, dass der Leistungssprung durch eine verbesserte Berechnung durch künstliche Intelligenz etwas stärker ausfällt. Weitere Eindrücke werden dann nur die ersten Tests enthüllen.

Dazu gibt es, wie auch beim Vorgänger, 16 GB Videospeicher mit einem 256-Bit-Interface, allerdings setzt Nvidia auf den neuen GDDR7-Standard und eine effektive Leistung von bis zu 30 Gigabit pro Sekunde. Das steigert die Speicherbandbreite auf 960 GB/s.
In ersten Benchmarks eher ernüchternd
Inzwischen sind auch die ersten unabhängigen Benchmarks online, in denen sich die RTX 5080 beweisen darf. Bei ComputerBase zeigt sich etwa, das die Leistung doch relativ ernüchternd ausfällt. In 4K ist die neue Grafikkarte etwa 12 % und in QHD sogar nur 9 % schneller als die RTX 4080 Super. Eine RTX 4090 ist im Schnitt noch über 20 % schneller in Spielen unterwegs. Mit DLSS 4 kann sich die RTX 5080 wiederum deutlich von der 4080 Super absetzen, aktuell wird der AI-Frame-Generation aber von kaum Spielen unterstützt.
GeForce RTX 5090: Das neue Flaggschiff
Als neues Zugtier hat Nvidia die RTX 5090 aus dem Sack gelassen, eine brachiale GPU mit GB202-Chip. Dieser verfügt über 170 SMs sowie 21.760 CUDA-Kerne (doppelt so viel gegenüber der 5080!) und wird von 32 GB GDDR7-Speicher mit 512-bit Interface begleitet.
GeForce RTX 5070 (Ti): Mit DLSS in Reichweite der RTX 4090?
Darüber hinaus hat Nvidia auch die GeForce RTX 5070 und RTX 5070 Ti vorgestellt. Während die neue Ti mit einem beschnittenen GB203-Chip mit 70 SMs und 8.960 CUDA-Kernen ausgestattet ist, erhält die 5070 eine GB205-GPU mit 48 SMs sowie 6.144 CUDA-Kernen. Dazu gibt es 16 GB GDDR7-Speicher mitsamt 192-bit Interface bei der RTX 5070 Ti, die Non-Ti erhält hingegen mit 12 GB GDDR7 und 192-bit Interface etwas weniger Speicherausstattung.
Effiziente Fertigung bei TSMC
Die Effizienz der Karten dürfte im Vergleich zur aktuellen Generation tatsächlich steigen. Hierfür sorgt das neue 4NP-Verfahren bei TSMC, das ebenfalls von Apple und AMD genutzt wird. Allerdings scheint der effektive Verbrauch nicht sonderlich zu sinken, denn mit einer TDP von 360 Watt benötigt die neue RTX 5080 z.B. mehr Strom als der Vorgänger.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 23.11.2024
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