Nachdem Sony vor einigen Monaten die PlayStation 5 Pro vorgestellt hat, gibt es derweil schon erste Informationen zur Playstation 6. Demnach wird die nächste Konsolen-Generation erneut mit einem Chip von AMD ausgestattet sein. Das bestätigt auch PS-Chefentwickler Mark Cerny. Doch was wissen wir noch zur nächsten Playstation?
Wann kommt die PS6 raus?
Natürlich war bereits klar, dass Sony intern an der PS6 arbeitet. Nach dem Release einer Konsole wird in der Regel direkt mit der Entwicklung des Nachfolgers begonnen. Laut dem bekannten Leaker Kepler L2 hat Sony den Release der Next Gen Konsole fest für das Jahr 2027 eingeplant. Durch die Speicherkrise ist es aber durchaus denkbar, dass Sony den Launch auf 2028 verschieben wird.
Wie viel wird die PS6 kosten?
Was die Konsole zum Start kosten wird, ist noch ziemlich unklar. Für die PS5 Pro wurden zum Start knapp 800 Euro aufgerufen, was schon happig für eine Konsole ist. Vermutlich wird die PS6 bei rund 599 Euro landen, was einem Preisanstieg von 50 Euro (verglichen zur erhöhten UVP der PS5) entsprechen würde.
Andere Gerüchte sprechen von einem Preis zwischen 549 und 699 Euro. Die PS6 wird außerdem nicht die erste Konsole der zehnten Konsolengeneration sein: Mit der Nintendo Switch 2 (Test) wurde bereits im Juni 2025 die nächste Generation eingeläutet.
Playstation 6: Sony setzt weiter auf AMD-Hardware
Quellen zufolge hat Sony bereits 2022 begonnen, die Zulieferer für die wichtigsten Komponenten der Playstation 6 auszuwählen. Schon länger ist klar, dass das Unternehmen wieder auf AMD-Hardware setzen wird. Damit bleibt Sony bei der bewährten Zusammenarbeit mit dem Halbleiterhersteller, der bereits die Prozessoren und Grafikeinheiten für die Playstation 4, Playstation 5 und die PS5 Pro geliefert hat. Die Zusammenarbeit soll laut PS-Chefentwickler Mark Cerny unter dem Begriff „Project Amethyst“ laufen – eine Anspielung auf die beiden Unternehmensfarben (Rot/Blau).
Custom-Chip für die PS6: „Magnus“-APU mit Zen 6 und RDNA 5
Explizit soll im Inneren der PS6 eine Custom-APU mit dem Codenamen „Magnus“ zum Einsatz kommen, bei der eine Zen 6-CPU mit einer modernen RDNA5-GPU kombiniert werden soll. Der Chip soll 280 mm2 messen und entweder bei TSMC oder bei Samsung entstehen. Während bei TSMC der N2-Prozessor zum Einsatz kommen könnte, wäre bei Samsung die SF2-Fertigung möglich. Für welchen Partner sich AMD entscheiden wird, hängt wohl stark von den verfügbaren Kapazitäten bei den jeweiligen Fertigern ab.
Die CPU scheint aus 8x Zen 6-Kernen und 2x Zen 6c-Kernen zusammenzusetzen, wobei ein Zen-6-Kern deaktiviert sein soll. Die kleinen Zen-6c-Kerne scheinen für das Betriebssystem reserviert zu sein; sie übernehmen etwa Hintergrundaufgaben während des Zockens. Zudem scheint die CPU 12 MB L3-Cache zu besitzen.
Die ersten Gerüchte gehen zudem davon aus, dass der Playstation 6 SoC über einen 3D-Cache verfügen wird, womit Sony die Technik des Ryzen 7 9800X3D übernehmen würde. Bei dieser Technik wird der L3-Cache gestapelt, wodurch der Speicher deutlich vergrößert werden kann. Der zusätzliche 3D-Cache sorgt in Spielen dann für deutlich mehr Leistung.
NPU: KI könnte NPCs menschlicher machen
Zudem könnte die CPU ebenfalls über eine NPU verfügen. Die technische Basis dafür wäre wahrscheinlich eine Next Gen XDNA NPU von AMD – XDNA2 kommt etwa bei den Ryzen AI 300 Mobile-Prozessoren und Strix Halo zum Einsatz. Die KI dürfte dann etwa für Gameplay-Elemente genutzt werden: KI-Gegner oder Begleiter könnten sich dadurch etwa menschlich verhalten und fühlen, was der Immersion zugutekommen könnte.
RDNA 5-GPU auf RTX 5080-Niveau samt neuen KI-Featuren
Als Grafikchip dient wohl eine RDNA 5-GPU, welche über 54 Compute-Units verfügen soll. Da RDNA5 im Vergleich zu älteren RDNA-Generationen die doppelte Shader-Anzahl pro CU bieten soll, würde das einem massiven Leistungssprung gleichkommen. Damit hätte die PS6-GPU 6.912 Shader.
Die Shader sollen dann mit 2,6 GHz bis 3 GHz takten, womit sich eine nominale Rechenleistung von 34 bis 40 TFLOPs ergeben würde. Die Rasterizing-Leistung würde im Vergleich zur Basis-PS5 um den Faktor 3 ansteigen; im Vergleich zur PS5 Pro verdoppelt sich die Leistung. Laut dem Leaker Moore’s Law is Dead soll die Raytracing-Leistung sogar um den Faktor 3 bis 6 ansteigen – diese Angabe sollte jedoch mit besonderer Vorsicht betrachtet werden.
KI-Upscaling für bessere Performance – 4K mit 120 FPS?
Auch bei der GPU dürfte KI eine große Rolle spielen: Mit Featuren wie Frame Generation und zukünftigen FSR-Generation kann die Gaming-Performance via KI-Upscaling-Techniken weiter verbessert werden. Die Playstation 5 nutzt bereits FSR-Techniken, während eine aktuellere Nintendo Switch 2 mit DLSS aufwarten kann.
Am Ende sollen die reine Rechenleistung, kombiniert mit KI-Techniken, dafür sorgen, dass die PS6 Spiele in 4K-Auflösung mit aktiviertem Raytracing mit bis zu 120 FPS abspielen kann. Allerdings steht es Entwicklern frei, wie sie die Hardware-Ressourcen nutzen. Somit ist es wahrscheinlich, dass wir 4K bei 120 FPS eher in AA- und Indie-Spielen sehen werden.
Mit 30 GB Arbeitsspeicher trotz Speicherkrise?
Dem Chip scheinen zudem 30 GB GDDR7-RAM zur Seite zu stehen, die über ein 160-Bit-Speicherinterface mit 640 GB/s angebunden sein sollen. Der Speicher wird dabei zwischen CPU und GPU geteilt. Ältere Gerüchte gingen von 24 GB Arbeitsspeicher aus.

Wird die Playstation 6 ein Laufwerk haben?
Vor allem steht die Frage im Raum, ob Sony mit der Playstation 6 einen „Digital-only“-Ansatz verfolgen wird. Zumindest wenn man den Aussagen von Ex-Playstation-Manager Shawn Layden (im Interview) glaubt, dann wird Sony auch weiterhin eine Variante mit Blu-Ray-Laufwerk anbieten.
Tom Henderson von Inside Gaming stützt die These und behauptet, Sony werde bei der Playstation 6 erneut ein modulares Konzept verfolgen. Heißt: Zum Verkaufsstarte wird es eine PS6 Digital und eine PS6 Disk-Version geben, wobei das Digital-Modell nachträglich um ein Laufwerk erweitert werden kann. Das gleiche Konzept wird bei der Playstation 5, Playstation 5 Slim und Playstation 5 Pro genutzt. Das Laufwerk hierfür schlägt mit knapp 80 Euro zu Buche.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 18.09.2024
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Quellen:





