RayNeo bringt pünktlich zur IFA 2026 in Berlin zwei vollkommen unterschiedliche Datenbrillen-Konzepte auf den Markt. Während die RayNeo iO als leichtes, bildschirmbasiertes KI-Wearable für den Alltag konzipiert ist, setzt die RayNeo GT-Serie als vollwertige AR-Brille auf maximale Displaydiagonale für Gaming und Medienkonsum.
RayNeo iO: Alltags-KI mit monochrome Waveguide-Display
Die RayNeo iO versteht sich als erschwingliche Alternative zu High-End-AR-Brillen wie der farbigen X3 Pro. Das Gerät wiegt lediglich 33 bis 37 Gramm und besteht aus einer robusten Magnesium-Aluminium-Legierung mit Titan-Elementen.
Beim Display vertraut der Hersteller auf ein binokulares, monochromes Wellenleiter-Panel (Firefly Nano Engine) in Grün. Dieses bietet 97 Prozent Transparenz und eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.300 Nits. Es dient als dezent schwebendes Heads-Up-Overlay für Benachrichtigungen, Live-Transkripte oder KI-Notizen.

Mit der „Ambient AI Productivity Suite“ nimmt die Brille auf Wunsch Besprechungen im Hintergrund auf, um Aufgaben zu extrahieren oder Kalendereinträge vorzuschlagen, die freihändig per Nicken bestätigt werden. Zudem stehen ein automatischer Teleprompter und eine Echtzeit-Sprachübersetzung bereit. Vier Mikrofone und ein VPU-Knochenleitungssensor sorgen für präzise Spracherfassung selbst in lauter Umgebung.
Auf eine Kamera und klassische Lautsprecher verzichtet RayNeo bei der iO ganz bewusst aus Datenschutzgründen und zum Schutz der Privatsphäre. Die Tonübertragung erfolgt ausschließlich per Knochenschall. Um gesetzlichen Vorgaben wie § 201 StGB zu entsprechen, signalisiert eine integrierte LED-Anzeige aktivierte Mikrofone oder Übersetzungstools.
Basisfunktionen laufen kostenfrei über RayNeo AI und Gemini 3.1 Flash Lite. Die Nutzung zusätzlicher Modelle wie ChatGPT 5.1, Claude oder DeepSeek erfordert ein optionales Abonnement für 9,99 US-Dollar pro Monat. Der 240-mAh-Akku soll eine Laufzeit von bis zu 48 Stunden garantieren. Zur weiteren Ausstattung gehören Bluetooth 5.4, ein physisches Drehrad (Smart Crown) sowie eine Apple MFi-Zertifizierung.
RayNeo GT-Serie: Virtueller Großbildschirm für Gaming und Medien
Mit der RayNeo GT-Serie richtet sich das Unternehmen an Filmfans und Gamer. Die AR-Brillen projizieren über ein Birdbath- bzw. Peacock-Optiksystem virtuelle Displays in den Raum. Das Standardmodell RayNeo GT wiegt 68 Gramm und erzeugt bei einem Sichtfeld von 46 Grad eine virtuelle Bildfläche von bis zu 231 Zoll. Das Topmodell RayNeo GT Max bringt 78 Gramm auf die Waage und bietet dank Peacock Optical Engine 3.0 Max ein Sichtfeld von 59 Grad sowie eine virtuelle Leinwand von bis zu 307 Zoll.
Beide Ausführungen nutzen Micro-OLED-Panels mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz, 1.200 Nits wahrgenommener Helligkeit und Unterstützung für Dolby Vision. Für den passenden Klang sorgen vier integrierte Lautsprecher, die in Kooperation mit Bang & Olufsen entwickelt wurden. Ein integrierter 3DoF-Chip erlaubt zudem räumliches Head-Tracking. Für ergonomischen Komfort wird die GT Max in drei festen Pupillendistanzen (Small, Medium, Large) sowie mit optionalen Sehstärken-Einsätzen angeboten.
Preis und Verfügbarkeit
Sämtliche Modelle der RayNeo iO sowie der GT-Serie sind seit dem 4. September 2026 erhältlich. Für die RayNeo iO wird ein Verkaufspreis zwischen 600 und 700 Euro erwartet, wobei Einführungsangebote zum Marktstart teils bei rund 500 Euro liegen. Die RayNeo GT wechselt für 339 Euro den Besitzer.
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