Bereits vor einigen Tagen haben wir darüber berichtet, dass Speicherchips immer teurer werden. Die steigenden Preise haben offenbar nicht nur Einfluss auf RAM- und SSD-Preise, sondern auch auf Grafikkarten. AMD könnte wohl die Preise für die aktuellen RX 9070 (XT)‑Modelle erhöhen.
Der Grund: Durch den KI-Boom wird der verwendete GDDR6-Videospeicher zur Mangelware, was für höhere Einkaufspreise sorgt. Die Preise für GDDR6 sollen in den vergangenen Monaten um 30 Prozent gestiegen sein, wobei auch HBM und GDDR7 (Nivida RTX 5000) betroffen sind.
RX 9070 XT: 20 US-Dollar mehr, im Januar folgt weitere Erhöhung
Laut einem Bericht von Tom’s Hardware, erhöht AMD die Preise für die aktuellen Radeon-Grafikkarten abhängig von ihrem Videospeicher. Modelle mit nur 8 GB Speicher, wie die RX 9060 XT 8G, werden demnach 10 US-Dollar teurer. GPUs mit 16 GB GDDR6-Videospeicher, kosten wiederum 20 US-Dollar mehr.
Die Preiserhöhung fällt damit noch relativ überschaubar aus, AMD könnte die Preise im Januar allerdings ein weiteres Mal anheben. Wann sich die erhöhten Einkaufspreise auf den Endkundenpreis auswirken, ist nicht klar. Je nach Lagerbestand bei den Händlern dürften die Preise noch innerhalb des Dezembers steigen. Es soll zudem nicht die erste Preiserhöhung sein, denn AMD soll bereits im Oktober die Einkaufspreise einiger Modelle angezogen haben.

Höhere Preise könnten AMD Marktanteile kosten
Fraglich ist außerdem, wie lange Nvidia-Grafikkarten von einem Preisanstieg verschont bleiben. Offenbar plant das Unternehmen, den Boardpartner nur noch GPU-Packages ohne GDDR7-Videospeicher zu liefern. Die verschiedenen Hersteller müssen sich somit selbstständig um die Beschaffung des VRAMs kümmern.
Kleinere Abnahmemengen, große Konkurrenten und ohnehin erhöhte Preise würden somit automatisch dafür sorgen, dass auch die RTX 5000 Grafikkarten teurer werden. Die Speicherkrise ist zudem ein Grund, weshalb uns zur CES 2026 doch keine RTX 5000 Super-Modelle erwarten. Auch AMDs Radeon RX 10000 Grafikkarten (UDNA/ RDNA5) sollen sich bis 2027 verzögern.
PC-Gaming: Nicht nur GPUs werden teurer
PC-Gaming wird allgemein immer teurer: Zwar haben CPUs derzeit (noch) ein stabiles Preis-Niveau. Mainboards, SSDs, Arbeitsspeicher und GPUs werden jedoch immer teurer. Die Preise für DDR5 haben sich zuletzt sogar verdoppelt – ein Upgrade älterer System wird damit immer unattraktiver. Die Preisanstiege fallen außerdem in eine Zeit, in der zusätzlich viele Windows-10-Systeme mit neuen PCs samt Windows 11 abgelöst werden müssen.
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Quellen:

