Kaum ist das Samsung Galaxy Z TriFold in den USA gestartet, häufen sich Berichte über Defekte am inneren Display. Noch handelt es sich nur um wenige Fälle, doch ausgerechnet das Kern-Feature scheint anfällig zu sein.
Ende 2025 brachte Samsung mit dem Galaxy Z TriFold sein erstes Smartphone mit zweifach faltbarem Innen-Display auf den Markt. Nach einem Start in China und Korea ist das Gerät seit dem 30. Januar 2026 auch in den USA erhältlich. In Deutschland wird das Modell offiziell nicht angeboten, was sich angesichts der aktuellen Berichte für manche als Glücksfall erweisen dürfte. Denn in mehreren Beiträgen auf Reddit schildern Nutzer teils gravierende Probleme mit dem rund zehn Zoll großen Innendisplay.
Ein Nutzer berichtet, dass der Bildschirm nach rund einem Monat Nutzung plötzlich grün aufgeleuchtet habe, bevor er komplett schwarz blieb. Zwar ließ sich das Gerät zunächst per Neustart wiederbeleben, doch der Fehler trat erneut auf. Das äußere Display funktionierte weiterhin, während der große Innenbildschirm nicht mehr reagierte.
Auffällig: Screenshots im aufgeklappten Zustand wurden laut Bericht nur mit 1.920 × 1.080 Pixeln gespeichert, statt mit der nativen Auflösung von 2.160 × 1.548 Pixeln. Das deutet darauf hin, dass das System das Panel zeitweise nicht korrekt erkannte.
Ein zweiter Nutzer schildert ein anderes Szenario. Zunächst registrierte das Display sogenannte Phantom-Touches, also Eingaben ohne tatsächliche Berührung. Am nächsten Morgen zeigte der Bildschirm nur noch ein weißes Bild und reagierte nicht mehr. Beide Besitzer betonen, ihre Geräte weder fallen gelassen noch anderweitig beschädigt zu haben.
Besonders kritisch: In mindestens einem Fall soll beim Faltvorgang ein leises Knacken zu hören gewesen sein. Zudem wurde von einer kleinen Blase unter der Glasbeschichtung berichtet. Solche Hinweise lassen Spekulationen über mechanische Spannungen oder Probleme im Bereich des Flexkabels aufkommen – bestätigt ist das allerdings nicht.
Offiziell hat sich Samsung bislang nicht geäußert. In einzelnen Fällen sollen betroffene Nutzer jedoch bereits eine Rückerstattung erhalten haben. Austauschgeräte scheinen derzeit nicht verfügbar zu sein, was angesichts einer offenbar limitierten Produktion wenig überrascht.
Dass es sich um ein Gerät der ersten Generation handelt, dürfte eine Rolle spielen. Zweifach faltbare Displays stellen hohe Anforderungen an Material, Scharniere und interne Verkabelung. Schon kleine Fertigungsabweichungen können hier gravierende Folgen haben.
Zum US-Start war das Galaxy Z TriFold nur wenige Minuten verfügbar. Bestellungen wurden teils automatisch storniert, kurz darauf meldete der Online-Store „ausverkauft“. Nachschub ist angekündigt, dürfte aber erneut schnell vergriffen sein.
Aktuell ist nur von einer Handvoll dokumentierter Fälle die Rede, möglicherweise weniger als fünf. Von einem flächendeckenden Problem zu sprechen, wäre daher verfrüht. Für ein rund 2.500 Euro teures Premium-Gerät ist selbst diese Zahl allerdings kein gutes Signal. Wer früh auf neue Formfaktoren setzt, kauft immer auch ein gewisses Risiko mit ein.
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Quellen:



