Zum Mobile World Congress 2026 hat Qualcomm die neue Wearable-Platform Snapdragon Wear Elite enthüllt. Sie dient als technische Basis für die Galaxy Watch 9 und Pixel Watch 5. Der Chip bietet deutlich mehr Leistung als sein Vorgänger und unterstützt moderne Funkstandards.
Mit dem Snapdragon Wear Elite stellt Qualcomm zum MWC 2026 eine neue Premium-Plattform für Wearables vor. Das 3-nm-SoC kombiniert erstmals eine dedizierte Hexagon-NPU mit einer zusätzlichen eNPU für besonders energieeffiziente KI-Aufgaben. Neben deutlichen Leistungssteigerungen verspricht der Hersteller vor allem längere Laufzeiten und eine deutlich breitere Konnektivität.
Geräte auf Basis der Plattform sollen in der zweiten Jahreshälfte erscheinen und nicht nur klassische Smartwatches umfassen, sondern auch neue Formfaktoren. Denkbar sind etwa KI-Gadgets wie der Humane AI Pin.
Dedizierte Hexagon-NPU: KI direkt auf dem Gerät
Erstmals integriert Qualcomm in einer Wearable-Plattform eine vollwertige Hexagon-NPU zusätzlich zur Low-Power-eNPU. Während die eNPU dauerhaft aktive Aufgaben wie Keyword-Erkennung oder Aktivitätstracking übernimmt, ist die Hexagon-NPU für anspruchsvollere KI-Workloads zuständig.
Laut Qualcomm unterstützt das System On-Device-Modelle mit bis zu 2 Milliarden Parametern, erreicht eine „Time to First Token“ von rund 0,2 Sekunden und verarbeitet bis zu 10 Tokens pro Sekunde. Typische Einsatzfelder sind:
- Textgenerierung und Zusammenfassungen
- Sprachassistenten mit lokaler Verarbeitung
- Computer Vision
- personalisierte KI-Agenten
- Health- und Fitness-Coaching
Durch die lokale Verarbeitung sollen Datenschutz, Reaktionsgeschwindigkeit und Energieeffizienz profitieren.

Deutlich mehr Leistung bei längerer Laufzeit
Auch CPU und GPU legen spürbar zu. Qualcomm spricht von einer bis zu 5× höheren Single-Thread-Performance der CPU sowie einer 7× gesteigerten maximalen GPU-Leistung. Letztere soll unter anderem 1080p bei 60 FPS ermöglichen – für Wearables ein ungewöhnlich hoher Wert, der neue Anwendungsfälle etwa bei Kamera- oder AR-nahen Szenarien eröffnet.
Gleichzeitig verspricht der Hersteller eine 30 % längere Nutzungsdauer (Days of Use) sowie schnelleres Aufladen (50 % in 10 Minuten). Möglich werden soll das durch die 3-nm-Fertigung sowie mehrere dedizierte Low-Power-Inseln für KI, Audio, Sensorik und Display.
„Hexa-Connectivity“: Von NB-NTN bis Bluetooth 6.0
Beim Thema Funk setzt Qualcomm auf eine besonders breite Ausstattung, die das Unternehmen als „Hexa-Connectivity“ bezeichnet. Unterstützt werden:
- 5G RedCap
- NB-NTN (Non-Terrestrial Networks)
- GNSS
- Ultra Wideband (UWB)
- Bluetooth 6.0
- Micro-Power-Wi-Fi (802.11ax)
Damit adressiert die Plattform sowohl klassische Smartwatch-Szenarien als auch stärker vernetzte Wearables mit direkter Satellitenanbindung oder präziser Nahbereichs-Ortung.
Mit dem Snapdragon Wear Elite verschiebt Qualcomm den Schwerpunkt in Richtung personalisierte, lokal laufende KI. Die Kombination aus dedizierter NPU, hoher Rechenleistung und breiter Funkunterstützung zielt auf eine neue Generation intelligenter Wearables ab. Entscheidend wird sein, wie schnell Hersteller die zusätzlichen KI-Funktionen in konkrete Anwendungen übersetzen. Die Hardware-Basis ist jedenfalls deutlich ambitionierter als bei früheren Wear-Generationen. Top-Smartwatches wie die kommende Google Pixel Watch 5 und Samsung Galaxy Watch 9 dürften davon spürbar profitieren.
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Quellen:- Qualcomm (Vorabinformationen)



