Zur CES im Januar stehen zahlreiche neue Notebook-Generationen an. Doch für Käufer dürfte der Jahresstart weniger erfreulich ausfallen, denn in der Branche wird mit spürbar höheren Preisen gerechnet. Vor allem steigende Kosten bei zentralen Bauteilen werden Hersteller zu deutlichen Aufschlägen gegenüber den Vorgängermodellen zwingen. Aber auch aktuelle Modelle werden teurer – unter anderem bei Dell.
Aufpreise durch teuren Arbeitsspeicher
Einer der größten Kostentreiber bleibt der Arbeitsspeicher. DDR5-RAM hat sich in den vergangenen Monaten massiv verteuert. Ein 32-GB-Kit kostet inzwischen über 240 Euro, also rund das Dreifache im Vergleich zu vor drei Monaten. Laut Berichten wird frühestens 2027 mit günstigeren Preisen wieder gerechnet. Aktuell wird die Nachfrage besonders von Unternehmen wie OpenAI für Künstliche Intelligenz weiterhin hochgehalten.
Mindestens 20 Prozent höhere Endpreise
Laut einem Bericht aus Korea kommen PC-Anbieter deshalb kaum um deutliche Preisaufschläge herum. Viele der Modelle, die 2026 erscheinen, sollen mindestens 20 Prozent über den Listenpreisen der Vorgängergeneration liegen. Neben dem RAM tragen auch SSDs, Prozessoren und Akkus ihren Teil dazu bei. Auch diese Komponenten sind in den vergangenen Monaten entsprechend teurer geworden.
Dell erhöht Preise bereits
In einer Mail an seine Go-to-Market-Vertriebsmitarbeiter schreibt Dell etwa, dass seine Preise um bis zu 30 Prozent erhöhen wird – mit sofortiger Wirkung. Der Preisanstieg gilt zunächst für Firmenkunden, für reguläre Kunden dürfte es aber ebenfalls schnell teurer werden. Folgende Preisanstiege liegen Business Insider vor:
- Desktops und Notebooks mit 32 GB DDR5: +130 bis 230 US-Dollar
- Desktops und Workstation mit 128 GB DDR5: +520 bis 765 US-Dollar
- Desktops und Notebooks mit 1 TB SSD-Speicher: +55 bis 135 US-Dollar
- KI-Notebooks mit Nvidia RTX Pro 5000 mit 24 GB: +530 US-Dollar
- KI-Notebooks mit Nvidia RTX Pro 500 mit 6 GB: +60 US-Dollar
HBM-Produktion verdrängt DDR5-Speicher
Die Lage verschärft sich durch strategische Produktionsentscheidungen der Speicherhersteller. Um die hohe Nachfrage nach High Bandwidth Memory für KI-Beschleuniger zu bedienen, wird Fertigungskapazität aus dem DDR5-Bereich abgezogen. Für klassische Notebook-Bauteile bleibt weniger übrig, was die Verfügbarkeit weiter einschränkt. Ähnlich sieht es bei SSDs aus: Notebook-Hersteller sollen aktuell nur begrenzte Stückzahlen bestellen können.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 04.12.2025
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