Der GameCube ist zurück! Also nicht ganz…denn Valve hat mit der neuen Steam Machinen einen neuen kompakten Gaming-PC im Kubus-Format angekündigt. Das System kommt 2026 auf den Markt und läuft wie das Steam Deck auf SteamOS.
Schon 2015 hatte Valve einen ersten Versuch gestartet, Steam in die heimischen Wohnzimmer zu bringen. Damals gelangte der Versuch jedoch nicht, was auch am damaligen Partner-Konzept lag. Mit der neuen Steam Machine geht das Unternehmen einen anderen Weg und entwickelt Hardware und Software selbst.
Was wird die Steam Machine kosten?
Die neue Steam Machine soll 2026 auf den Markt kommen, nur zum Preis hat sich Valve bisher nicht geäußert. Das Unternehmen hat lediglich bestätigt, dass sich der Preis an vergleichbaren Gaming-PCs orientieren wird. Eine Hardware-Subventionierung wie bei den Konsolenherstellern, wird es demnach nicht geben. Wer sich heute einen ähnlichen PC zusammenbauen würde, käme bei der verwendeten Hardware auf einen Preis von rund 681 Euro.
Der Preis für die Steam Machine könnte somit zwischen 650 und 700 Euro liegen. Der YouTuber Linus Tech Tips geht etwa von einem UVP-Preis von 699 US-Dollar aus, womit die Steam Machine etwa 50 US-Dollar günstiger wäre als die PS5 Pro. Zugegebenermaßen sind Preisspekulationen aktuell aber sehr schwierig, da durch die Speicherkrise sehr viel Bewegung am Markt ist. Die steigenden Preise könnten auch für den Valve-PC einen höheren Einführungspreis bedeuten.
Steam Machine: Kompakter PC-Würfel für das Wohnzimmer
Die Steam Machine soll wartungsarm sein und alle PC-Vorteile im kleinen Konsolen-Format bieten. Mit 152 x 162,4 x 156 Millimeter (etwa 4 Liter Volumen) ist das System äußerst kompakt und erinnert optisch ein wenig an die Xbox Series X. Besonders cool: Die Front lässt sich austauschen und DBrand hat bereits einen Skin gezeigt, mit dem sich die Steam Machine zum Companion Cube umwandeln lässt.

Steam Machine: Semi-Custom AMD-Chip mit Zen 4 und RDNA 3
Unter der Haube kommt ein Semi-Custom AMD-Chip zum Einsatz, der auf Zen 4 und RDNA 3 basiert. Explizit stehen hier sechs Kerne mit 12 Threads und 4,8 GHz sowie eine GPU mit 28 CUs und 2,45 GHz zur Verfügung. Die CPU dürfte technisch dem Ryzen 5 7600X entsprechen, die GPU eher einer beschnittenen Radeon RX 7600. Die GPU kann auf 8 GB GDDR6 zurückgreifen, die CPU auf 16 GB DDR5. Die TDP des Systems liegt im Bereich zwischen 110 Watt und 130 Watt. Beim Speicher kann man zwischen einer 512 GB und einer 2-TB-Version auswählen.
Anschlüsse & Konnektivität:
- 4x USB-A
- 1x USB 3.2 Gen 2 Typ-C
- 1x DisplayPort 1.4 (max. 8K bei 60 Hz)
- 1x HDMI 2.0 (max 4K mit 120 Hz)
- 1x LAN
- WiFi 6E + Bluetooth 5.3

4K-Gaming? Nicht mit dieser Hardware…
Die Leistung ist damit rund sechsmal so hoch wie die des Steam Decks, wobei die aktuellen Konsolen PS5 und Xbox Series X in Reichweite liegen dürften. Laut Valve soll dank FSR-Upsampling sogar 4K-Gaming bei 60 FPS möglich sein, wobei diese Abgabe doch etwas gewagt ist. In modernen AAA-Titeln ist das eher Wunschdenken – ältere Spiele oder kleinere Titel dürften wiederum möglich sein. Zudem unterstützt die RDNA-3-GPU lediglich FSR 3.1 statt FSR 4.
SteamOS übersetzt Windows-Games für Linux
Als Betriebssystem kommt natürlich SteamOS auf Basis von Linux zum Einsatz. Die Steam Machine startet direkt im Steam Big Picture Modus, womit ein gewisses Konsolen-Gefühlt entsteht. Titel, die nicht nativ auf Linux laufen, werden von SteamOS über Proton ausgeführt. Lediglich bei einigen Titeln, die auf ein Anti-Chear-System im Windows-Kernel zurückgreifen, kann es hier zu Problemen kommen. Bekannte Beispiele hierfür sind League of Legends und GTA 5 Online.
Beitrag erstmals veröffentlicht am 13.11.2025
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Quellen:


