Die Nintendo Switch 2 ist ein echter Verkaufsschlager und wurde in den ersten vier Monaten über 10 Millionen Mal verkauft, doch ausgerechnet die Komponenten im Inneren sorgen aktuell für Kopfschmerzen beim Unternehmen. Laut einem Bericht von Bloomberg sind vor allem die Kosten für DRAM und NAND-Speicher deutlich gestiegen. Das könnte sich auch auf den Verkaufspreis auswirken.
Erfolgsstart mit Rekordzahlen
Damit setzt Nintendo eine neue Bestmarke: Kein anderer Konsolen-Launch soll bislang so viele Verkäufe in so kurzer Zeit erreicht haben. Zum Vergleich: Sonys PlayStation 5 kam im ersten halben Jahr auf 7,8 Millionen verkaufte Konsolen. Ehrlicherweise ist die Playstation in der Phase aber auch kaum zu bekommen gewesen. Die Switch 2 profitiert dagegen von einer deutlich besseren Verfügbarkeit.
DRAM wird um 41 Prozent teurer
Hinter den Kulissen kippt die Stimmung aber gerade, weil zentrale Bauteile erheblich mehr kosten als zuvor. Die Switch 2 ist mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet. Genau dieser DRAM soll Nintendo aktuell im Einkauf rund 41 Prozent mehr kosten als noch vor drei Monaten. Auch der integrierte Massenspeicher wird teurer: Die Konsole setzt auf 256 Gigabyte NAND-Flash, dessen Preis laut Bloomberg um etwa 8 Prozent angezogen hat. Das trifft nicht nur die Switch 2 selbst, sondern auch weiteres Zubehör und Spiele.
Börse reagiert nervös auf steigende Produktionskosten
Die gestiegenen Einkaufspreise schlagen sich auch an der Börse nieder. Laut Bloomberg hat Nintendo seit Anfang Dezember rund 12 Milliarden Euro an Marktwert verloren. Der Aktienkurs ist auf den niedrigsten Stand seit der Einführung der Switch 2 gefallen. Der Grund dafür ist die sinkende Gewinnspanne der Konsole. Anleger fürchten, dass Nintendo entweder weniger an der Hardware verdient oder gezwungen ist, den Preis nach oben anzupassen. Letzteres wären schlechte Nachrichten für Konsumenten.
Nicht nur Nintendo Switch 2 könnte teurer werden
Selbst wenn der Listenpreis der Switch 2 vorerst unverändert bleibt, könnten Rabattaktionen seltener oder weniger großzügig ausfallen. Unterm Strich deutet aktuell vieles darauf hin, dass Speicherpreise in den nächsten Monaten zu einem spürbaren Kostentreiber bei Konsolen, Notebooks und Speicherzubehör werden.
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Quellen:

