Mit dem Poco F8 Ultra hat Poco Ende 2025 bereits ein überraschend starkes Flaggschiff abgeliefert, das im Test vor allem mit viel Leistung, guter Akkulaufzeit und dem Bose-Soundsystem überzeugen konnte. Auch der Preis war für das Gebotene ziemlich stark – schön waren die Zeiten vor der Speicherkrise. Nun zeigt das neue Poco F9 Ultra, dass auch die „Billig“-Marke von Xaomi ein Smartphone weit über 1.000 Euro anbieten kann.
Preisexplosion: Poco F9 Ultra startet regulär bei 1.099 Euro
Starten wir direkt mit dem Elefanten im Raum: dem Preis. Poco verabschiedet sich mit dem F9 Ultra endgültig von der günstigen Kategorie und bringt erstmals ein Smartphone auf den Markt, das bereits in der Basis-Version über 1.000 Euro kostet und somit sogar teurer ist als das Xiaomi 17 zum Start.
Das F9 Ultra startet mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher für 1.099,90 Euro, wobei zum Start ein Angebotspreis von 829,90 Euro lockt. Dennoch: Zum UVP-Preis bekommt man inzwischen schon ein iPhone 17 Pro. Das 512‑GB-Modell kostet regulär 1.199,90 Euro, aktuell jedoch „nur“ 999,90 Euro. Die 1‑TB-Version kostet wiederum 1.399,90 Euro und ist zum Start nicht weiter reduziert. Die Angebotspreis sind noch bis zum 21. September gültig.
Das Poco F9 Pro startet regulär bei 899,90 Euro mit 256 GB und 999,90 Euro mit 512 GB Speicher. Im Early-Bird-Zeitraum sinken die Preise auf 739,90 Euro beziehungsweise 799,90 Euro. Das F9 Ultra erscheint in Schwarz und Dark Cherry, beim F9 Pro stehen Weiß, Schwarz und Aurora Green zur Auswahl.
Ein 185 Hertz OLED-Display?
Die auffälligste Änderung gibt es direkt auf der Vorderseite. Das Poco F9 Ultra besitzt weiterhin ein 6,9 Zoll großes AMOLED-Display mit 2.608 × 1.200 Pixeln, erhöht die Bildwiederholrate gegenüber dem Vorgänger aber von 120 auf 185 Hz – das dürfte aber sicherlich nur beim Spielen zum Einsatz kommen. Das F9 Pro fällt mit 6,59 Zoll etwas kompakter aus und löst mit 2.510 × 1.156 Pixeln auf. Auch hier sind maximal 185 Hz möglich.

Bei der Helligkeit nennt Poco bis zu 4.500 Nits in bestimmten Szenarien. Für HDR-Inhalte sollen auf einem sehr kleinen Teil des Displays sogar bis zu 10.000 Nits möglich sein – das werden wir bald für euch testen. Zur weiteren Display-Ausstattung gehören Gorilla Glass 7i, Dolby Vision, HDR10+ sowie ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor.
Snapdragon 8 Elite Gen 5 bleibt an Bord
Beim Prozessor gibt es zumindest beim Ultra keinen Generationssprung. Wie schon im F8 Ultra arbeitet erneut der Snapdragon 8 Elite Gen 5 im Inneren. Beim F9 Pro kommt eine von Poco als „V Series“ bezeichnete Variante des Qualcomm-Chips zum Einsatz. Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um eine leicht übertaktete Version des SoC, ähnlich der „for Galaxy“-Version beim Samsung Galaxy S26 Ultra (Test). Das Ultra ist mit bis zu 16 GB RAM und erstmals bis zu 1 TB Speicher erhältlich.

Unterstützt wird der SoC von einem separaten VisionBoost D8 Chip, der unter anderem Frame Interpolation, Upscaling und HDR-Effekte beim Gaming übernehmen soll. In unterstützten Spielen sollen dadurch bis zu 185 FPS möglich sein, passend zur Bildrate des Displays. Mehr als 20 Titel unterstützen diese Bildrate laut Poco nativ, bei fünf weiteren Spielen wird sie über die sogenannte Smart Frame Rate erreicht. Zur weiteren Ausstattung gehören bei beiden Smartphones IP68, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC, eSIM-Unterstützung, USB 3.2 Gen 1 und HyperOS 3.
Akku wächst beim F9 Ultra auf 8.050 mAh
Einen deutlich größeren Sprung macht Poco beim Akku. Im F9 Ultra steckt nun ein 8.050 mAh Akku – der Vorgänger kam noch auf 6.500 mAh. Schon das F8 Ultra war in unserem Test ein echter Dauerläufer. Im PCMark Battery Test hielt es 17 Stunden und 29 Minuten durch, das neue Ultra steigert sich da auf 19 Stunden 27 Minuten – ein Plus von zwei Stunden.
Beim Laden bleibt alles beim Alten. Beide Modelle unterstützen bis zu 100 Watt über USB-C und 50 Watt kabellos. Zusätzlich lassen sich andere Geräte mit bis zu 27 Watt per Kabel beziehungsweise 22,5 Watt drahtlos laden.
Hauptkamera löst jetzt mit 200 Megapixeln auf
Auch bei der Kamera legt Poco nach. Sowohl das F9 Ultra als auch das F9 Pro bekommen eine neue Hauptkamera mit 200 Megapixeln und optischer Bildstabilisierung. Beim Ultra wird sie von einer 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und einer 50-Megapixel-Periskopkamera mit fünffachem optischen Zoom ergänzt. Damit bleibt das grundsätzliche Kamera-Konzept des Vorgängers erhalten. Beim F8 Ultra lösten noch alle drei rückseitigen Kameras mit jeweils 50 Megapixeln auf.

Interessant dürfte der Vergleich zu den aktuellen Flaggschiffen von Apple, Samsung, Honor und Co. sein. Immerhin bewegt sich Poco nun preislich in der Flaggschiff-Kategorie, womit sich das Smartphone deutlich stärkeren Konkurrenten stellen muss. Das Setup klingt zwar vielversprechend, hohe Zahlen sagen am Ende jedoch nichts über die tatsächliche Kameraqualität aus.
Das F9 Pro setzt ebenfalls auf die 200-Megapixel-Hauptkamera, kombiniert diese aber mit einer 50-Megapixel-Telekamera mit 2,5-fachem Zoom. Dazu kommt eine 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera. Auf der Vorderseite sitzt bei beiden Modellen eine 32-Megapixel-Selfiekamera.
Bose-Sound bleibt Teil der F-Serie
An der Zusammenarbeit mit Bose hält Poco ebenfalls fest. Im F9 Ultra sitzen erneut zwei Stereo-Lautsprecher und ein zusätzlicher Tieftöner, wodurch ein 2.1-Kanal-System entsteht. Das Konzept kennt man bereits vom Vorgänger. Beim F8 Ultra war „Sound by Bose“ tatsächlich mehr als nur ein Logo auf dem Gehäuse. Beim F9 Ultra kommt nun ein neuer Game Audio Mode hinzu, der Schritte in Spielen gezielt hervorheben soll. Das F9 Pro verzichtet hingegen auf den zusätzlichen Tieftöner.
Leuchtende Rückseite beim F9 Pro
Optisch unterscheiden sich beide Modelle ebenfalls etwas stärker voneinander. Das F9 Ultra besitzt auf der Rückseite ein kleines Lichtelement, das unter anderem bei Benachrichtigungen, Anrufen, Musik und Spielen reagieren kann. Beim F9 Pro gibt es mit Aurora Green dagegen eine Variante, deren komplette Rückseite nach vorheriger Lichteinstrahlung im Dunkeln leuchtet. Mit einem blauvioletten Laserpointer sollen sich sogar eigene Muster auf der Oberfläche erzeugen lassen.
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Quellen:- Xiaomi (Pressemitteilung)





