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Valve: Steam Machine kommt später und wird teurer

Upgrade-Möglichkeiten bestätigt

Der GameCube ist zurück! Also nicht ganz…denn Valve hat mit der neuen Steam Machine einen neuen kompakten Gaming-PC mit SteamOS im Kubus-Format angekündigt. Allerdings scheint sich der Release durch die Speicherkrise weiter zu verzögern.

Schon 2015 hatte Valve einen ersten Versuch gestartet, Steam in die heimischen Wohnzimmer zu bringen. Damals gelangte der Versuch jedoch nicht, was auch am damaligen Partner-Konzept lag. Mit der neuen Steam Machine geht das Unternehmen einen anderen Weg und entwickelt Hardware und Software selbst. 

Wann kommt die Steam Machine?

Die neue Steam Machine soll 2026 auf den Markt kommen, wobei Valve bisher keine genauen Angaben zum Release-Termin gemacht hat. In einem Blogeintrag bestätigt das Unternehmen, dass entsprechende Details eigentlich schon geteilt werden sollten, aufgrund der Speicherkrise aber zurückgehalten werden. Weiterhin möchte Valve den Launch-Zeitplan „überdenken“ – womöglich wird es also weitere Verzögerungen geben.

Neben weiteren Verzögerungen, scheint auch eine Preiserhöhung angedacht zu sein. Der Preis der Steam Machine könnte deutlich höher ausfallen als bisher gedacht – zeitweise waren bereits Preise um die 1.000 Euro im Gespräch.

Steam Machine: Kompakter PC-Würfel für das Wohnzimmer

Die Steam Machine soll wartungsarm sein und alle PC-Vorteile im kleinen Konsolen-Format bieten. Mit 152 x 162,4 x 156 Millimeter (etwa 4 Liter Volumen) ist das System äußerst kompakt und erinnert optisch ein wenig an die Xbox Series X. Besonders cool: Die Front lässt sich austauschen und DBrand hat bereits einen Skin gezeigt, mit dem sich die Steam Machine zum Companion Cube umwandeln lässt. 

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Bild: DBrand

Steam Machine: Semi-Custom AMD-Chip mit Zen 4 und RDNA 3

Unter der Haube kommt ein Semi-Custom AMD-Chip zum Einsatz, der auf Zen 4 und RDNA 3 basiert. Explizit stehen hier sechs Kerne mit 12 Threads und 4,8 GHz sowie eine GPU mit 28 CUs und 2,45 GHz zur Verfügung. Die CPU dürfte technisch dem Ryzen 5 7600X entsprechen, die GPU eher einer beschnittenen Radeon RX 7600.

Speicher und RAM sind erweiterbar

Die GPU kann auf 8 GB GDDR6 zurückgreifen, die CPU auf 16 GB DDR5. Der Arbeitsspeicher ist jedoch nicht verlötet und kann nachträglich erweitert werden. Die TDP des Systems liegt im Bereich zwischen 110 Watt und 130 Watt. Beim Speicher kann man zwischen einer 512 GB und einer 2-TB-Version auswählen. Auch hier setzt Valve auf einen Standard-M.2-Slot, sodass die SSD nachträglich getauscht werden kann.

Anschlüsse & Konnektivität:

Leider unterstützt die Steam Machine jedoch kein HDMI 2.1, sondern nur HDMI 2.0, womit die Videoausgabe auf 4K und 60 Hz begrenzt ist. Das liegt allerdings nicht an der Hardware, sondern am verantwortlichen HDMI-Forum. Die stellen sich in Sachen Open-Scource-Treiber für Linux weiterhin quer, weshalb der Mini-PC softwareseitig auf HDMI 2.0 beschränkt ist. Die Einschränkungen im Linux-Bereich gibt es bereits seit zwei Jahren – Kritik seitens AMD diesbezüglich gibt es schon seit Anfang 2024.

Laut Valve soll eine 4K-Ausgabe mit 120 Hz jedoch trotzdem möglich sein, wenn auch mit Einschränkungen. Möglich wird das durch Farbunterabtastung (Chroma Subsampling), eine Komprimierungstechnik.

steam machine anbschlüsse

4K-Gaming? Nicht mit dieser Hardware…

Die Leistung ist damit rund sechsmal so hoch wie die des Steam Decks, wobei die aktuellen Konsolen PS5 und Xbox Series X in Reichweite liegen dürften. Laut Valve soll dank FSR-Upsampling sogar 4K-Gaming bei 60 FPS möglich sein, wobei diese Abgabe doch etwas gewagt ist. In modernen AAA-Titeln ist das eher Wunschdenken – ältere Spiele oder kleinere Titel dürften wiederum möglich sein. Zudem unterstützt die RDNA-3-GPU lediglich FSR 3.1 statt FSR 4.

SteamOS übersetzt Windows-Games für Linux

Als Betriebssystem kommt natürlich SteamOS auf Basis von Linux zum Einsatz. Die Steam Machine startet direkt im Steam Big Picture Modus, womit ein gewisses Konsolen-Gefühlt entsteht. Titel, die nicht nativ auf Linux laufen, werden von SteamOS über Proton ausgeführt. Lediglich bei einigen Titeln, die auf ein Anti-Chear-System im Windows-Kernel zurückgreifen, kann es hier zu Problemen kommen. Bekannte Beispiele hierfür sind League of Legends und GTA 5 Online.

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Beitrag erstmals veröffentlicht am 13.11.2025

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Quellen:
Arian Krasniqi Profilbild Arian Krasniqi Redakteur

Seit 2021 schreibt er News und Artikel für Allround-PC und beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit verschiedenen Hardware-Komponenten. Bei APC ist er unter anderem Experte für Gehäuse, Luft- und Wasserkühlungen, bringt aber auch Expertise für CPUs und GPUs mit.

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