Google arbeitet aktuell daran, den Wechsel zwischen verschiedenen KI-Chatbots zu Gemini spürbar zu vereinfachen. Eine neue Importfunktion in Gemini erlaubt es, bestehende Erinnerungen und sogar komplette Chatverläufe aus anderen Diensten zu übernehmen. Nutzer sollen dadurch nicht mehr bei null anfangen müssen, wenn sie den Anbieter wechseln.
Erinnerungen aus anderen KIs übertragen
Im Alltag sammeln diese Chatbots über längere Zeit viele Informationen über ihre Nutzer. Dazu gehören Gewohnheiten, wiederkehrende Themen, Hobbys oder Vorlieben. Genau dieses Wissen geht bislang verloren, wenn man zu einer anderen KI wechselt. In den Einstellungen von Gemini findet sich eine neue Importoption, über die sich solche Informationen aus anderen Chatbots übertragen lassen. Der Ansatz ist vergleichsweise simpel: Nutzer geben ihrem bisherigen KI-Dienst eine spezielle Anweisung, um eine kompakte Zusammenfassung der gespeicherten „Erinnerungen“ zu erstellen. Diese wird anschließend in Gemini eingefügt und dort verarbeitet.
Gemini speichert die gesammelten Daten daraufhin nicht nur, sondern verarbeitet sie auch sofort und bezieht sie in künftige Antworten mit ein. Im Alltag dürfte das etwa bei personalisierten Empfehlungen oder wiederkehrenden Aufgaben einen Unterschied machen.
Ganze Konversationen von ChatGPT übernehmen
Über die reinen Erinnerungen hinaus unterstützt Google auch den Import ganzer Konversationen. Viele Chatbots bieten bereits Exportfunktionen an, mit denen sich Chats als Datei sichern lassen. Diese lassen sich anschließend bei Gemini hochladen. Dabei gibt es allerdings eine Größenbeschränkung: Die importierte Datei darf maximal 5 Gigabyte umfassen. Innerhalb dieser Grenze können Nutzer frühere Gespräche übernehmen und in Gemini weiterführen.

Chatbots belegen App-Charts
Der Schritt von Google kommt dabei nicht wirklich überraschend. Chatbots und insbesondere ChatGPT haben sich in den vergangenen Jahren zu den meistgenutzten Apps entwickelt. Da Gemini jedoch immer prominenter auch auf Android-Smartphones wird und bei vielen Herstellern, wie Samsung und dem Galaxy S26 Ultra (Test), eine zentrale Rolle im Nutzererlebnis einnimmt, ist es logisch, dass das Unternehmen die KI so weit wie möglich auf Nutzer zuschneiden möchte. Funktionen wie der nun geplante Datenimport könnten ein entscheidender Faktor sein, um Wechselhürden zu senken und neue Nutzer zu gewinnen.
Funktion in Deutschland aktuell noch nicht verfügbar
Wer die Funktion hierzulande ausprobieren möchte, muss sich allerdings noch gedulden. Aktuell ist der Import in Deutschland nicht verfügbar, auch wenn Google keine klare regionale Einschränkung kommuniziert. Selbst mit aktiver VPN wird einem in Gemini lediglich angezeigt, dass diese Funktion aktuell noch nicht verfügbar ist. Das dürfte sich in den kommenden Tagen beziehungsweise Wochen jedoch ändern.
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Quellen:


