WhatsApp ist wohl mit der am häufigsten genutzte Messenger in Europa, wenn nicht sogar weltweit. Entsprechend passiert es von Zeit zu Zeit, dass man Nachrichten von unbekannten Nummern erhält, die häufig mit angeblichen Gewinnen locken oder auch mit unbegründeter Erpressung drohen – kurz: Betrüger! Dagegen will WhatsApp nun mit einer neuen Funktion ankämpfen.
Meta, das Unternehmen hinter WhatsApp, hat Betrügern jetzt den Kampf angesagt und führt eine neue Funktion ein, die Nutzer vor solchen Leuten schützen soll. So erhaltet ihr künftig eine Sicherheitsübersicht, wenn ihr von unbekannten Kontakten zu einer neuen WhatsApp-Gruppe hinzugefügt werdet.
Scams in Gruppen- und Einzelchats verhindern
Die Übersicht zeigt Informationen wie etwa, von wem man hinzugefügt wurde, ob sich möglicherweise gespeicherte Kontakte unter den Mitgliedern befinden und wann die Gruppe erstellt wurde. Darüber hinaus gibt sie auch Tipps zum Schutz, warnt vor Betrügern und informiert darüber, wie man einstellen kann, wer einen zu Gruppen hinzufügen darf.

Auch bei Einzelchats arbeitet WhatsApp an neuen Warnhinweisen. Wenn man eine Unterhaltung mit jemandem beginnt, der nicht im eigenen Adressbuch gespeichert ist, sollen zusätzliche Informationen dabei helfen, den Kontakt besser einzuordnen und potenziellen Betrug frühzeitig zu erkennen.
Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen
Laut WhatsApp stammen viele Betrugsversuche aus sogenannten Scam-Zentren, die meist in Südostasien von kriminellen Gruppen betrieben werden. Die Kontaktaufnahme beginnt oft per SMS oder auf Dating-Plattformen, wechselt dann zu sozialen Netzwerken oder Messenger-Diensten und endet schließlich bei Zahlungsdiensten oder Krypto-Plattformen.
In einem konkreten Fall gelang es WhatsApp, Meta und OpenA eine organisierte Betrugsaktion aus Kambodscha zu stoppen. Die Täter nutzten unter anderem ChatGPT, um automatisch generierte Nachrichten zu erstellen. Darin wurden Nutzer über einen Link zu einem WhatsApp-Chat geleitet, später folgten Anweisungen über Telegram. Das Ziel: Vertrauen aufbauen und letztlich Zahlungen auf ein Krypto-Konto erzwingen.
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Quellen:

