Das chinesische Unternehmen Dreame, das eigentlich für seine Produkte aus dem Reinigungsmarkt bekannt ist, hat überraschenderweise angekündigt, in die Automobilbranche vorzustoßen. Damit tritt der Saugroboterhersteller in die Fußstapfen des Elektronikgiganten Xiaomi.
Vom Saugroboter- zum E-Auto-Hersteller?
Die Pläne reichen laut Unternehmensangaben bis in die Gründungsphase von Dreame zurück und sind nicht als Reaktion auf aktuelle Trends zu verstehen. Mit der Gründung eines speziellen Teams für die Entwicklung von Fahrzeugen möchte man neue Maßstäbe setzen und etwa das weltweit schnellste Serienauto entwickeln. Als entscheidende Vorteile werden die starke Lieferkette für Elektrofahrzeuge in China sowie das etablierte Netzwerk im Elektrosektor genannt.
Dreame hat ambitionierte Ziele
Berichten zufolge könnte das erste Modell, ein elektrisches Hypercar, bereits 2027 auf den Markt kommen. Es soll mit etablierten Hochleistungsmodellen wie dem Bugatti Veyron konkurrieren. Allerdings liegt der aktuelle Geschwindigkeitsrekord bei Fahrzeugen wie dem Bugatti Chiron Super Sport 300+ bei etwa 490 km/h. Die Ziele bei Dreame sind demnach relativ hoch gesetzt.
Start-up-Unternehmen im Hintergrund?
Hinter den Kulissen könnte ein im Januar 2025 in Shanghai gegründetes Start-up eine zentrale Rolle spielen. Das Start-up verfügt über ein Stammkapital von rund einer Milliarde Yuan (etwa 120 Millionen Euro), wobei 80 Prozent der Anteile dem Dreame-Gründer Yu Hao gehören. Das erste Projekt soll ein elektrischer SUV sein, der derzeit in der Entwicklungsphase ist.
Die Fertigstellung einer Produktionsstätte ist für das erste Quartal 2026 geplant, mit Serienstart 2027. Auffällig ist der geplante Fokus auf internationale Märkte statt des heimischen Absatzmarkts in China, was durch entsprechende Stellenanzeigen untermauert wird. Ob jedoch eine direkte Verbindung zwischen dem Start-up und dem Vorhaben von Dreame besteht, bleibt vorerst offen.
Pläne sind noch offen
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Pläne für ein Elektrofahrzeug von Dreame in den kommenden Monaten konkretisieren. Chancen auf dem Markt hätte der Saugroboter-Hersteller durchaus, meiner Meinung nach. Gleichzeitig erhöht ein solcher Schritt den Druck auf deutsche Hersteller und auch auf Giganten wie Tesla, die hierzulande derzeit mit Absatzproblemen zu kämpfen haben.
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Quellen:

