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Xiaomi bringt in China smarte Siebträgermaschine mit Mahlwerk und Milchsystem für rund 650 Euro

Das Produktportfolio wächst!

Xiaomi bietet inzwischen längst nicht mehr nur Smartphones, Tablets und Smart-Home-Produkte an. Besonders in China ist das Sortiment des Herstellers deutlich größer und umfasst unter anderem zahlreiche Haushaltsgeräte. Jetzt kommt mit der Mijia Smart Italian Semi-Automatic Coffee Maker Pro eine neue Siebträgermaschine hinzu, die einige Funktionen eines Kaffeevollautomaten übernimmt.

Integriertes Mahlwerk dosiert den Kaffee

Die Maschine setzt auf ein relativ schlichtes, silbernes Gehäuse und besitzt auf der Oberseite einen Behälter für die Kaffeebohnen. Anders als bei den günstigeren Kapselmaschinen von Xiaomi wird der Kaffee hier frisch aus ganzen Bohnen zubereitet. Dafür sind sowohl ein Mahlwerk als auch ein automatisches Milchsystem direkt integriert.

Das Mahlwerk übernimmt nicht nur das Mahlen der Bohnen, sondern kann die benötigte Kaffeemenge laut Xiaomi auf bis zu 0,1 Gramm genau dosieren. Eine zusätzliche Waage dürfte damit zumindest für diesen Schritt nicht notwendig sein. Ein Antistatik-System auf Plasma-Basis soll zudem verhindern, dass sich das feine Kaffeepulver elektrisch auflädt und anschließend im Mahlwerk oder rund um den Bohnenbehälter hängen bleibt.

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Bild: Xiaomi

Für die eigentliche Kaffeezubereitung verbaut Xiaomi gleich zwei Pumpen und zwei separate Heizblöcke. Dadurch kann die Maschine beispielsweise einen Espresso zubereiten und gleichzeitig die Milch für einen Cappuccino aufschäumen. Bei einfacheren Siebträgermaschinen müssen beide Vorgänge teilweise nacheinander erfolgen, da zunächst zwischen der benötigten Temperatur für Kaffee und Dampf gewechselt werden muss. Die Maschine kommt dabei auf eine Leistungsaufnahme von bis zu 2.200 Watt. Für den nötigen Druck sorgt eine ULKA-Pumpe mit maximal 19 bar.

Fünf Sensoren überwachen die Temperatur

Damit der Kaffee nicht bei jeder Tasse unterschiedlich ausfällt, überwachen fünf Temperatursensoren unter anderem die Temperatur am Brühkopf. Zusätzlich kommt eine sogenannte PID-Regelung zum Einsatz. Vereinfacht gesagt versucht die Maschine damit, die eingestellte Wassertemperatur während der Zubereitung möglichst konstant zu halten.

Xiaomi trennt außerdem die Leitungen für heißes und kaltes Wasser voneinander. Dadurch soll die Maschine neben klassischen Heißgetränken auch kalt extrahierten Kaffee zubereiten können, ohne dass dafür erst das komplette System heruntergekühlt werden muss.

Milchschaum funktioniert auch mit Pflanzenmilch

Deutlich komfortabler als bei einer klassischen Siebträgermaschine fällt die Milchzubereitung aus. Das Aufschäumen übernimmt die Mijia Pro auf Wunsch automatisch. Insgesamt lassen sich fünf verschiedene Milcharten einstellen, wobei neben Kuhmilch auch verschiedene pflanzliche Alternativen unterstützt werden. Wer mehr selbst einstellen möchte, kann insgesamt neun Parameter verändern. Dazu gehören unter anderem der Mahlgrad und die gewünschte Milchtemperatur. Alternativ lässt sich ein großer Teil der Zubereitung über die Xiaomi-Home-App steuern.

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Bild: Xiaomi

Xiaomi verlangt umgerechnet rund 650 Euro

Die Xiaomi Mijia Smart Italian Semi-Automatic Coffee Maker Pro kostet in China 4.999 Yuan, was umgerechnet derzeit rund 650 Euro entspricht. Falls der Siebträger auch nach Deutschland kommen sollte, dürfte der Preis allerdings deutlich höher ausfallen. Wir rechnen hier eher mit Preisen um die 1.000 Euro, da vergleichbare Produkte ebenfalls im vierstelligen Bereich anzutreffen sind.

Einen Marktstart in Deutschland oder anderen europäischen Ländern hat Xiaomi bislang nicht angekündigt. Hierzulande bietet das Unternehmen aktuell nur die Xiaomi Semi-Automatic Espresso Machine an, bei der es sich um eine kompakte Espresse-Maschine für 89,99 (hier kaufen) handelt.

Verfügbare Alternative: Sage The Barista Express für 489 Euro

Interessant ist ebenfalls, was es alternativ in Deutschland in diesem Preisbereich gibt. Für 489 Euro bekommt ihr etwa eine Sage The Barista Express, welche über 16 Mahlgradeinstellungen verfügt. Das integrierte Mahlwerk verarbeitet laut Tests Kaffeebohnen schnell, homogen und benutzerfreundlich direkt in den Siebträger. Neben dem unkomplizierten Aufbau und der pflegeleichten Edelstahl-Verarbeitung überzeugen die individuell programmierbare Wassertemperatur sowie die Bezugszeit, die bei richtiger Abstimmung einen vollmundigen und aromatischen Espresso liefern. Zudem liegt das komplette Zubehör wie Tamper, Kännchen und Filter dem Lieferumfang bereits bei.

Möchte man die Espressomaschine kaufen, müssen jedoch einige Kompromisse in Kauf genommen werden: Die Milchschaumdüse ist vergleichsweise schwach, erzeugt zu dünnen Schaum und neigt zu Kondenswasserbildung. Der recht kleine Siebträger fasst maximal 14 Gramm Mahlgut, was das Glattstreichen bei doppeltem Espresso erschwert. Die Abstimmung des Mahlgrads erfordert bei der Ersteinrichtung viel Geduld. Zudem fehlen Speicherplätze für unterschiedliche Bohnensorten sowie etwas Eigengewicht, wodurch das Gerät beim Einspannen leicht verrutscht.

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Beitrag erstmals veröffentlicht am 21.09.2026

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Quellen:
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Max Jambor @ Allround-PC Max Jambor Redakteur

Als angehender Technikjournalist, ist er hauptsächlich für die Bereiche Mobile und Wearables zuständig und kümmert sich um News sowie Testberichte von Smartphones, Tablets, Smartwatches und Kopfhörern. In seiner Freizeit verfolgt er die neuesten Entwicklungen im Bereich Consumer Electronics und Künstlicher Intelligenz. Wenn er mal nicht am PC sitzt, trifft man ihn im Fitnessstudio, auf Reisen oder beim Feiern mit Freunden.

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