Xiaomi bringt mit dem Robot Vacuum 6 Max einen ziemlich umfangreich ausgestatteten Saug- und Wischroboter nach Europa. In Deutschland ist das Modell inzwischen bei ersten Händlern aufgetaucht und kombiniert 35.000 Pa Saugleistung mit einer selbstreinigenden Wischwalze, drei Kameras und einem ungewöhnlichen Klettermechanismus. Günstig wird das Ganze allerdings nicht.
Wischwalze wird direkt während der Reinigung gewaschen
Interessant ist vor allem das neue Wischsystem. Statt ausschließlich auf rotierende Wischmopps zu setzen, verbaut Xiaomi eine große Wischwalze, die über 16 Wasserauslässe konstant befeuchtet wird. Während der Fahrt wird die Walze gleichzeitig abgestreift und gereinigt, damit aufgenommener Schmutz nicht einfach weiter über den Boden verteilt wird.
Zusätzlich sitzt an einer Ecke ein kleiner ausfahrbarer Wischmopp. Auch die Seitenbürste sowie die Wischwalze können sich seitlich ausfahren, wodurch der Roboter näher an Wände, Ecken und Möbelbeine kommen soll. Bürste, Wischwalze und Eckmopp lassen sich außerdem getrennt anheben. Erkennt der Roboter beispielsweise eine Flüssigkeit, wird die Hauptbürste angehoben und die Saugeinheit abgeschaltet. Bei trockenem Schmutz fährt dagegen die Wischwalze nach oben. Dadurch lassen sich Saugen und Wischen voneinander trennen.
Stärkste Saugkraft in einem Xiaomi-Saugroboter
Beim Saugen stehen maximal 35.000 Pa zur Verfügung. Laut Xiaomi handelt es sich damit um den bislang stärksten Saugroboter des Herstellers. Haare sollen durch eine Hauptbürste mit integrierten Schneidklingen sowie eine spezielle Anti-Tangle-Seitenbürste weniger schnell für Probleme sorgen.
Mechanische Beine sollen bis zu 6 cm hohe Schwellen schaffen
Ziemlich ungewöhnlich fällt auch das Fahrwerk aus. Xiaomi verbaut zwei kleine mechanische Beine, mit denen der Robot Vacuum 6 Max einzelne Stufen und Türschwellen von bis zu 6 cm Höhe überwinden können soll. Dazu kommt ein versenkbarer LiDAR-Turm. Normalerweise stehen die Sensoren bei vielen Saugrobotern ein Stück aus dem Gehäuse heraus und verhindern damit die Fahrt unter besonders niedrige Möbel. Beim Robot Vacuum 6 Max kann der LiDAR-Sensor automatisch eingefahren werden. Dadurch soll das Modell noch unter Möbel mit lediglich 9,3 cm Bodenfreiheit kommen.

Drei Kameras erkennen Kabel, Möbel und sogar Flecken
Für die Hinderniserkennung setzt Xiaomi zusätzlich auf drei Kameras. Das System soll insgesamt 327 unterschiedliche Gegenstände und Verschmutzungen erkennen können. Dazu zählen 200 Hindernistypen, 80 Arten von Möbeln und 47 verschiedene Flecken. Selbst Kopfhörerkabel mit nur 3 mm Durchmesser sollen erkannt werden.

Erkennt er trockene Partikel, kann die Saugleistung automatisch erhöht werden. Bei Flüssigkeiten wischt der Roboter die Stelle zunächst, fährt anschließend zur Station zurück, reinigt dort die Wischwalze und startet danach einen zweiten Durchgang. Mischungen aus Flüssigkeit und festen Bestandteilen werden dagegen umfahren, damit diese nicht über den Boden verteilt werden. Gleichzeitig erscheint eine entsprechende Meldung in der Xiaomi Home App.
Station wäscht mit bis zu 85 °C heißem Wasser
Nach der Reinigung landet der Robot Vacuum 6 Max in seiner Omni Station. Dort wird die Wischwalze laut Xiaomi mit bis zu 85 °C heißem Wasser gewaschen und anschließend mit mehr als 50 °C warmer Luft getrocknet. Für die Wassertemperatur stehen vier Stufen zur Auswahl, die Trocknungsdauer lässt sich in drei Modi einstellen.
Auch den Staubbehälter leert die Station automatisch. Xiaomi spricht von bis zu 75 Tagen, bevor der eingesetzte Staubbeutel gewechselt werden muss. Dieser Wert basiert allerdings auf einem internen Test in einer 120 m² großen Wohnung mit drei Personen und einem Haustier. In der Praxis dürfte das entsprechend stark vom Haushalt und der Reinigungsfrequenz abhängen.
Bei Drittanbietern bereits für über 100 Euro gelistet
Einen offiziellen Deutschland-Launch samt UVP hat Xiaomi bislang nicht angekündigt. Bei Alza wird der Robot Vacuum 6 Max allerdings bereits für 1.179 Euro gelistet, während Galaxus stolze 1.299 Euro verlangt. Dort soll die Auslieferung aktuell zwischen dem 23. und 29. September erfolgen.
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Quellen:

