Test: Dicota MultiPro Tasche + Tracer

Geschrieben von Luca Höveler am 28.08.2014.

notebooktasche beispiel

Wer hat es nicht schon einmal beobachtet oder gar erlebt. Der Geschäftsmann sitzt im Taxi, vergisst im Stress seine Notebooktasche auf der Rückbank und schon ist sie weg. Umso schlimmer ist es jedoch, wenn Mitmenschen mit böser Absicht das Hab und Gut sogar stehlen. Dicota stattet sein aktuelles Sortiment nun mit einem Ortungs-Feature aus. Wie gut das System funktioniert, lest ihr hier.

 

Design & Verarbeitung

Zur schwarzen Notebook-Tasche können wir durchaus sagen, dass diese mit ihrer Qualität überzeugt. Unser Testexemplar Dicota Multi Pro misst 45,5x 13 x 32 cm und bietet Platz für ein Notebook im 15,6-Zoll-Format sowie einige weitere Geräte. Neben zahlreichen Fächern, welche sich mit Klettverschlüssen öffnen lassen, finden wir ganze vier Taschen von klein bis groß, wo ein hochwertiger Reißverschluss zum Einsatz kommt. Auch innerhalb der Fächer finden wir zahlreiche Polsterungen, iPad- und Smartphone-Halter sowie Aufbewahrungsnetze und Anti-Rutschbeschichtungen vor. Das Designteam hat hier also auch in Punkto Qualität ganze Arbeit geleistet.

Dicota Top Traveller PRODicota Top Traveller PRO - Geöffnet 

GSM-Ortung des „Tracers“

In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Unternehmen LostnFound AG präsentiert Dicota nun „Trace your bag“. Damit ist ein optionales Ortungsgerät gemeint, welches ausgewählten Zubehörprodukten beigelegt wird und per GSM geortet werden kann. GSM wird aus dem Grund verwendet, da das Gerät – im Gegensatz zu herkömmlichen GPS-Sendern – selbst in geschlossenen Räumen geortet werden kann. Es handelt sich sozusagen um eine SIM-Karte, die in einem grünen Ortungsgerät platz findet und via Smartphone-Applikation durch das Mobilfunknetz zu orten ist. Zum Lokalisieren des Tracers nutzt die Anwendung die Karten des amerikanischen Unternehmens MapQuest. Die App „Trace your Bag“ ist sowohl in Apples AppStore als auch im PlayStore von Google unter dem Schlagwort „Dicota“ zu finden. Das Gerät, welches in jedem Produkt der „Trace your bag“-Serie enthalten ist, misst 10 x 5 x 1 cm und wiegt dabei gerade einmal 50 g. Eingenäht ist das Tracking-Device leider nicht, was der Hersteller mit der vielfältigen Nutzung sowie dem Aufladen des Akkus rechtfertigt. Dieser muss somit alle sechs Monate aufgeladen werden.

Trace Your Bag - Interface   Trace Your Bag - Anmeldung

Sobald die Registrierung abgeschlossen ist, kann der grüne Kunststoffbarren in 140 Ländern kostenlos genutzt werden und bis auf eine Positionsgenauigkeit von 200-2000 m geortet werden. In unserem Test erweist sich dies als abhängig vom GSM-Signal im Umfeld der Tasche. GPS scheint hier eine wesentlich genauere Lösung bieten zu können, der hohe Stromverbrauch spricht jedoch deutlich für die Verwendung von GSM-Technologie. Ein negativer Kritikpunkt ist jedoch, dass die kostenfreie Nutzung lediglich drei Monate nach der Registrierung andauert, danach werden für den Ortungsservice etwa 5-10 Euro im Monat berechnet, was vom Zeitpunkt der Verlängerung abhängig ist.

 

Trace Your Bag - KarteTrace Your Bag - Verlauf

 

Fazit

Dicota wirbt lediglich mit dem Tracking von verlorenen Gepäckstücken, doch auch gestohlene Gegenstände können somit natürlich aufgespürt werden. Wäre das knallgrüne Ortungsgerät nun etwas weniger auffällig und in einer speziellen Innentasche zu verstauen, könnten sicherlich auch hier einige Fälle aufgeklärt werden. Doch auch so ist der GSM-Sender sicherlich nicht gleich zu finden und bietet zumindest eine Hoffnung im Falle eines Diebstahls. Allerdings wird der Ortungsdienst nach drei Monaten kostenpflichtig. Die Tasche selbst überzeugt jedoch auf ganzer Linie. Hier haben wir nichts zu bemängeln, denn sowohl Design, Funktionalität sowie Qualität stimmen mit unseren Ansprüchen überein. 95 Euro UVP erscheinen uns aufgrund dieser Tatsachen als nachvollziehbar, ein Schnäppchen ist die Multi Pro-Tasche samt Tracer jedoch nicht.

Pro

  • Qualität
  • Design
  • Ortungskonzept

Contra

  • Ortungsgerät sehr auffällig
  • Ortung nur drei Monate kostenlos

 

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Luca Höveler

Luca Höveler

...ist nun seit vier Jahren als Redakteur auf ehrenamtlicher Basis bei Allround-PC.com tätig und studiert Technisches Management und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit zahlreichen Sportarten, wobei das Schwimmen unter besonderem Fokus steht.

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