Test: Schenker XMG A505 Gaming-Notebook

Gaming-Notebook der Mittelklasse

Geschrieben von Robin Cromberg am 03.06.2015.

xmg-schenker-logo

Schenker Technologies ist für seine High-End Notebooks bekannt, die Marke XMG deckt das Gaming-Segment mit leistungsstarken Gaming-Geräten ab. Das Schenker XMG Advanced A505 siedelt sich im Mittelklasse-Bereich an und, ist mit starker Hardware von NVIDIA und Intel sowie ausreichend Speicherplatz durch eine SSD-HDD-Kombination für hitzige Gefechte unterwegs und zuhause ausgerüstet. Was das Schenker XMG A505 leistet und ob Gamer auf ihre Kosten kommen, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Technische Daten

BetriebssystemWindows 8.1
ProzessorIntel Core i7-4720HQ; 2,60 – 3,60GHz; 6 MB
GrafikNVIDIA GeForce GTX 960M 2.048 MB GDDR5
Arbeitsspeicher8 GB
Speicher250 GB M.2 SSD (Crucial MX200)
1.000 GB SATA-III HDD (WD Blue)
KonnektivitätWLAN 802.11a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0, Ethernet LAN
LaufwerkDVD SATA Multinorm Brenner Ultra-Slim
Akku62 Wh Lithium-Ionen, ca. 4 – 5 Stunden bei geringer Last
Displaydiagonale15,6 Zoll
AuflösungFull HD (1.920 x 1.080) Non-Glare IPS
Kamera2,0 Megapixel
Abmessungen385 x 268 x 28,5 mm (B x T x H)
Gewicht2,55 kg
AnschlüsseLAN, USB 3.0 (x4), Mini-DisplayPort 1.2, HDMI, VGA, Kopfhörerausgang, Mikrofoneingang, S/PDIF 3,5mm (optischer Audioausgang), Kartenleser
Preis1.330,00 Euro

Lieferumfang

  • Schenker XMG A505
  • Ladegerät
  • Schutzhülle
  • XMG-Schlüsselband
  • XMG-Aufkleber
  • Mikrofasertuch

Design & Eigenschaften

Das Schenker XMG A505 outet sich nicht durch auffällige Farben und Formen als Gaming-Notebook, sondern setzt auf Schwarz und Grautöne. Mit den Maßen 385 x 268 x 28,5 mm (B x T x H) fällt das A505 nicht außerordentlich schlank aus, was allerdings darauf zurückzuführen ist, dass die Hardware im Inneren ihren Platz benötigt. Mit rund 2,55 Kilo ist das A505 nicht allzu schwer, so kann es ohne Probleme mit auf LAN-Parties genommen werden. Die Rückseite des Bildschirms ist mit einer Softtouch-Oberfläche versehen, auf der mittig das XMG-Logo sitzt. Eine ähnliche Beschichtung wurde auch auf der Auflagefläche rund um die Tastatur angebracht, sodass die Handballen stets auf der weichen Kunststoffoberfläche aufliegen. Aus Kunststoff ist im Übrigen das gesamte Gehäuse gefertigt, wodurch das XMG A505 insgesamt nicht besonders stabil wirkt. Besonders bei genauerer Betrachtung des Bildschirms fällt dies negativ auf, da sich dieser leicht verbiegen und durchdrücken lässt. Das entspiegelte 15,6-Zoll-IPS-Display wird durch einen rund zwei Zentimeter breiten Rand eingerahmt, dieser verfügt über kleine Gummidämpfer, damit beim Zuklappen keine Kratzer entstehen. Direkt über dem Display sitzt mittig die 2-MP-Kamera samt Mikrofon.

XMG A505 geschlossen XMG A505 unten

 

Das Cover des XMG A505 ist mit einer Softtouch-Beschichtung versehen, wirkt allerdings ein wenig unstabil

Das Display besitzt eine sehr hohe Blickwinkelstabilität und lässt sich zudem recht weit zurückklappen. In Kombination mit dem entspiegelten IPS-Panel trotzt das Schenker XMG A505 somit auch schlechtesten Sichtverhältnissen sowie unebenen Untergründen. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Bildpunkte (Full HD), und auch Helligkeit und Farbdarstellung fallen zufriedenstellend aus.

XMG A505 offen XMG A505 Anschlüsse rechts

 

Das entspiegelte Full-HD-Display besitzt eine hohe Blickwinkelstabilität

Zwischen Bildschirm und Tastenfeld befinden sich zwei große Lautsprecher, direkt darunter ist der weiß beleuchtete Power-Button anzutreffen. Die Tastatur entspricht dem üblichen Standard, auch ein Num-Block ist mit an Bord. Sämtliche Tasten werden von darunter gelegenen, weißen LEDs in Szene gesetzt, die Tastenkappen selbst sind jedoch lediglich weiß beschriftet und werden nicht ausgeleuchtet. Der Bereich unterhalb des Tastenfeldes fällt besonders groß aus, hier befindet sich ein ebenfalls recht großes Touchpad mit zwei Tasten und einem Fingerabdruck-Sensor. Die Verarbeitung des XMG A505 ist ordentlich gelungen, hier hat Schenker saubere Arbeit geleistet. Allerdings ist die Softtouch-Oberfläche, die bei der Auflagefläche rund um Tastatur und Touchpad verwendet wurde, besonders anfällig für Fingerabdrücke, wodurch sehr schnell unschöne Flecken entstehen.

XMG A505 Anschlüsse links XMG A505 Anschlüsse hinten

 

Einige Kabelanschlüsse hat Schenker auf die Rückseite des A505 verlegt, wo sie vor Blicken verborgen sind

Die Anschlüsse des Schenker XMG A505 befinden sich, anders als bei den meisten Notebooks, nicht nur zur Linken und Rechten, sondern auch auf der Rückseite des A505. Hier hat XMG den Stromanschluss, Mini-DisplayPort, HDMI und einen USB-3.0-Anschluss versteckt, sodass diese recht häufig verwendeten Kabel nicht unschön seitlich aus dem Notebook ragen, sondern vom Bildschirm verdeckt werden. Die weiteren Anschlüsse, darunter LAN, DVI, weitere USB-3.0-Slots und ein Kartenleser, befinden sich wie gehabt auf der linken und rechten Seite des XMG A505.

Bedienung

XMG A505 Touchpad

 

Neben einem Touchpad mit zwei Maustasten verfügt das XMG A505 auch über einen Fingerabdruck-Sensor

Zur Bedienung stehen uns neben dem Tastenfeld mit seinen flachen Tastenkappen auch ein Touchpad zur Verfügung. Dieses lässt dank Multitouch-Unterstützung auch Gestensteuerung zu, so können wir beim Wischen mit zwei Fingern scrollen, oder durch Zusammenführen unserer Finger zoomen. Das Touchfeld selbst lässt sich nicht herunter drücken, dafür stehen zwei vom restlichen Pad getrennte Tasten parat. Zwischen diesen befindet sich ein Fingerabdruck-Sensor, mit dem wir das XMG A505 zusätzlich vor Fremdzugriffen schützen können.

Hardware & Leistung

Das Schenker XMG A505 ist mit einer NVIDIA GeForce GTX 960M sowie einem Intel Core i7-4720HQ ausgestattet, dessen Basistakt bei 2,60 GHz liegt, im Turbo-Modus taktet der Vierkerner mit bis zu 3,60 GHz. Der Arbeitsspeicher wird mit 8 Gigabyte bemessen, außerdem steht uns ein HDD-Speicher von einem Terabyte zur Verfügung, unterstützt von einer M.2-SSD mit weiteren 250 GB. Die Hardware des Mittelklasse-Notebooks fällt insgesamt zwar solide, aber nicht bahnbrechend aus.

















Wir haben mit Leistungseinbrüchen bei den anspruchsvolleren Benchmarks gerechnet, doch eine unschöne Überraschung bot sich bereits bei der Vorbereitung dieser Benchmarks: Schon beim einfachen Surfen oder Downloads meldeten sich die Lüfter des XMG A505 lautstark zu Wort, kurz darauf stieg auch die Temperatur des Gaming-Notebooks merklich an. Allerdings beschränkt sich diese Wärmeentwicklung größtenteils auf den Bereich oberhalb der Tastatur, die Handballenauflage erwärmt sich nicht im störenden Maße. Im Gaming-Test konnte sich das A505 bei mehreren Testdurchläufen mit Battlefield 4 und Crysis 3 bei unterschiedlichen Einstellungen gut behaupten. Bei maximalen Details und vierfacher Kantenglättung lief Battlefield 4 mit 32 fps flüssig und auch Crysis 3 ließ sich mit rund 22 fps noch gut spielen. Wer auf Kantenglättung verzichten kann, erlebt Battlefield 4 in Ultra-Einstellungen sogar bei 43 fps. Unterwegs solltet ihr mit dem XMG A505 allerdings lieber zu weniger hardwarehungrigen Titeln greifen, oder die Einstellungen stark herunterschrauben: Im Akkubetrieb weicht die flüssige Schlachtfeldatmosphäre in beiden Spielen einer Diashow, weder Crysis 3 noch Battlefield 4 lassen sich so auf maximalen Einstellungen wirklich spielen. Die Akkulaufzeit hingegen fällt ordentlich aus, bei geringer Last konnten wir im Akkubetrieb noch rund 4 Stunden mit dem A505 arbeiten, und auch unter Vollast hielt das XMG A505 noch mehr als eine Stunde durch.

XMG A505 geschlossen Rückseite XMG A505 offen Rückseite

 

Die Gaming-Leistung des 15-Zöllers lässt sich sehen – zumindest bis es vom Strom getrennt wird

Schenker hat dem XMG A505 das Killer WLAN-Modul 1525 spendiert, welches unter anderem über die „Advanced Stream Detect“-Technologie verfügt. Diese ermittelt alle aktiven Streaming-Prozesse, und weist jedem von ihnen eine optimale Priorität zu. So können mehrere Prozesse mit hoher Bandbreitenauslastung parallel ausgeführt werden, ohne merkliche Einbußen in der Übertragungsrate hinnehmen zu müssen, beispielsweise wirkt sich ein Musik-Stream in höchster Qualität per Spotify nur unwesentlich auf die Verbindungsqualität beim Online-Gaming aus. Alternativ können die Prioritäten auch manuell im Killer Network Manager angepasst werden.

Fazit

XMG A505

Das Schenker XMG Advanced A505 ist im Mittelklasse-Bereich angesiedelt, meistert jedoch anspruchsvolle Titel wie Battlefield 4 und Crysis 3 bei maximalen Details und vierfacher Kantenglättung überraschend gut, mit Framerates im 30er-Bereich. Leider nimmt die Framerate deutlich ab, sobald das A505 vom Stromnetz getrennt wird – trotz Höchstleistungs-Modus. Wer auf dem Weg zur nächsten LAN sein Netztteil vergisst, schaut also in die Röhre – oder eher den Pixelbrei, da die Einstellungen für ein flüssiges Spielerlebnis teilweise stark heruntergeschraubt werden müssen. Auch die Lautstärke und Temperatur fiel uns im Test mehrfach negativ auf, teilweise sogar schon beim einfachen Surfen. Das Display des XMG A505 ist sehr gelungen, Farbdarstellung, Helligkeit und Bildschärfe fallen außerordentlich zufriedenstellend aus, außerdem punktet das IPS-Panel mit einer hohen Blickwinkelstabilität und lässt sich angenehm weit zurück klappen. Allerdings lässt sich das gesamte Cover zu leicht verbiegen und durchdrücken, was einen weniger hochwertigen Eindruck hinterlässt. An den Seiten befindet sich ein üppiges Aufgebot an Anschlüssen, von denen einige zudem auf der Rückseite gelegen und die meisten Kabel außerhalb unseres Sichtfeldes gehalten sind.
Der Preis von 1.330 Euro fällt trotz anständiger Leistung und gutem Display recht hoch aus.

ProContra
  • Display…
  • …wirkt instabil
  • Leistung im Netzbetrieb
  • Größe & Gewicht
  • Anschlüsse
  • sehr laut
  • Leistungseinbrüche im Akkubetrieb

 

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Robin Cromberg

Robin Cromberg

... studiert Asienwissenschaften an der Universität Bonn und ist als Redakteur hauptsächlich für das Ressort der Gaming-Peripherie von Allround-PC.com zuständig. Zwischen Roundup-Tests zu neuesten Gaming-Tastaturen und Co. testet er für APC außerdem Smartphones, Notebooks oder Gadgets wie Bluetooth-Speaker.

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