Test: The Elder Scrolls V – Skyrim im Test

Geschrieben von Luca Höveler am 27.12.2011.

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Jeder, der einen Teil der Elder Scrolls Reihe gespielt hat, wird den hohen „Suchtfaktor“ kennen, den die Rollenspiele ausstrahlen. Wie es sich mit dem neuesten Prachtstück aus dem Hause Bethesda verhält, lesen Sie auf den folgenden Seiten.





The Elder Scrolls V – Skyrim ist sowohl für XBOX 360, Playstation 3 als auch für den PC erhältlich. Wir haben die PC-Version für euch getestet. Dies ist vor allem in Hinblick auf den Lieferumfang zu beachten.

Empfohlene Systemvoraussetzungen

  • Windows 7/Vista/XP PC (32 oder 64 bit)
  • Prozessor: Quadcore Intel oder AMD CPU
  • 4 GB System RAM
  • 6 GB freier HDD Speicherplatz
  • DirectX 9.0c kompatible NVIDIA oder AMD ATI Grafikkarte mit 1 GB RAM
  • (Nvidia GeForce GTX 260 oder höher; ATI Radeon 4890 oder höher)
  • DirectX kompatible Soundkarte
  • Internetverbindung zur Aktivierung über Steam

 

Minimale PC Systemvoraussetzungen

  • Windows 7/Vista/XP PC (32 oder 64 bit)
  • Prozessor: Dual Core 2.0GHz oder vergleichbarer Prozessor
  • 2 GB System RAM
  • 6 GB freier HDD Speicherplatz
  • Direct X 9.0c konforme Grafikkarte mit 512 MB RAM
  • DirectX kompatible Soundkarte
  • Internetverbindung zur Aktivierung über Steam

 

Lieferumfang

  • DVD mit Wendecover
  • Featured Music Selections-CD
  • Himmelsrand-Karte aus Leinen
  • Gebrauchsanweisung

 


Gameplay

Tamriel, einer der sechs Kontinente des Planeten Nirn, wird von Drachen heimgesucht. Da diese seit Ewigkeiten nicht mehr aktiv waren, sind die Gegenmittel der Bevölkerung Himmelsrands (engl. Skyrim)  entsprechend gering. Die Provinz birgt jede Menge verschiedene Rassen, welche über diverse Qualitäten verfügen. Ist der Charakter einmal gewählt und das Aussehen individuell konfiguriert, können die ersten Missionen beginnen. Nach der Tötung des Drachen „Mirmulnir“ wird nun klar: Der Spieler ist ein sogenanntes Drachenblut, wird vom Jarl persönlich rekrutiert und auf weitere Quests geschickt. Daher bietet sich dem Spieler eine nahezu gigantische Vielfalt an Hauptquests an, welche zwar aufeinander aufbauen, jedoch nicht zwingend gemeistert werden müssen.  Das bloße Erforschen der Landschaft, Erleben der Abenteuer, die vielseitigen Gespräche mit den Bürgern und die damit verbundenen Nebenquests sorgen für reichlich Abwechslung. Laut Gerüchten zufolge sind 300 Spielstunden garantiert.

Jede entdeckte Stadt wird auf der Karte gespeichert und kann als schnelles Ziel erreicht werden. Unbekannte Orte, unter die auch die zahlreichen Höhlen, Mammutherden oder Lager fallen, müssen jedoch auf eigene Faust in der Kutsche, mit dem Pferd oder per pedes entdeckt werden. Doch dies lässt keinesfalls Langeweile aufkommen. Auch die Tatsache, dass es womöglich Stunden braucht, um einmal vom Westen in den Osten zu gelangen, ist keinesfalls ein Kritikpunkt. Denn auf dem Weg zwischen A und B lässt sich einiges entdecken und zahlreiche Jäger, Zauberer, Orks, Riesen, Tiere und vieles mehr zur Strecke bringen. Sind die Gegner einmal bezwungen, können Sie nach altbewährtem Prinzip ausgeraubt werden. Die gesammelten Goldstücke, Rüstungsteile, Zaubertränke und Waffen werden dann im Inventar gesammelt. Natürlich können die Gegner mit den entsprechenden Fähigkeiten des eigenen Charakters auch vorher schon bestohlen werden. Das Menü weist im Spiel allerdings noch drei weitere Punkte auf: Das Magiemenü besteht beispielsweise aus einer Auflistung bereits erlernter Zauber und Drachenschreie, aber auch die momentanen Krankheiten und Effekte werden hier angezeigt. Der Hauptzweig „Fertigkeiten“ stellt die zahlreichen Talente dar, welche nach Rangaufstieg „hochgeskilled“ werden können. Es stehen 36 Möglichkeiten zur Verfügung, den Charakter individuell auszubilden. Da jedoch im ganzen Spiel aufgrund der 80 Level nur ebenso viele Talente einsetzbar sind, ist Obacht geboten, keines zu vergeuden.

Eine weiteres Feature, welches uns regelrecht das Staunen ins Gesicht zauberte, war die Möglichkeit, mit nahezu jedem Bürger Himmelsrands ins Gespräch zu kommen. Jeder Mensch, ganz egal ob Tavernenwirt, Jägerin oder Schuljunge,  hat dem Spieler etwas zu sagen und hin und wieder sogar eine echte Lebensweisheit mit auf den Weg zu geben. Dies hat für uns etwas Persönliches, wie wir es in kaum einem anderen Spiel wiederfinden. Die Antworten kann der Spieler natürlich selbst wählen, die Zügel werden dem Charakter somit nicht direkt in die Hand gelegt: Mitdenken ist angesagt. Nach kurzer Zeit entwickelt nahezu jeder großes Interesse für den Verlauf der Geschichte und fängt sogar den ein oder anderen Streit, vielleicht aber auch eine neue Freundschaft an.
Natürlich kommt unser Testbericht nicht ansatzweise an die gesamte Auflistung der Möglichkeiten im Spiel heran, wir hoffen jedoch, euch einen kleinen Einblick in das Gameplay gewährt zu haben.

Grafik & Sound

Gerade in diesem Punkt hat sich einiges im Vergleich zu den Vorgängern getan. Vor allem zum vierten Teil der Spielserie – Oblivion – besteht der größte Unterschied darin, dass die Darstellungen detailgetreuer sind, was besonders am eigenen Charakter sowie an den Drachen zu bemerken ist. Die Spielwelt wirkt ein wenig dunkler, nahezu farblos. Dies ist jedoch keinesfalls von Nachteil, da das Zeitalter und die Story somit noch authentischer rüberkommen als auf „der grünen Wiese mit blauem Himmel“. Womit wir nun beim Kriterium Himmel wären: Der Himmel ist bei TES nie zuvor derart realistisch und detailliert dargestellt worden. Sonne und Mond wirken beinahe echt und auch die Wolken, welche wetterabhängig sind, stoßen auf großes Aufsehen unsererseits. Sowohl die abwechslungsreichsten Landschaften als auch die diversen Wetterumstände sind gut umgesetzt. Jedoch könnte die Ego-Perspektive unseres Erachtens verbessert werden, da hier die Waffen nicht ansatzweise so gut aussehen wie beispielsweise im Inventarmenü.

Gerade bei einem Game mit einer derart riesigen Welt ist es nahezu unmöglich, kleinere Grafikfehler zu vermeiden. Leider kommen diese im Laufe des Spiels immer häufiger vor, sodass beispielsweise ein temporär unsichtbares Mammut dementsprechend härter zu treffen ist. Ebenfalls öfter aufgetreten ist die Fehldarstellung von unsichtbaren Körperteilen, welche beim längeren Durchstreifen der Landschaft ohne Oberkörper einen eher unrealistischen Eindruck machten. Auch Räume oder Unterwasserlandschaften sind teilweise mit einem grünen Film  überzogen. Doch in Anbetracht der Landschaftsgröße von Himmelsrand ist die Präsenz von kleineren Fehlern irgendwo verständlich. Auf der anderen Seite sind wir der Meinung, dass der Käufer ein fehlerfreies Computerspiel erwarten darf. Um diesen Minuspunkt kommen die Jungs von Bethesda also nicht herum.

Natürlich wird das Potenzial, über welches dieses Spiel verfügt, erst durch einen passenden Soundtrack voll ausgeschöpft. Der amerikanische Komponist Jeremy Soule hat hier wieder einmal ganze Arbeit geleistet: Die Musik ist meist ruhig und spannungsvoll und garantiert ein emotionsvolles Entdecken von Himmlesrand. Doch im Kampf kommen gerne auch einmal kräftige Männerchöre zum Einsatz, welche ergänzt durch Trommeln und Pauken für den ein- oder anderen Adrenalinschub sorgen. Hier können wir ein großes Lob aussprechen, denn die Musik wird niemals nervig und es ist wahrlich ein Genuss, den Stücken im Hintergrund zu lauschen. Natürlich sind Umgebungsgeräusche nicht weniger wichtig und in diesem Fall sogar ebenso gut umgesetzt. Ob ein angreifender Wolf, ein wieherndes Pferd oder gar das höhendefinierte Klingen zweier Schwerter: Bei einem guten Soundsystem oder Headset kommen die akustischen Effekte besser rüber denn je zuvor.

Fazit

Bethesda sorgt mit „The Elder Scrolls V – Skyrim“ für einen wahren Paukenschlag. Das RPG macht großen Spaß und wird aufgrund der enormen Freiheit im Spiel mit Sicherheit für mehrere Monate interessant sein. Für jeden Gamertypen ist etwas dabei, denn sowohl Mittelalter-Fans als auch Gemetzel-Liebhaber und Grafikenthusiasten kommen auf ihre Kosten. Wir können das Spiel selbst für Gamer empfehlen, die mit der Fantasy-Materie bisher noch nicht vertraut sind, oder gar eine Abneigung haben. Nach den ersten Spielstunden wird nahezu jeder in den „magischen Bann“ gezogen, der von diesem erstklassigen Spiel ausgeht. Einzig die Grafikfehler ab und an sorgen für ein paar Haare in der ansonsten so köstlichen Suppe.

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Pro

  • Questvielfalt
  • Raumweite
  • Spielfreiheit
  • Landschaftsdarstellung

Contra

  • Grafikfehler

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Luca Höveler

Luca Höveler

...ist nun seit vier Jahren als Redakteur auf ehrenamtlicher Basis bei Allround-PC.com tätig und studiert Technisches Management und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit zahlreichen Sportarten, wobei das Schwimmen unter besonderem Fokus steht.

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