Test: Enermax mit neuem Low-Budget-Case Ostrog

Geschrieben von Luca Höveler am 30.07.2012.

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Das Ostrog soll laut Enermax eine wahre Festung für kostbare Hardware sein. Das Case soll sowohl mit seinem Komfort, Design und Funktionsumfang als auch mit seinem Preis beeindrucken. Ob die Ingenieure des taiwanesischen Herstellers gute Arbeit geleistet haben, lesen Sie auf der folgenden Seite dieses Artikels.


 

Technische Details

MaterialStahl, Kunststoff
Maße (T x B x H) in mm480 x 200 x 460
Laufwerksschächte 5,25″4x
Laufwerksschächte 3,5″1x extern, 5x intern
FormfaktorATX, mATX
I-/O-Panel1x USB 3.0, 3x USB 2.0, HD/AC’97 Audio
Lüfter, optional (vorinstalliert)1x 12 cm Front, 2x 12/14 cm Seite, 2x 12/14 cm Top, 1x 12 cm Boden (1x 12 cm Rückseite)
maximale VGA-Länge413 mm (286 mit installiertem HDD-Käfig)
maximale CPU-Kühler-Höhe174 mm (150 mm mit installierten Seitenlüftern)
Erweiterungsslots7x
Wasserkühlung-Unterstützung2 Öffnungen

 

 

Lieferumfang

  • Ostrog
  • Schrauben
  • Gebrauchsanweisung
  • Kabelbinder
  • Klettkabelbinder
  • Laufwerksschienen

 

IMG_3154 - Kopie

 

 

Design, Verarbeitung & Innenraum

Das Gehäuse bietet von vorne herein eine Besonderheit: Der – bei unserem Testmodell weiß lackierte – Mesh-Rahmen im Frontbereich lässt sich außerdem noch in schwarzer oder gar roter Lackierung bestellen, wobei Letzteres ein Privileg für Alternate-Kunden ist. Das Chassis des Ostrog bleibt jedoch bei allen Modellen gleich. Die Frontseite besteht vollständig aus Kunststoff, wird jedoch durch den farbigen Mesh-Rahmen ein wenig abgerundet und wirkt dadurch sehr modern. Hier befinden sich vier ODD-Slots sowie einer für Laufwerke im 3,5″-Format. Außerdem hat der Hersteller im oberen Bereich den Schriftzug aufdrucken und im unteren Areal den Produktnamen sogar prägen lassen. Im vorderen Bereich des Deckels befindet sich das I-/O-Panel, welches die üblichen Audio-Buchsen und Power-Buttons aufweist, zudem allerdings auch über drei USB 2.0- sowie einen USB 3.0-Anschluss verfügt.

Die Seitenteile wirken eher unspektakulär, lassen sich via zweier Thumb-Screws schnell öffnen, wobei die linke Seite sogar über einen Zugmechanismus verfügt. Dieser Seite wurde außerdem eine optionaler Platz für zwei 12-cm-Lüfter spendiert. Wessen Hardware dies nicht genügt, dem steht sogar ein Einbau zweier 14-cm-Lüfter im Rahmen des Möglichen. Ein vorinstallierter Lüfter befindet sich bereits auf der Rückseite des Ostrog: Dieser sollte mit seinen 120 mm Kantenlänge für Einsteiger ausreichend Luft aus dem Hardwarekäfig pusten. Darüber befinden sich die beiden Ausgänge für eine potenzielle Wasserkühlung, darunter findet der Anwender die Slotblenden der Erweiterungskarten. Diese lassen sich jedoch lediglich herausbrechen, was aufgrund der Kosten grundsätzlich nachzuvollziehen ist. Sind diese jedoch einmal herausgebrochen lassen sie sich nicht erneut einsetzen und der Slot bleibt geöffnet. Der Hersteller liefert zwar eine einzige Blende mit, diese entfacht bei ständigem Hardwarewechsel jedoch keinen großen Nutzen. Positiv anzumerken ist jedoch, dass sich auch in diesem Bereich keinerlei scharfe Kanten finden lassen, wie sie so oft bei günstigen Gehäusen der Fall sind.

 

 

Innenraum & Installation

Der schwarze Inneraum knüpft erfolgreich an das obige Ergebnis an und weist ebenfalls keinerlei scharfe Kanten sowie unsaubere Stellen auf. Auf der Suche nach kleinen Extras werden wir gleich auf der Unterseite des Miditowers fündig: Der auf Gummifüßen stehende Ostrog verfügt über einen herausnehmbaren Staubfilter, der das Eindringen von Staubpartikeln unter dem Netzteil verhindert. Dieses ist zudem auf eigenen Gummierungen auf dem Gehäuseboden gelagert, sodass es keine Vibrationen auf das Case übertragen kann. Ebenfalls als positiv zu bewerten ist, dass das Low-Budget-Case ein Kabelmanagement ermöglicht, wodurch die Staubproduktion ebenfalls gehemmt werden kann. Große Aussparungen sind ebenfalls für den Einbau des CPU-Kühlers vorhanden.

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Schauen wir uns den vorderen Bereich an, so fällt uns die besonders intelligente Lösung des herausnehmbaren HDD-Käfigs auf: Dieser lässt sich via einer einzigen Thumbscrew zu einem Part von drei Plätzen herausnehmen, zwei weitere 3,5″-Laufwerksschächte bleiben im Gehäuse somit stets enthalten. Durch Herausnahme des Käfigs, können selbst überlange VGAs bis zu einer Länge von 413 mm installiert werden. SSDs lassen sich natürlich auch im unteren Teil mittels Adapter einbauen. Darüber befinden sich vier werkzeuglose ODD-Bays, außerdem lässt sich hier auch das 3,5″-Laufwerk werkzeuglos installieren.

 

 

 

 

Fazit

Das Preis-/Leistungsverhältnis des Ostrog aus dem Hause Enermax ist ausgezeichnet: Die Kompatibilität von SSDs, USB-3.0 sowie langen Gaming-Grafikkarten ist gegeben. Außerdem stimmt die Verarbeitung bei diesem Produkt, ebenso wie das dezente Design mit dem optional farbigen Rahmen, welcher für einen netten Eye-Catcher sorgen kann. Für knapp 40 € erhält der Kunde einen Einsteiger-Miditower, welcher bis auf das Problem der Erweiterungskartenslotblenden keine weiteren Mängel beherbergt. Das hohe Maß an Einbaumöglichkeiten für Lüfter macht das Gehäuse auch durchaus für fortgeschrittene Nutzer interessant, die sich mit dem hohen Kunststoffanteil an der Front anfreunden können.

 

Pro

  • Preis-/Leistungsverhältnis
  • Verarbeitung
  • farbiger Mesh-Rahmen im Frontbereich
  • hohe Kompatibilität

Contra

  • Erweiterungskarten-Slotblenden sind nicht mehr zu befestigen
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Luca Höveler

Luca Höveler

...ist nun seit vier Jahren als Redakteur auf ehrenamtlicher Basis bei Allround-PC.com tätig und studiert Technisches Management und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit zahlreichen Sportarten, wobei das Schwimmen unter besonderem Fokus steht.

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