Test: Fractal Design Core 3000 USB 3.0

Geschrieben von Niklas Ludwig am 29.10.2013.

Fractal Design Core 3000 Startbild

Der schwedische Hersteller Fractal Design hat uns mit dem Core 3000 USB 3.0 eine Neuauflage des namentlich identischen Vorgängers in unsere Redaktion geschickt. Trotz des moderaten Preises von 65 Euro bietet es dabei eine Menge Features wie Staubfilter und insgesamt sieben Lüfter Vorrichtung bieten. Die besten Features nutzen jedoch nichts, wenn die Verarbeitung nicht stimmt. Unser Test verrät euch, ob das Core 3000 ein gelungenes Gesamtkonzept bietet.

Technische Daten

Maße

200 x 444 x 480 mm (B x H x T)

Material

Stahl, Kunststoff

Farben

Schwarz

Gewicht

7,9 kg

Formfaktor

Mini-ITX, Micro-ATX, ATX, DTX

Lüfter vorinstalliert

1x 120 mm (Rückseite), 2x 140 mm (Deckel & Front)

Lüfter insgesamt

1x 120 mm + 1x 140 mm (Front), 2x 120/140 mm (Deckel), 1x 120 mm (Boden), 1x 120 mm (Rückseite), 1x 120/140 mm (Seitenwand)

Filter

Netzteil, Front

Laufwerke

6x 2,5“ oder 3,5“, 2x 5,25“

Netzteil

Standard-ATX

Erweiterungsslots

7

I-/O-Panel

2x USB 3.0, 2x USB 2.0, 1x Audio je IN/OUT

Maximale VGA-Länge

270 mm oder 420 mm (oberer HDD-Käfig entfernt)

Maximale CPU-Kühler Höhe

160mm

Lieferumfang

  • Core 3000 USB 3.0 Gehäuse
  • Anleitung
  • Montagezubehör

Design & Verarbeitung

Bis auf die Frontpartie besteht das Fractal Design Core 3000 USB 3.0 komplett aus Stahl und wurde von Fractal in einem matten Schwarz besprüht. Den Großteil der Front nimmt eine Mesh-Fläche ein, die sich fast komplett von oben bis unten über diese erstreckt. Sie wird jedoch von einem leicht hervorstehenden Rahmen umrandet. Das Frontpanel sitzt vorne auf dem Deckel und beherbergt neben Knöpfen zum Ein-und Ausschalten des PCs zwei USB-2.0- und zwei USB-3.0-Ports. Zudem lässt sich ein Headset über zwei dafür vorgesehene Ports anschließen. Am Deckel können zwei 120/140-mm-Lüfter montiert werden. Bis auf die rechte Gehäuseseite, die eine Vorrichtung für einen 120- oder 140-mm-Lüfter besitzt, weisen sie keinerlei Besonderheiten auf.

 Fractal Design Core 3000 - FrontansichtFractal Design Core 3000 - Rückansicht

Der obere Bereich der Rückseite wird vom 120-mm-Lüfter und der Mainboard Aussparung eingenommen. Darunter sitzen die für Fractal Design typisch weißen Erweiterungsslot-Blenden. Diese können bequem über den Innenraum per Thumbscrews entfernt werden. Rechts neben den Erweiterungsslots hat Fractal zwei gummierte Öffnungen für eine Wasserkühlung vorgesehen. Abschließend ist ganz unten die Aussparung für das Netzteil. Die Standfüße des Gehäuses sind gummiert und verhindern ein Verrutschen zuverlässig. Wie wir es von Fractal Design gewohnt sind ist das Design typisch schlicht. Allerdings haben uns andere Modelle der Schweden optische deutlich besser gefallen. Für seine Preisklasse bietet das Core 3000 jedoch einen hohen Verarbeitungsstandard.

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Innenraum & Installation

Den Innenraum legen wir durchs abschrauben der Thumbscrews frei, mit denen die Seitenwände befestig sind. Widmen wir uns zuerst den Datenträgern: Der Festplattenkäfig ist in zwei Teile unterteilt, von denen jeder drei Festplatten beziehungsweise SSDS aufnehmen kann. Im Festplattenkäfig selber stecken weiße Aufnahmeträger, die sich durchs zusammendrücken zweier Clips herausziehen lassen. Anschließend können wir bequem die gewünschten Datenträger installieren. Besonders praktisch finden wir, dass Festplatten durch Unterleger entkoppelt und Vibrationen so gemindert werden. Der obere Teil des Festplattenkäfigs lässt sich um 90 Grad drehen oder komplett entfernen. Das begünstigt zum einen den Airflow, zum anderen ermöglicht es den Einbau einer Grafikkarte mit einer Länge von mehr als 270 mm. Um optische Laufwerke einzubauen muss die Vorderseite entfernt werden. Dazu befindet sich unterhalb ein Handgriff mit dem sich die Front abziehen lässt.

Fractal Design Core 3000 - Innenraum Fractal Design Core 3000 - Frontpanel

Ist die Front vom Gehäuse entfernt können wir die Blende für optische Laufwerke herausnehmen, das Laufwerk in den Schacht schieben und mit Thumbscrews verschrauben. Auf der abgenommen Vorderseite sitzt unterhalb der Laufwerksblenden der vorinstallierte 140-mm-Lüfter, der durch einen Staubfilter geschützt wird. Wem die Kühlung mit dem vorinstallierten Lüfter nicht ausreicht, hat die Möglichkeit, einen zusätzlichen 120-mm-Lüfter anzubringen. Leider muss das Prozedere mit der Vorderseite jedes Mal wiederholt werden, wenn der Staubfilter gereinigt werden soll, was wir als klaren Kritikpunkt ansehen! Das Mainboard Tray bietet Aussparungen, um Backplates anzubringen oder um Kabel zu verlegen. CPU-Kühler finden bis zu einer Höhe von 160 mm Platz. Das Netzteil montieren wir am Boden und verschrauben es dazu mit der Gehäuserückwand. Ein Staubfilter unter dem Boden schützt das Netzteil vorm Eindringen von Staub und lässt sich zur Reinigung nach hinten herausziehen. Am Boden haben wir die Option einen weiteren 120-mm-Lüfter anzubringen. Das Core 3000 macht sich also den Kamineffekt zunutze und holt frische Luft von unten, die die Komponenten kühlt. Die Lüfter am Deckel und der Hecklüfter befördern die warme Luft nach draußen. Uns hat der Aufbau des Innenraums sehr gut gefallen, bietet er doch viel Platz und leichte Einbaumöglichkeiten. Einzig und allein die Reinigung des vorderen Staubfilters sehen wir als misslungen an.

Fazit

Für 65 Euro erhält der preisbewusste Gamer ein Gehäuse mit vielen Kühlungsmöglichkeiten, der Möglichkeit ganze sechs Festplatten oder SSDs unterzubringen und einer sehr guten Verarbeitung. Lobenswert finden wir, dass Fractal Design drei Lüfter mitliefert, wodurch der Kunde eine Menge Geld spart. Einzig wahrer Kritikpunkt ist der vordere Staubfilter, zu dessen Reinigung die komplette Front abgenommen werden muss. Zudem wäre eine Lüfter-Steuerung schön gewesen, jedoch darf man nicht vergessen, dass das Fractal Design Core 3000 USB 3.0 nun mal gerade 65 Euro kostet.

Fractal Design Core 3000 USB 3.0Pro

  • Verarbeitung
  • viele Lüfter Vorrichtungen…
  •  …davon 3 vorinstalliert
  • Staubfilter
  • Preis

Contra

  • vorderer Luftfilter schwer zu reinigen
  • keine Lüfter-Steuerung

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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