Test: Bitfenix Portal

Portal-Spieler werden dieses Gehäuse lieben

Geschrieben von Niklas Ludwig am 10.05.2017.

Bitfenix Portal Startbild

Das Bitfenix Portal heißt nicht ohne Grund wie das gleichnamige Spiel von Valve, erinnert es optisch doch an die Geschütztürme aus dem Rätselspaß. In unserem Test klären wir, ob das Mini-ITX-Gehäuse mehr als eine ausgefallene Optik zu bieten hat.

Übersicht

Mit dem Bitfenix Portal bietet der Hersteller ein optisch außergewöhnliches Gehäuse in der Optik der Geschütztürme aus dem Rätselspiel Portal an. Dieses ist in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich und kann zudem mit einem Sichtfenster im Deckel geordert werden. Wir haben das Bitfenix Portal in Weiß und ohne Sichtfenster für euch getestet.

Technische Daten

MaterialAluminium, Stahl, Kunststoff
GehäuseMini-Tower
FormfaktorMini-ITX
Abmessungen in mm (B x H x T)247 x 395 x 411mm (mit Standfuß)
NetzteilunterstützungSFX
PCI/AGP Unterstützungbis zu 300 mm
CPU-Unterstützungbis zu 125 mm
I/O-Panel2x USB 3.0, Mikrofon- und Kopfhöreranschluss, Powerbutton
Laufwerke2x 3,5″ / 1x 2,5″
Erweiterungskartenslots2 Slots
Kühlung

Vorinstallierte Lüfter:
1x 120mm (Front)
1x 80mm (Heck)

Wasserkühlung:
1x 120mm (Front)

LüftersteuerungNein
BesonderheitenAusziehbare Innenkammer
Gewicht5,81 kg
Preis129,90 Euro, u.a. erhältlich bei Caseking

Lieferumfang

  • Bitfenix Portal Gehäuse
  • Montagematerial
  • Bedienungsanleitung

Design & Eigenschaften

Wenn das Bitfenix Portal mit etwas punkten kann, dann ist es definitiv sein ausgefallenes Design. Die Front, Seitenteile und der Deckel bestehen aus weiß lackiertem Aluminium. Optisch erinnert das Gehäuse stark an die Geschütztürme aus dem Rätselspaß Portal, könnte aber auch als Raumschiff in einem Star Wars Film durchgehen. Dementsprechend finden wir viele Wölbungen vor, die das Gehäuse von dem in der Regel eckigen Design anderer Gehäuse abgrenzen.

Bitfenix Portal - Mehrere AnsichtenOptisch erinnert das Gehäuse an die Geschütztürme aus Portal.

Damit das Gehäuse nicht einfach umkippt, wird es von zwei länglichen Standfüßen getragen, die an jeweils zwei Stellen gummiert sind. Auf der Vorderseite prangt im unteren Bereich der schwarze, kreisrunde Einschaltknopf. Dieser ist das einzige Element auf der Vorderseite, der die weiße Dominanz der Front unterbricht und das gelungende Design abrundet. Wird das Gehäuse jedoch nicht auf einem Tisch positioniert, muss man sich ganz schön strecken, um den PC einzuschalten. Die Oberseite gleicht der Front und wird wie diese an beiden Enden vom Mesh-Gitter eingerahmt, das nicht nur für das Design eine tragende Rolle spielt, sondern auch kühle Luft ins Gehäuse gelangen lässt.

Bitfenix Portal - VorderseiteDurch seine Form benötigt das Bitfenix Portal zwei seitliche Standfüße, damit es nicht umkippen kann.

Das I/O-Panel hat Bitfenix dezent in der rechten Gehäuseseite integriert. Dieses setzt sich aus zwei USB 3.0-Anschlüssen und einem Kopfhörerausgang sowie Mikrofoneingang zusammen. Zudem hat Bitfenix den Reset-Knopf an dieser Stelle untergebracht. Je nachdem, auf welcher Seite des Schreibtisches das Gehäuse stehen soll, kann sich die Positionierung der Anschlüsse jedoch als hinderlich erweisen. Das I/O-Panel ist Teil einer schwarzen Vertiefung, die in ein Mesh-Gitter übergeht, das sich ober und unterhalb über Front und oberhalb des Hecks auf die linke Gehäuseseite zieht. Das Mesh-Gitter dient gleichzeitig als Staubfilter, da Bitfenix auf separate Filter verzichtet.

Bitfenix Portal - AnschlüsseDas I/O-Panel bietet die üblichen Anschlussmöglichkeiten, USB 3.1 oder einen Typ-C-Port gibt es leider nicht.

Auf der Rückseite finden wir im oberen Bereich zwei Blenden für die Erweiterungskarten vor. Rechts unterhalb der Blenden befindet sich die Aussparung für die hinteren Mainboard-Anschlüsse. Ganz unten finden wir die Aussparung für ein SFX-Netzteil vor. Die Verarbeitung befindet sich auf hohen Niveau und lässt keinen Anlass zur Kritik.

Innenraum & Installation

Lösen wir die zwei Thumbscrews im unteren Bereich der Rückseite, können wir den inneren Rahmen des Bitfenix Portal herausziehen und gelangen so an die Hardware. Das Mainboardtray ist für Mini-ITX-Mainboards konzipiert, welche um 180 Grad gedreht installiert werden. Somit zeigen die Lüfter der Grafikkarte nach oben, was beim Bitefenix Portal mit Sichtfenster sicherlich noch mal bedeutend besser aussehen dürfte als bei unserer Version mit geschlossenem Deckel. Die Grafikkarte darf übrigens maximal 300 mm lang sein, allerdings sollte der Kühler nach Möglichkeit nicht zu groß ausfallen, da es doch ziemlich eng in der oberen Etage wird. Dem CPU-Kühler räumt Bitfenix eine Bauhöhe von maximal 125 mm ein. Im hinteren Bereich des Bodens findet ein SFX-Netzteil Platz.

Bitfenix Portal - Rahmen ausgefahrenUm an die Hardware zu gelangen, kann der innere Rahmen herausgezogen werden.

Der Festplattenkäfig bietet Platz für zwei 3,5-Zoll-Laufwerke, alternativ können auch zwei 2,5-Zoll-Laufwerke installiert werden. Auf dem Käfig befindet sich noch eine Vorrichtung, mit der sich ein 2,5-Zoll-Laufwerk fixieren lässt. Die beiden Festplatten-Schlitten sind zudem mit Gummipuffern ausgestattet, um die Übertragung von Vibrationen zu mindern.

Bitfenix Portal - FestplattenkäfigWer viele Festplatten und SSDs sein Eigen nennt, dürfte mit dem Portal schnell an seine Grenzen stoßen.

Frischluft transportiert ein 120-mm-Lüfter, der sich hinter der Front befindet, in das Gehäuse. Die warme Luft wird von einem 80 mm großen Pendant im Deckel hinausbefördert. Anschaffungskosten für Lüfter entfallen, da Bitfenix beide Positionen bereits mit hauseigenen Lüftern besetzt hat.

Bitfenix Portal - Hardware eingebaut Bitfenix Portal - Grafikkarte

Es ist zudem möglich, einen 120-mm-Radiator in der Front zu verbauen, wozu der vorinstallierte Lüfter jedoch weichen muss. Zudem sollte beachtet werden, dass die Grafikkarte nicht im Luftstrom der Gehäuselüfter liegt und daher nur mäßig gekühlt wird. Insgesamt fällt das Angebot für Kühlmöglichkeiten etwas bescheiden aus, was wir auch schon bei anderen Mini-ITX-Gehäusen wie dem Enermax Steelwing bemängelt haben.

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Fazit

Das Bitfenix Portal kann vor allem mit seinem ausgefallenen Design punkten. Somit hebt es sich stark von anderen Mini-ITX-Gehäusen ab. Da Grafikkarten bis zu 300 mm lang sein dürfen, bietet es Platz für leistungsstarke Videobeschleuniger. Allerdings ist die Grafikkarte im oberen Bereich des Gehäuses ziemlich isoliert, da die Gehäuselüfter unterhalb der GPU sitzen. Dafür sind diese bereits von Werk aus vorinstalliert, werden allerdings nicht durch Staubfilter geschützt. Diese Aufgabe muss das Mesh-Gitter auf der Außenseite des Bitfenix Portal übernehmen. Insgesamt fällt das Angebot an Kühlungsoptionen etwas mau aus, was jedoch in Ordnung ist, wenn man sich dessen vorher bewusst ist. Wer ein Datensammler ist, wird mit dem Gehäuse jedoch nicht glücklich, da dieses recht wenige Laufwerksplätze bietet. Da kann sogar ein Fractal Design Define Nano S mehr Festplatten- und SSD-Plätze vorweisen und ist sogar kompakter. Dafür sind auch beim Bitfenix Portal die 3,5-Zoll-Laufwerke entkoppelt, was die Übertragung von Vibrationen stark mindert. Unser Fazit in Kurzform: Wer ein optisch ausgefallenes Gehäuse sucht und Kompromisse bei den Kühlmöglichkeiten und Laufwerksplätzen eingehen kann, wird mit dem Bitfenix Portal sicherlich seine Freude haben. Steht stattdessen die Funktionalität im Vordergrund, ist ein praktikableres Gehäuse wohlmöglich die bessere Wahl. Das Bitfenix Portal ist zu einem Preis von rund 130 Euro erhältlich.

ProContra
  • ausgefallenes Design im Stil der Portal Geschütztürme
  • kaum Kabelmanagement möglich
  • hohe Materialgüte
  • wenig Kühlmöglichkeiten
  • ausfahrbarer Innenrahmen
  • keine richtigen Staubfilter
  • vorinstallierte Lüfter
 
  • entkoppelte Laufwerke
 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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