Test: beats by dr.dre solo

Geschrieben von Luca Höveler am 03.04.2012.

Beats by Dre Solo Startbild

Seit der Gründung von „Monster“ im Jahr 2006 ist nicht viel Zeit vergangen, was die Frage aufwirft, wie das kalifornische Unternehmen in so kurzer Zeit zu solchem Erfolg geführt werden konnte. Nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Rapper Dr. Dre trug wohl dazu bei. Im folgenden Testbericht haben wir uns einmal mit dem Einstiegsmodell der Produktreihe beschäftigt, das unter dem Namen „solo“ vertrieben wird.



Technische Daten

ArtBügelkopfhörer
SoundStereo
Garantie2 Jahre
Anschluss2 x 3,5-mm-Stereo-Klinke (mit / ohne ControlTalk)
Bügeleigenschaftfaltbar & Größe verstellbar

 

Lieferumfang

  • beats by dr. dre solo
  • ControlTalk-Cable
  • Standardkabel
  • Reise-Box
  • Reinigungstuch
  • Gebrauchsanweisung

 

Design, Komfort & Verarbeitung

Das Modell „beats by dr.dre solo“ ist in zweierlei Farben erhältlich. Neben der getesteten weißen, ist auch eine schwarze Version zu erwerben. Gleich beim Öffnen der Verpackung stellen wir fest, dass es sich – zumindest auf den ersten Blick – um ein sehr hochwertiges Produkt handeln muss: Der Karton lässt sich auseinanderfalten und beinhaltet in einer hübschen Aufmachung die Kopfhörer sowie das Zubehör. Wird nun das Transport-Case geöffnet, so fällt auf, dass die On-Ear-Headphones auf beiden Seiten etwa mittig-oberhalb der Treiber gefaltet werden können. Schade ist jedoch, dass sie in minimiertem Zustand nicht einrasten und sich somit nur in ihrer Box komfortabel transportieren lassen. Sind die Kopfhörer jedoch entfaltet, nehmen sie eine stabile Gestalt an und können problemlos gebogen und strapaziert werden. Das Design ist ebenfalls gut gelungen: Die gesamte Oberfläche ist mit einer Art von Babyskin überzogen, was für einen netten Nebeneffekt sorgt. Außen sind die Kopfhörer weiß und auf der Innenseite vollständig grau gestaltet. Anzumerken ist jedoch, dass sich auf der Außenseite einige Finessen in grauer oder gar roter Farbe befinden. Beispielsweise befindet sich auf der Ohrmuschelrückseite beider Seiten das für Monsterbeats typische rote „b“, welches auf metallenem Hintergrund sehr schön zur Geltung kommt. Unterhalb der Größenverstellung lassen sich der Produktname „solo“ sowie ein kleines Markenlogo erkennen, welches sich in grauer Farbe kaum vom weißen Hintergrund akzentuiert.

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Oberhalb des Bügels befindet sich der Schriftzug „beats by dr.dre“, welcher auf allen Modellen der Serie seinen Platz findet. In roter Farbe sorgt ein Teil des Seriennamens für einen netten Akzent, welcher sich auch in den seitlichen Ohrmuscheln widerspiegelt. Hier befindet sich ein zierlicher, ebenfalls roter Streifen, der das Erscheinungsbild ein wenig aufwertet. Dieser Effekt wirkt sehr edel, da auch das Ohrpolster in grauem Leder kaum auffällt. Dieses umschließt das Ohr, durch seine kompakte Größe bedingt, zwar nicht komplett, passt sich jedoch aufgrund der geschmeidigen Adjustierung sehr gut an. Da die Ohren jedoch leicht an den Kopf gedrückt werden, wie es bei kleinen On-Ear-Headphones unumgänglich ist, wird das mehrstündige Genießen von Musik nach einiger Zeit leicht unangenehm. Die Verarbeitung lässt jedoch keinerlei Wünsche offen, da weder offene Nähte zu finden sind, noch die Farben unsauber aufgetragen wurden. Im Inneren der fest installierten Ohrpolster befindet sich jeweils ein Treiber von ovaler Form, der für den Klang sorgt. Hierzu jedoch mehr auf der folgenden Seite. Dieser ist mit grauem Stoff bezogen und wird somit visuell nicht wahrgenommen. Beim Aufsetzen fällt auf, dass der Klang der Umgebung sehr gut gedämpft und deutlich leiser zu vernehmen ist.

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Zur Innenseite des Bügels lässt sich zunächst sagen, dass auch hier Wert auf eine hochwertige Verarbeitung gelegt wurde. Der Oberflächenbezug ist sehr angenehm anzufassen. Das Kopfpolster ist sehr weich und glücklicherweise nicht allzu wuchtig: Passend zum eleganten, kompakten Kopfhörer ist auch das Kopfpolster von gleichartiger Beschaffenheit. Zur Steigerung der Stabilität befinden sich hier zwei Metallbeschläge, welche der Optik jedoch keinen Abbruch tun. Unterhalb dieser ist ein Gelenk zu finden, welches für die Faltfunktion verantwortlich ist. Da die Headphones lediglich in einer Einheitsgröße zu erwerben sind, lässt sich der „solo“ um jeweils drei Zentimeter in der Größe verstellen, was zu einer maximalen Bügellänge von rund 40 cm führt (Treiberoberkante zu Treiberoberkante).

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Angeschlossen wird das Headset über das typisch rote Standardkabel oder das beigelegte ControlTalk-Cable, welches mit iPhone, iPod, sowie iPad kompatibel ist. Dieses verfügt zusätzlich über ein Mikrofon, was das Telefonieren deutlich vereinfacht. Außerdem sind ein Homebutton sowie die Pre- und Nexttrack-Tasten vorhanden. Wer jedoch ein Wiedergabegerät eines Herstellers ohne Apfel-Logo verwendet, kann auch das rund 140 cm lange Standardkabel verwenden, welches an der Unterseite der linken Ohrmuschel seinen Anschluss findet. Die Kabel gehören nicht der fadendünnen Gattung an und verfügen über gut verarbeitete Anschlüsse auf beiden Seiten, was einen Kabelbruch in nächster Zeit auszuschließen vermag. Farblich sind die roten Kabel für ein Headset aus dem Hause Monster natürlich nicht mehr weg zudenken. Beim solo passt die Farbwahl jedoch besonders gut, da die bereits erwähnten Details ausgezeichnet konvergieren und das Headset zu einem netten, modischen Accessoire machen.

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Soundqualität

Nicht nur für ihr nettes Design, sondern ebenfalls für ihren erstklassigen Sound sind die Monster-Kopfhörer bekannt. Da der „solo“ jedoch der günstigste On-Ear-Kopfhörer des Hauses ist, könnte nun vermutet werden, dass darunter der Sound ein wenig leidet. Leider mussten wir feststellen, dass der Bass tatsächlich nicht ganz so wuchtig ist, wie beispielsweise der des „studio“. Doch hier spielt sicher auch die Größe eine entscheidende Rolle. Festhalten lässt sich, dass der Sound für die Kompaktklasse der Bügelkopfhörer neue Maßstäbe setzt. Die Höhen sind kristallklar, aber auch der Bass ist sehr kräftig. Sogar Filme oder Spiele lassen sich mit dem „beats by dr.dre solo“ ausgezeichnet genießen, denn sowohl hohe, wie auch tiefe Stimmen oder Explosionen werden in vollem Umfang wiedergegeben. Überrascht wurden wir zudem durch die enorme Maximallautstärke, die der Kopfhörer ermöglicht. Leider hat diese die Einschränkung, dass der Nachbar, beispielsweise in einem öffentlichen Verkehrsmittel, ungewollt zusätzlich in den Genuss der Musik kommt. Von der Umwelt jedoch sind jegliche Geräusche deutlich leiser und gedämpft zu vernehmen, ehe sie an das Ohr unterhalb der Polster gelangen.

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Fazit

Ein durchaus positives Fazit fällt uns bei den beats by dr.dre solo nicht schwer, da diese tatsächlich bis auf kleinere Mängel durchaus überzeugen konnten. Schade ist, dass die On-Ears in gefaltetem Zustand nicht einrasten und somit den Transportkomfort einschränken. Auch das Drücken an den Ohren hätte beispielsweise durch größere Ohrmuschelpolster vermieden werden können, womit jedoch das kompakte Design ein schweres Kreuz trüge. Dieses ist schließlich durch seine schlichte Form sowie das perfekte, farbliche Zusammenspiel von Grau, Rot und Weiß (bzw. Schwarz) keinesfalls zu bemängeln. Weitere Pluspunkte konnten wir im Faktor Sound vergeben, welcher letztendlich über die Kaufentscheidung walten sollte. Mit dem solo erhält der Käufer ein edles Produkt, welches durch das klar definierte Zusammenspiel von Höhen und Bässen überzeugt. Wir können die On-Ear-Kopfhörer zu einem Preis von aktuell rund 130 € nur empfehlen, da hier nicht nur Verarbeitung und Design, sondern auch der Sound sehr gut umgesetzt wurde.

Pro

  • Sound
  • Design
  • Verarbeitung

Contra

  • fehlendes Einrasten in gefaltetem Zustand
  • Druckgefühl nach mehrstündiger Benutzung

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Luca Höveler

Luca Höveler

...ist nun seit vier Jahren als Redakteur auf ehrenamtlicher Basis bei Allround-PC.com tätig und studiert Technisches Management und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit zahlreichen Sportarten, wobei das Schwimmen unter besonderem Fokus steht.

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