Test: Lioncast mit Low-Price-Headset LX 16

Geschrieben von Luca Höveler am 10.04.2012.

Lioncast LX16 Startbild

Heutzutage ist es keine Herausforderung mehr, ein Gaming-Headset für weniger als 30 € zu finden. Doch wie es sich um die Verarbeitung, das Design und vor Allem die Audioqualität eines entsprechenden Modells verhält, lesen Sie auf den folgenden Seiten.




     

Technische Details

  • Frequenz: 50 Hz-15 kHz
  • Empfindlichkeit: -58 dB +- 3dB
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Treiberdurchmesser: 40 mm
  • Mikrofonfrequenz: 50 Hz-15 kHz
  • Kabellänge: 3,60 m
  • Anschluss: USB/ Stereo-Cinch

Lieferumfang

  • LX 16
  • Kurzanleitung

Design

Wird das Headset am Computer genutzt, so muss lediglich ein USB-Stecker angeschlossen werden und schon heißt es dank integrierter Soundkarte des LX 16: Plug’n‘Play. Doch auch Konsolen, wie die Playstation 3 und die XBOX 360, sind mit dem Gaming-Headset kompatibel: Auch hier wird der USB-Stecker verknüpft, zusätzlich werden jedoch die beiden Cinchstecker, die ebenfalls von der Kabelfernbedienung ausgehen mit dem Fernseher und der Konsole verbunden. Der Controller erhält ebenfalls eine „Leine“, welche in Form eines 2,6-mm-Steckers angeschlossen wird. Zur Kabelfernbedienung lässt sich anmerken, dass hier zwei separate Drehregler für Spiel- und Chat-Lautstärke angebracht sind. Außerdem befindet sich ein Schalter am Rand der runden Kunststoffbedienung, welcher das Umschalten zwischen XBOX- und PS3-Nutzung ermöglicht. Nicht zu vergessen ist jedoch die blaue LED, die im Betrieb nicht nur aufleuchtet, sondern bei Wiedergabe sogar mit schneller Frequenz aufblinkt. Hier müssen wir leider schon den ersten Minuspunkt vergeben, da es nichts Nervtötenderes gibt, als ein grelles Licht, welches dauerhaft im Augenwinkel wahrgenommen wird. Vor allem bei dunkler Atmosphäre können wir dies keinesfalls gutheißen. Positiv ist jedoch, dass das Kabel mit einer Länge von über drei Metern genügend Spielraum zum Anschluss lässt.

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Das Headset selbst ist eher unauffällig, wirkt jedoch keinesfalls monoton, da es an den äußeren Ohrmuscheln einige rote Akzente zum restlichen Schwarz aufweist. Das LX 16 ist vollständig aus Kunststoff gefertigt und wurde mit einem Kunstlederpolster am oberen Kopfbügel verfeinert. Dieses sorgt für einen bequemen Halt auf dem Kopf und wird auch nach mehrstündigem Tragen nicht zu schwer. Die Ohrmuscheln werden im Gegensatz hierzu schon nach einer Stunde unbequem, da diese zwar groß genug sind, um die Ohren zu umschließen, jedoch nicht genügend Spielraum zwischen Ohr und Treiber lassen. Der Treiber, beziehungsweise das Polster darüber, drückt das Ohr an den Kopf, was zu einem Komfortverlust führt.

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An den einfachen Transport haben die Entwickler ebenfalls nicht gedacht, da das Headset weder faltbar ist, noch konnten wir der Verpackung eine Schutzhülle entnehmen. In Anbetracht des Budgets ist dies jedoch verständlich. Dafür lässt sich ebenfalls feststellen, dass sich die Bügel auch bei mehrfachem Biegen nicht brechen lassen und somit von flexibler Natur sind. Die gesamte Ausstattung ist zwar eher karg, deutet jedoch auf eine gute Verarbeitung hin. Auch das Mikrofon, welches sich an der linken Ohrmuschel befindet, ist sehr stabil. Doch hier ist ein stabiles Material nicht gleich von großem Vorteil, da sich das Mikrofon nicht biegen lässt und somit nicht flexibel angepasst werden kann. Wer jedoch gerne ohne Chat den Genuss der Videospiele erlebt, der kann den Mikro-Stick auch einklappen.

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Soundqualität

Der Sound des LX 16 ist in erster Linie sehr basslastig. Dies zeigt sich nicht nur beim Genuss von Musik oder Spielen, sondern auch bei Filmen. Durch den vordergründigen Bass ist die Höhenwiedergabe leider nicht sehr klar, was die Soundqualität ein wenig einschränkt. Beispielsweise wirkt der Klang einer leichten Maschinenpistole, wie der AK-74U, als handele es sich um ein schweres Sturmgewehr. Leider kommt dies beim Spieler nicht sehr realistisch an und wird auf die Dauer ein wenig anstrengend. Die 40-mm-Treiber sind hiermit ein wenig über das Ziel hinausgeschossen, die Höhenwerte sind definitiv nachzubessern.

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Fazit

Das LX 16 wirft sowohl Schatten- als auch einige Sonnenseiten auf: Zum einen ist der Komfort aufgrund des kleinen Abstandes zwischen Ohr und Treiber eingeschränkt, außerdem wird der Spieler durch die aufblinkende Fernbedienung auf visueller Ebene gestört. Ebenfalls anzumerken ist, dass der Sound für unseren Geschmack deutlich zu basslastig ist. Andererseits sind wir von der Verarbeitung positiv überrascht. Auch die Kabellänge sowie die separaten Lautstärkeregler auf der Fernbedienung konnten uns überzeugen. Trotz der möglichen Verbesserungen können wir das Lioncast LX 16 zu einem Preis von ungefähr 25 € – als Headset für Einsteiger – durchaus empfehlen.

Pro

  • Verarbeitung
  • Kabellänge
  • Fernbedienung
  • Bass

Contra

  • schlecht definierte Höhen
  • störende LED
  • zu geringer Abstand zwischen Ohr und Treiber

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Luca Höveler

Luca Höveler

...ist nun seit vier Jahren als Redakteur auf ehrenamtlicher Basis bei Allround-PC.com tätig und studiert Technisches Management und Marketing an der Hochschule Hamm-Lippstadt. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit zahlreichen Sportarten, wobei das Schwimmen unter besonderem Fokus steht.

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