Kurztest: Erato Muse 5 In-Ear-Kopfhörer

Bluetooth statt Kabel

Geschrieben von Niklas Schäfer am 18.05.2017.

Mit dem Muse 5 bietet der Hersteller Erato Bluetooth In-Ear-Kopfhörer an, die mit den Apple AirPods konkurrieren sollen. Wie sich die komplett kabellosen Kopfhörer schlagen, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Übersicht

In-Ear-Kopfhörer gibt es wie Sand am Meer; seitdem Apple mit einem AirPods den Bluetooth-Trend ausgelöst hat, bieten viele Hersteller Konkurrenzprodukte an. Mit den Erato Muse haben wir ein entsprechendes Modell für euch getestet.

Design & Verarbeitung

Eratos komplett kabellose Kopfhörer Muse 5 fallen für In-Ear-Modelle natürlich vergleichsweise groß aus, weil u.a. auch ein Bluetooth-4.1-Modul untergebracht werden muss. Im Lieferumfang befinden sich weitere Ohradapter, die sich schnell anbringen lassen. Wer versucht die Kopfhörer einfach in sein Ohr hineinzustecken, wird nicht erfolgreich sein. Eratos Passform sieht vor, dass sie mit einer leichten Drehung ins Ohr hineingedreht werden. Die ersten Versuche sind bei uns gescheitert, mit etwas Übung geht die Drehung deutlich besser von der Hand.

Die Erato Muse 5 werden im edlen Gehäuse transportiert und aufgeladen.

Wenn wir die In-Ear Kopfhörer genauer unter die Lupe nehmen, erkennen wir vier Kontakte, die zum Aufladen in der Ladestation dienen. Die Ladestation fällt handlich aus und wird mit einem einfachen Micro-USB-Kabel mit einem Computer oder Netzteil verbunden. Der Deckel der Station kann komplett abgenommen werden und ist mit einem Fenster bestückt, das die Status LEDs im Inneren freilegt.

Klangqualität & Tragekomfort

Die Erato Muse 5 liefern insgesamt ein eher gedämpftes Klangbild. Dadurch, dass die Kopfhörer recht tief im Ohr liegen, scheinen sich die hochfrequenten Töne nicht richtig ausbreiten zu können. Die Mitten und Bässe können sich hingegen sehen lassen. Vor allem die Bässe haben uns positiv überrascht, weil sie zwar druckvoll aber keineswegs überladen wirken. Erato erreicht einen räumlichen Klang, indem der Klang intern neu berechnet wird. „Erato Surround“ funktioniert insgesamt recht gut, solange beide Kopfhörer gleich tief sitzen. Sobald eine Seite etwas anders im Ohr sitzt, wirkt die andere Seite sofort lauter.

Dass die Kopfhörer sehr weit innen sitzen hat natürlich auch seine Vorteile: Der Halt ist sehr gut! Schnelle Bewegungen oder ein leichter Zug am Kopfhörer sind kein Problem für die Muse 5. Wer sie beim Sport benutzt, muss also nicht befürchten, dass sie unterwegs herausrutschen.

Jeder der beiden Kopfhörer ist mit einem Knopf ausgestattet.

Das Pairing hat bei uns reibungslos funktioniert. Der Knopf des linken Kopfhörers muss lange gedrückt werden. Gleichzeitig muss mit einem Smartphone oder anderem Bluetooth-fähigem Gerät nach den Erato Muse 5 gesucht werden. Der Knopf der anderen Seite aktiviert die 5,8-mm-Mikrotreiber. Falls ihr unterwegs angerufen werdet, könnt ihr das Telefonat ebenfalls über den rechten Knopf annehmen und über das integrierte Mikrofon führen. Die Mikrofonqualität gefällt uns gut. Die Stimme wird klar übermittelt, ein leichtert Hall bleibt für den Gesprächspartner aber leider nicht aus.

Fazit

Die Erato Muse 5 bieten uns viel Freiraum, weil sie komplett ohne ein Kabel auskommen und lediglich via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden werden. Der Halt ist einwandfrei und somit eigenen sich die Muse 5 auch für sportliche Aktivitäten. Wenn beide Ohrstöpsel gleich tief im Ohr sitzen, wird ein guter räumlicher Klang erzeugt. Etwas gewöhnungsbedürftig sind hingegen die schwachen Hochtöne.

ProContra
  • komplett kabellos
  • „Drehmechanismus“ benötigt etwas Übung
  • guter Halt
  • „Erato Surround“ funktioniert nur, wenn beide Kopfhörer exakt gleich tief im Ohr sitzen
  • erstaunlich gute Bässe
 
  • integriertes Mikrofon
 
  • viele weitere Ohradapter im Lieferumfang
 

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Niklas Schäfer

... ist hauptsächlich für den Bereich "Gaming" zuständig und widmet sich den neusten Tastaturen, Headsets und Mäusen. Zusätzlich inspiziert er Consumer Electronics wie Audioprodukte, Smartphones und Speicherprodukte. Immer häufiger ist Niklas auch auf dem YouTube-Kanal von Allround-PC zu sehen.

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