Test: Logitech G533 Wireless

Gaming-Allrounder mit virtuellem 7.1-Sound

Geschrieben von Niklas Schäfer am 18.05.2017.

Mit dem Logitech G533 Wireless hat der Peripherie-Hersteller ein kabelloses Headset auf den Markt gebracht. Was es zu bieten hat und ob der Preis von rund 150 Euro gerechtfertigt ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Übersicht

Der Hersteller Logitech versorgt uns immer wieder mit neuen Produkten aus dem Peripherie-Bereich. Mit dem Logitech G533 Wireless schickt Logitech ein kabelloses, ohrumschließendes Headset ins Rennen, das zudem über DTS Headphone: X 7.1 verfügt und dank dieser Technologie für einen glaubwürdigen virtuellen Raumklang sorgen soll.

Technische Daten

Material

Polster: Stoff; Bügel: Kunststoff

Typ

Over-Ear

Audiotreiber

40 mm

Frequenzbereich

20 Hz – 20 kHz

Impedanz

32 Ohm

Empfindlichkeit

107 dB

Schnittstelle

USB Typ A, Kabellos

Mikrofontyp

unidirektional, Rauschunterdrückung, beweglicher Galgen

Mikrofonfrequenz

100 Hz – 10 kHz

Funkreichweite

Bis zu 15 Meter

Akkulaufzeit

bis zu 15 Stunden

Kabellänge

2,00 Meter

Besondere Features

G-Taste, Rauschunterdrückung, DTS Headphone:X 7.1

Gewicht

350g

Preis

 149,00€

Lieferumfang

  • Logitech G533 Wireless
  • Bedienungsanleitung
  • USB-Dongle
  • USB-Ladekabel

Design & Verarbeitung

Logitechs neues Headset G533 ist komplett in schwarz gehalten. Der Bügel und Teile der beiden Hörmuscheln kommen mit einer matten Oberfläche daher, während Akzente mit glänzenden Elementen gesetzt werden. Im Bügel verewigt sich Logitech mit dem klassischen Gaming-Logo, die runden Seitenflächen der umschließenden Hörmuscheln sind mit Klavierlack überzogen. Der Klavierlack macht optisch einiges her, wer sein Headset jedoch häufiger unvorsichtig ablegt oder bei der Reinigung wenig Acht gibt, verschandelt das Premium-Headset mit vielen kleinen Kratzern.

Sehr große Polster mit Stoffbezug sorgen für bequemen Halt.

Der Bügel lässt sich in vielen Stufen anpassen und sollte auf nahezu jedem Kopf passen. Beide Ohrmuscheln lassen sich um 90 Grad drehen, sodass die sehr bequemen Stoffpolster nach unten zeigen. An der linken Ohrmuschel installiert Logitech einige Extras: Zum einen ist da das einklappbare Mikrofon, dass automatisch stumm- oder eingeschaltet wird, je nachdem, in welcher Position es sich befindet. Der vordere Bereich des Galgens lässt sich herausziehen und ist flexibel. Neben dem Ein-/Ausschalter finden wir noch die Micro-USB-Buchse an der das Ladekabel eingesteckt wird und einen G-Knopf vor, mit dem sich standardmäßig das Mikrofon per Knopfdruck abschalten lässt. Andere Funktionen können über die Software des Herstellers hinterlegt werden. Zur Regulierung der Lautstärke sieht Logitech ein griffiges aber nicht gerastertes Rad vor.

 

350 Gramm verteilt das Headset angenehm auf den Kopf, was zu einem hohen Tragekomfort führt.

Loben können wir den hohen Tragekomfort. Zwar ist der hohe Kunststoffanteil des Logitech G533 nicht besonders ansehnlich, er sorgt allerdings für ein recht geringes Gewicht. Auch bei längerer Nutzung geraten die Ohren unter den stoffbezogenen Polstern nicht ins Schwitzen. Obwohl auf Memory-Foam verzichtet wird, drücken die weichen Polster an keiner Stelle. Die Verarbeitung der einzelnen Materialien fällt gut aus, vielmehr stört uns die Materialwahl. Zwar kommt ein stabiler Bügel zum Einsatz, trotzdem kann uns der enorm hohe Kunststoffanteil nicht überzeugen. Ähnlich wie viele weitere Modelle des Herstellers, ist auch das G533 vom bekannten „Knarzen“ betroffen, das beispielsweise beim Drehen einer Ohrmuschel entsteht.

Klangqualität & Software

Zwei 40-Millimeter-„Pro G“-Treiber sorgen für einen ausgewogenen Klang. Andere Headsets des Herstellers betonen zumeist die Tieftöne, was sich bei längerer Nutzung als störend erweisen kann. Beim kabellosen G533 fallen die Bässe ein wenig schwächer aus, überzeugen in angemessenen Situationen trotzdem mit der nötigen Wucht. Wer den vollen Funktionsumfang des Logitech G533 nutzen möchte, kommt um die Gaming Software des Herstellers nicht herum. Die zwei wichtigsten Funktionen des Treibers sind DTS Headphone: X 7.1, für einen virtuellen Surround-Sound, und ein Equalizer mit sechs vorgefertigten Modi.

Logitech hält das G533 Wireless komplett in schwarz.

Wer sich viel im Shooter-Bereich bewegt, wird den virtuellen 7.1-Sound lieben, denn die Ortung von virtuellen Kontrahenten geschieht deutlich genauer und schneller als im Stereo-Modus. Wer einzelne Kanäle hervorheben möchte, kann dies in der Software umsetzen. Beispielsweise ist es möglich, die hinteren Kanäle lauter erklingen zu lassen als die vorderen. Eine solche Konfiguration hilft dabei, von hinten nahende Feinde früher zu erkennen, während von vorne herannahende Gegner auf Basis des Sichtfelds geortet werden.

Logitech erkennt, dass verschiedene Spielegenres nach einem anderen Klangbild verlangen. E-Sportler, die beispielsweise in CS:GO jeden Schritt hören wollen, werden mit der FPS-Voreinstellung gut bedient, da die Hochtöne hervorgehoben und störende Bässe gedämpft werden. Doch nicht immer ist eine Runde im Spiel der Wahl mit großem Ehrgeiz verbunden. Liebhaben von atmosphärischen Gefechten oder rasanten Autorennen sollten eher „Cinematic Gaming“ bevorzugen. Dieser Modus stellt Umgebungsgeräusche wie Explosionen oder vorbeifliegende Flugzeuge besonders imposant dar und verleiht dem Spieler ein intensiveres Mittendrin-Gefühl. Außerhalb von Spielen empfiehlt sich der herkömmliche flache Modus, der einen ausbalancierten Klangteppich produziert. „Drop the Bass“ eignet sich gut für das Hören elektronischer Musik.

Die Software fällt Logitech-typisch sehr intuitiv aus.

Ein Headset sollte allerdings nicht nur als guter Kopfhörer dienen, sondern auch eine problemlose Kommunikation mit dem Team ermöglichen. Das Mikrofon samt Rauschunterdrückung kann uns leider nicht überzeugen. Mehrere Gesprächspartner im Voice Chat haben sich über einen sehr blechernen Klang beschwert. Audioaufnahmen haben dieses Manko bestätigt.

 

Der vordere Teil des Galgens lässt sich ausziehen und bewegen.

Die kabellose Anbindung unterstreicht den hohen Tragekomfort: Wer kurz aufstehen muss, braucht das Headset nicht abzulegen. Die Funkreichweite des Logitech G533 Wireless kann sich ebenfalls sehen lassen: Im Raum des Senders wird an jeder Stelle ein konstantes Signal geliefert. Erst im darunterliegenden Stockwerk hinter geschlossenen Türen bricht das Signal kurzzeitig ab. Auch die Akkulaufzeit ist vollkommen ausreichend. Wir konnten das Headset circa 13 Stunden lang nutzen, bis wir es aufladen mussten.

Fazit

Das Logitech G533 Wireless erweist sich als treuer Begleiter eines jeden Gamers. Der ausgewogene, nicht zu basslastige Klang sorgt auch über mehrere Stunden für eine sehr entspannte Beschallung. Löblich ist vor allem die Software, über die DTS Headphone: X 7.1 aktiviert werden kann. Sowohl Profis als auch Einsteiger profitieren von einer einfacheren Ortung von Geräuschen und können ihre Fertigkeiten optimal ausnutzen. Für die populärsten Einsatzgebiete gibt uns der Hersteller entsprechende Equalizer-Voreinstellungen mit auf den Weg, die allesamt gut klingen und zielführend sind. Alles andere als optimal ist jedoch die Tonqualität des Mikrofons. Der blecherne Klang enttäuschte nicht nur uns, sondern wurde auch von unseren Teamkameraden im Voice Chat bemängelt. Ein anderes Manko ist der hohe Kunststoffanteil, zumal der Kunststoff dazu neigt zu knarzen. Dafür ist das Headset angenehm leicht und lässt sich auch längere Zeit über bequem tragen. Insgesamt erweist sich das Logitech G533 Wireless als akustisch hochwertiger Gaming-Allrounder, bei der UVP von knapp 150 Euro hätten wir jedoch eine etwas höhere Materialgüte erwartet.

ProContra
  • ausbalancierter Klang
  • hoher Kunststoffanteil
  • DTS Headphone: X 7.1 Surround Sound
  • schlechte Mikrofonqualität
  • sehr guter Tragekomfort
 
  • vorgefertigte Equalizer-Modi
 
  • frei programmierbare G-Taste
 

 

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Niklas Schäfer

... ist hauptsächlich für den Bereich "Gaming" zuständig und widmet sich den neusten Tastaturen, Headsets und Mäusen. Zusätzlich inspiziert er Consumer Electronics wie Audioprodukte, Smartphones und Speicherprodukte. Immer häufiger ist Niklas auch auf dem YouTube-Kanal von Allround-PC zu sehen.

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