Test: Roccat Cross

Multi-Plattform-Headset mit druckvollem Klang

Geschrieben von Niklas Schäfer am 23.06.2017.

Mit dem Cross erweitert Roccat seine Produktpalette um ein äußerst leichtes Headset. Dieses kann nicht nur am PC, sondern auch an Mobilgeräten sowie der Playstation 4 und Xbox One genutzt werden. Wir haben das Multi-Plattform-Headset für euch getestet.

Übersicht

Das Roccat Cross will wirklich jeden Gamer zufriedenstellen: Egal ob der PC oder die Konsole präferiert wird, das Multi-Plattform-Headset unterstützt nahezu alle gängigen Systeme. Wie gut sich das Roccat Cross im Test schlägt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Technische Daten

Material

Polster: Kunstleder; Bügel: Aluminium

Typ

Overear

Audiotreiber

50 mm

Frequenzbereich

20 Hz – 20 kHz

Impedanz

32 Ohm

Empfindlichkeit

98 dB

Schnittstelle

2x 3,5 mm Klinke

Mikrofontyp

abnehmbar, zusätzliches integriertes Mikrofon

Mikrofonfrequenz

k.A.

Kabellänge

2,35 m

Besondere Features

Rauschunterdrückung, Kabelfernbedienung

Gewicht

185 g

Preis

~69,99 Euro

Design & Verarbeitung

Beim Cross war es Roccat wichtig, ein universell einsetzbares Headset zu gestaltet. Deshalb vertraut Roccat auf vergleichsweise kleine Ohrmuscheln, die trotzdem genug Platz bieten. Erreicht hat Roccat dies durch die besonders ergonomische Form der Polster. Bei der Polsterung handelt es sich um Memory Foam, einen hochwertigen Schaumstoff, der sich an das Ohr anpasst und nach der Benutzung wieder seine Ausgangsform annimmt.


Der Bügel fällt sehr schmal aus und ist mit einem Lederimitat überzogen.

Auch der Bügel fällt recht schmal aus und ist mit einem Lederimitat überzogen. Das Kunstleder verleiht dem Headset eine sehr hochwertige Optik, die durch die dunklen Ziernähte unterstrichen wird. Während von außen betrachtet viel Kunststoff zu sehen ist, werden wichtige Bestandteile wie der Bügel aus Stahl gefertigt. Sichtbar wird dieser jedoch erst, wenn wir die Weite des Kopfhörers anpassen.

Roccat legt dem Cross zwei verschiedene Kabel bei, die in die Klinkenbuchse an der linken Ohrmuschel gesteckt werden. Das gesleevte Kabel mit separaten Steckern für Kopfhörer und Mikrofon ist für den Einsatz am PC beziehungsweise MAC gedacht ist. Es hat eine Länge von rund 2,10 Meter und verfügt über ein Mikrofon mit beweglichen Galgen. Über eine Kabelfernbedienung lässt sich das Mikrofon stummschalten. Für die Nutzung unterwegs oder an einer Konsole wird das zweite Kabel verwendet. Dieses ist nicht ummantelt und fällt mit einer Länge von 1,20 Meter etwas kürzer aus. Anstelle eines Galgenmikrofons setzt Roccat hier auf eine integrierte Lösung, die automatisch aktiviert wird, sobald wir zum Beispiel einen Anruf annehmen.


Die Ohrpolster mit Memory Foam sorgen für einen besonders hohenTragekomfort.

Die allgemeine Verarbeitungsqualität entspricht dem Preis von rund 70 Euro (UVP). Die Polster weisen eine sehr gute Oberflächenbeschaffenheit auf, der Kunstlederbezug des Bügels wirkt ebenfalls sehr hochwertig. Lediglich der recht hohe Kunststoffanteil an den Ohrmuscheln verleiht dem Cross eine nicht allzu hochwertige Haptik, dafür ist es mit 185 Gramm angenehm leicht.

Klangqualität & Tragekomfort

Obwohl die Ohrmuscheln recht schmal ausfallen, hat es Roccat geschafft, jeweils einen 50-Millimeter-Treiber unterzubringen. Dementsprechend fällt der Klang recht druckvoll aus, was wir beim ersten Anblick nicht erwartet haben. Am stärksten werden die Mitteltöne betont – genauso sollte es bei einem universellen Headset auch sein. Stimmen werden durch die ausbalancierte Darstellung korrekt wiedergegeben. Musikstücke, die etwas stärkere Bässe enthalten, verlieren dank des Tiefbasses nicht an Authentizität. Lediglich die Höhen hätten ein kleines bisschen präziser ausfallen dürfen, da uns in wenigen Situationen kleine Details fehlen. Für den alltäglichen Gebraucht spielt der Detailgrad der Höhen eher eine untergeordnete Rolle, weil wir ohnehin vielen Umgebungsgeräuschen ausgesetzt sind.

 
An beiden Ohrmuscheln ist ein Logo des Herstellers zu finden.

Wenn es jedoch darum geht, zu Hause zu spielen, äußern sich die Hochtöne in Fußschritten oder vergleichbaren akustischen Details. Wer sich beispielsweise in CS:GO komplett auf sein Gehör verlassen muss, könnte in seltenen Fällen vom Gegner überrascht werden. Insgesamt liefert das Cross jedoch einen soliden Klang, mit einer guten, wenn auch nicht hervorragenden, Ortung der Gegner.

Als wir die geringen Abmessungen der Ohrmuscheln zum ersten Mal mit eigenen Augen gesehen haben, waren wir sehr skeptisch. Wir wollten nicht ganz glauben, dass es sich beim Cross tatsächlich um ein ohrumschließendes Headset handelt. Bei der ersten Anprobe wurden wir jedoch eines Besseren belehrt: Die Ohren werden vollständig umschlossen und die Polster liegen ohne Druck auf unserem Kopf auf. Durch die Verwendung von Memory Foam passen sich die Polster zudem an die Form des jeweiligen Ohrs an.

Insgesamt fällt das Roccat Cross schlicht aus und eignet sich für die Nutzung unterwegs.

Besonders positiv zu vermerken ist das besonders geringe Gewicht von nur 185 Gramm. In Kombination mit dem metallenen Bügel wird eine sehr gute Rutschfestigkeit gewährleistet. Auch schnellere Bewegungen stellen kein Problem dar, was im Hinblick auf Virtual Reality ein großer Vorteil ist.

Fazit

Roccat liefert mit dem Cross ein sehr ausgewogenes Headset ab, das sich an nahezu alle gängigen Systemen (PC, Mobilgeräte, Konsolen) nutzen lässt. Der Tragekomfort fällt sehr hoch aus, was unter anderem dem Memory Foam in den Ohrpolstern und dem geringen Gewicht zu verdanken ist. Für einen druckvollen, aber nicht zu basshaltigen Klang sorgen die beiden 50-Millimeter-Treiber. Lediglich bei grazilen Hochtönen gehen kleine Details verloren. Der Preis von knapp 70 Euro fällt unserer Meinung nach für ein Multi-Plattform-Headset angemessen aus.

ProContra
  • universell einsetzbar (PC, PS4, XBox One etc.)
  • Darstellung der Hochtöne nicht optimal
  • guter Tragekomfort
 
  • druckvoller Klang
 
  • hohe Materialgüte
 

 

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Niklas Schäfer

… ist hauptsächlich für den Bereich „Gaming“ zuständig und widmet sich den neusten Tastaturen, Headsets und Mäusen. Zusätzlich inspiziert er Consumer Electronics wie Audioprodukte, Smartphones und Speicherprodukte. Immer häufiger ist Niklas auch auf dem YouTube-Kanal von Allround-PC zu sehen.

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