Innovative Wasserkühlung von NorthQ: Die NQ-3580 Siberian Tiger

Auf der diesjährigen CeBit hat NorthQ seine neueste Wasserkühlung vorgestellt. Der Clou an der NorthQ NQ-3580 ist, dass sie laut Hersteller komplett wartungsfrei ("Install and forget") sein soll.

Das soll dadurch gewährleistet sein, dass die Kühlflüssigkeit in einem geschlossenen System untergebracht ist und der Endbenutzer nie damit in Berührung kommt. Ein Nachfüllen ist somit auch nicht nötig. Der Radiator soll bequem an der Rückseite des Gehäuses angebracht werden. Mit dem mitgelieferten 120mm Lüfter wird hierdurch praktisch ein Gehäuselüfter ersetzt. Ob die NorthQ NQ-3580 Wasserkühlung das hält, was der Hersteller verspricht, klären wir in folgendem Review.

 

Lieferumfang

- NorthQ NQ-3580 Wasserkühlung
- 4 Halterungen für die Sockel AM2 / 939/754/940/775/478
- Backplates für den 939 und AM2 Sockel
- NorthQ 120x120mm Lüfter mit blauer LED-Beleutung (ein/ausschaltbar)
- Lüftersteuerung mit Warnfunktion bei Lüfterausfall
- Lüftersteuerung für den Einbau in den PCI-Slots des Gehäuses mit Steuerungsfunktion für drei Lüfter
- Wärmeleitpaste
- Diverse Schrauben für dein Einbau
- Bedienungsanleitung

 

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Technik

Der große Vorteil dieser Wasserkühlung ist, dass der Benutzer nie mit der Kühlflüssigkeit in Berührung kommt, denn das geschlossene System wurde bereits werksseitig befüllt. So erspart man sich bei der Montage das aufwändige Befüllen und Entlüften des Kühlsystems. Die spezielle Flüssigkeit muss zudem nicht ausgetauscht werden. Es fallen also keinerlei Wartungsarbeiten an. Womit man aber auch schon bei einem großen Nachteil angekommen wäre. Durch die Vorfertigung kann das System nicht individuell an das PC-Gehäuse angepasst werden. Man ist mit der kurzen Schlauchlänge von nur 30cm sehr eingeschränkt. Auch der Radiator kann nur an speziellen 120x120mm Vorrichtungen am Gehäuse montiert werden. Es gibt aber viele Tower, die nicht über einen solchen Ausgang verfügen. Abhilfe schafft hier nur der Griff zur Stichsäge, um ein entsprechendes Loch selbst in das Gehäuse zu sägen, um den Radiator z.B. im Gehäusedeckel befestigen zu können.

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Die Pumpe mit der Kontaktfläche zur CPU, die aus Kupfer besteht und einen sehr sauberen und glatten Eindruck macht, wird durch einen internen 12V-ATX-Anschluss mit Strom versorgt. Durch einen integrierten Geschwindigkeitssensor kann die Umdrehungszahl der Pumpe ausgelesen und somit auch der Status der Pumpe überwacht werden.
Überwacht wird auch der 120mm Lüfter am Radiator, falls die mitgelieferte Lüftersteuerung angeschlossen wird. Diese warnt den Nutzer bei Stillstand des Lüfters mit einem grellen, lauten Piepton. Leider funktioniert dieses Warnsystem nur bei völligem Stillstand, jedoch nicht bei sehr langsamer Drehzahl des Lüfters.

 

Einbau

Der Einbau gestaltete sich verhältnismäßig einfach, und die NQ-3580 ist wesentlich schneller montiert als eine konventionelle Wasserkühlung, da es nicht nötig ist Schläuche zurechtzuschneiden, oder diese anzuschließen.
Falls im System der Sockel 939 oder AM2 vorhanden ist muss man zuerst prüfen, ob eine Backplate vorhanden ist. Falls ja lässt sich dank Wärmeleitpad die Pumpe sofort montieren.
Dies geschieht etwas umständlich: Es muss dafür gesorgt werden, dass die Noppen der Wasserpumpe und der Halterung zuerst ineinandergeschoben werden und dann genau übereinander liegen. Dies ist etwas unverständlich in der Betriebsanleitung beschrieben und mangels bildlicher Schritt-für-Schritt-Erklärung auch nicht ersichtlich, sodass man erst einmal ratlos zwischen Anleitung und den mitgelieferten Teilen hin und her sieht.

Nachdem dies erledigt ist wird nun die Halterung samt Pumpe am Mainboard über der CPU festgeschraubt.

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