Sechs aktuelle CPU-Kühler im Test

Der Hersteller Nexus schickt gleich zwei Kühler auf den Allround-PC Prüfstand. Es handelt sich dabei um den FLC-3000, einen Kühler für normale Desktop Computer sowie den Low 7000, der extra für HTPCs entwickelt worden ist. Beide Kühler sind verhältnismäßig leicht und nehmen weniger Platz im Gehäuse weg, als manch anderer Kühler im Towerformat.


 

Lieferumfang (bei beiden Kühlern weitgehend identisch)

  • Montagematerial
  • Anleitung
  • Kühler
  • Lüfter
  • Wärmeleitpaste
  • Werkzeug zum verteilen der Paste

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Lüftergröße FLC 3000: 92 mm
Low 7000: 120mm
Gewicht FLC 3000: 450 g
Low 7000: 475 g
Maße FLC 3000: 128 x 105 x 119 mm
Low 7000: 138 x 123 x 70,3 mm
U/min
FLC 3000: 900 – 2500
Low 7000: 500 - 2000
Material Aluminium + Kupfer
Sockel Intel LGA 775, 1366 / AMD AM2(+)
Lautstärke

15 - 24 dB(a)




Design und Verarbeitung

Nexus präsentiert mit dem FLC 3000 einen Kühler, der sich nicht an das Standard Tower-Design hält so, wie es sich über die letzten Jahre bei den meisten CPU-Kühler Herstellern eingebürgert hat. Stattdessen neigt man das passive Element in einem Winkel von 30° in Relation zur Heatplane und erreicht somit, dass der in die Aluminiumlamellen eingebettete 92 mm Lüfter die Kondensatoren und Spannungswandler auf der Hauptplatine gleich mit kühlt. Die Lamellen besitzen eine Abstufung auf der Rückseite, die bündig mit einem kleinen extra Passivkühler abschließt, der auf der Oberseite der Prozessorauflagefläche sitzt und die vier Heatpipes umschließt. Diese ziehen sich parallel durch die Lamellenschichten und geben die Wärme an die Aluminiumfins ab. Durch die Einbettung des Lüfters wird auch die Luft, die an den Seiten angesogen wird, effektiv genutzt und durch die Lamellen geleitet. Die Verarbeitung des Kühlers ist allgemein als gut zu bezeichnen, auch wenn einige spitze Kanten vorhanden sind. Die Bodenplatte ist ebenfalls gut verarbeitet, jedoch nicht hundertprozentig plan geschliffen.

 

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Low 7000

Das Modell Low 7000 ist weitestgehend identisch aufgebaut: So verfügt auch dieser Kühler über vier Kupferheatpipes. Das passive Kühlelement ist jedoch parallel zum Mainboard ausgerichtet und wird durch den montierten 120 mm mit Frischluft versorgt. Die Bodenplattenkonstruktion ist wie beim FLC 3000 aufgebaut. Durch das flache Kühlelement erreicht der Low 7000 eine Bauhöhe von gerade einmal 7 cm und ist somit für den Einsatz in HTPC prädestiniert. Durch die Ausrichtung des Lüfters auf das Mainboard, werden auch hier umliegende Komponenten effektiv mitgekühlt. In puncto Verarbeitung gibt es ebenfalls keine großen Abweichungen zum FLC 3000. So ist alles bis auf einige Lamellenkanten sauber verarbeitet.
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Montage

Für die Installation kommt bei beiden Produkten das gleiche System zum Einsatz. Fraglich ist, wieso Nexus bei so leichten Kühlern, die obendrein noch eine geringe Hebelwirkung auf den Sockel ausüben, nicht auf die Standardmontage der Hersteller setzt. Man hat sich stattdessen für eine Verschraubung mit der Hauptplatine entschieden, was zur Folge hat, dass diese zu erst einmal ausgebaut werden muss.
Die passenden Adapter werden, je nach Sockel, zwischen Auflagefläche und Aluminiumoberseite gesteckt und mit zwei Schrauben festgeklemmt. Das ist zwar eine generell sichere Methode, man muss aber stark aufpassen, dass der Schraubenzieher nicht versehentlich wegrutscht und einem die Kupfer-Heatplane demoliert.
Ist dieser Schritt geschafft, folgt die Verschraubung mit der Backplane. Nexus dreht aber auch dieses Konzept um und besteht darauf, dass der Kühler von unten fixiert wird. Eine Aufgabe, die alleine zu einem Geduldsspiel wird. Nichts desto trotz sind beide Kühler Sockel 1366 fähig und somit gut für die Zukunft gerüstet.

 

Fazit

Die Produkte aus dem Hause Nexus verfolgen beide interessante Konzepte und haben definitiv ihre Vorteile. So belastet das geringe Gewicht den Sockel nicht so stark und die gut ausgerichteten Luftströme sorgen für die Kühlung weiterer Komponenten und erhöhen somit die Lebensdauer. Designtechnisch gibt es ebenso wenig zu bemängeln. Die Verarbeitung ist auf einem annehmbaren Niveau, auch wenn der Bodenplatte eine abschließende Politur noch gut getan hätte. Das Blatt wendet sich erst bei der aufwändigen Montage, die viel Zeit in Anspruch nimmt und den Ausbau des Mainboards erfordert. Unerfahrene Anwender sollten sich hier Hilfe von einem erfahrenen Nutzer holen, sodass zumindest vier Hände zur Verfügung stehen. Beide Kühler sind bei der Arbeit äußerst leise und können ohne Probleme in einem Silent-PC eingesetzt werden.
Leistungstechnisch geht es allerdings besser, auch wenn beide Produkte ihrem eigentlichen Zweck ausreichend nachkommen. Der FLC 3000 belegt so nur knapp vor dem Low 7000 den fünften Platz, was bei einem Preis von ca. 43,-  im Hinblick auf die komplizierte Installation nicht wirklich befriedigend ist.Zu kaufen gibt es beide Kühler beim Online-Shop Keep-Silent.de

 

Pro

  • sehr leise
  • Kühlleistung aussreichend
  • Lieferumfang
  • Anleitung

Contra

  • Mainboard muss zur Montage ausgebaut werden
  • Preis-/Leistungsverhältnis

 


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