Test: Teufel Kombo 20 – HiFi für’s Bücherregal

Geschrieben von Nils Waldmann am 29.11.2011.

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Kompakte HiFi-Anlagen erfreuen sich schon seit einer langen Zeit großer Beliebtheit, auch wenn das Heimkinozeitalter mit seinen teuren HiFi-Installationen die Nachfrage sicher etwas gedeckelt hat. Wer allerdings nicht auf den optimalen Filmgenuss aus ist, sondern stattdessen mit einem unauffälligen Gerät in vielleicht begrenzten Platzverhältnissen einfach nur Musik hören möchte, der sollte sich die das neue Kombo 20 von Teufel einmal genauer ansehen.

 

Lieferumfang

  • KB 20 CR CD-Reciever
  • VT 11 Lautsprecherpaar
  • Lautsprecherlitze (2x 4m)
  • Fernbedienung inkl. Batterien
  • UKW-Antenne
  • Netzkabel
  • Anleitungen

Technische Daten laut Hersteller

VT 11 Lautsprecher

  • Dauerbelastbarkeit (IEC – Long Term): 50 Watt
  • Impulsbelastbarkeit (IEC – Short Term): 80 Watt
  • Nennimpedanz:  4-8 Ohm
  • Akustisches Prinzip: Zwei-Wege
  • Gehäuseaufbau: Bassreflex mit Ausgleichsöffnung
  • Front-Abdeckung abnehmbar: Ja
  • Durchm. Standfußbefestigung:               6,00 mm
  • Anschlussklemmen: Polklemmen, vergoldet
  • Maximaler Kabeldurchmesser: 4,00 mm
  • Hochtöner: Gewebe, 25 mm Durchmesser
  • Tiefmitteltöner: 130 mm Durchmesser
  • Maße: 20 x 15,6 x 26 cm
  • Gewicht: 2,8 kg

KB 20 CR CD-Receiver

  • Radio: FM-UKW mit 20 Senderspeicherplätzen
  • RDS: Ja
  • Alarmfunktion: Ja
  • Anschlüsse: FM-Antenne, Cinch-Eingang, Lautsprecherausgang, USB
  • Kompatible Formate: MP3, WMA, CD-Audio
  • Display: Ja
  • Standby-Leistungsaufnahme: 0,50 Watt
  • Maximale Leistungsaufnahme: 60 Watt
  • USB- Standard: 1.1 & 2.0
  • Verstärker-Technologie: Class-D
  • Ausgangsleistung „Sinus“ pro Satelliten-Kanal: 18 Watt
  • Maße: 28 x 15,9 x 7,8 cm
  • Gewicht: 1,53 kg

Design & Lieferumfang

Das Teufel Kombo 20 ist aus zwei Komponenten zusammengesetzt. Auf der einen Seite steht der KB 20 CR CD-Receiver, auf der anderen die passiven VT 11 Regallautsprecher. Wir wollen uns zuerst einmal dem kompakten CD-Receiver widmen. Dieser ist mit seinen 7,8 cm in der Höhe sehr flach gebaut und sollte somit auch problemlos in niedrigeren Regalen Platz finden.

Geliefert wird das Gerät komplett in schwarz, lediglich das silberglänzende LCD-Display an der aus gebürstetem Aluminium bestehenden Front, setzt einen Akzent im sonst sehr unauffälligen Design. An den Seiten sowie der Ober- und Unterseite sind Lüftungsschlitze angebracht, die das Gerät durch die natürliche Konvektion bei angemessener Temperatur halten sollen. Blickt man frontal auf das Gerät, so fällt zunächst der Lautstärkeregler in Form eines Drehknopfes auf, der rechts neben dem Display angebracht ist. Am rechten Seitenrand sind zudem die Tasten zum Öffnen des CD-Faches, Play/Pause, Stop, der Knopf zum Auswählen des Wiedergabemodus sowie die Skip-Tasten untergebracht. Betrachtet man den linken Seitenrand, so sticht zunächst der USB-Port am unteren Ende ins Auge. Darüber liegen die Loudness-Taste, der Button zur Auswahl der Signalquelle sowie der Powerknopf samt eingelassener Standby-LED. Diese ist leider sehr hell und könnte, sofern im Schlafraum eingesetzt, durch ihr grelles Blau durchaus stören. Hier wäre eine Funktion zur Deaktivierung oder eine andere Farbe schön gewesen. Vermisst haben wir zudem eine Buchse zum Anschließen von Kopfhörern, die man in dieser Preisklasse eigentlich erwarten kann.

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Auf der Rückseite finden sich der Netzanschluss, ein Eingang für die FM-Antenne, die beiden Lautsprecherklemmen sowie ein Stereo-Cinch-Eingang zum Anschluss von anderen Signalquellen wie TV, Computer oder MP3-Player, ein passendes Kabel vorausgesetzt. Dank der vier Füße auf der Unterseite, welche bereits mit Filz beklebt sind, steht das Gerät, trotzt des geringen Gewichtes von nur rund 1,5 Kilogramm, sehr sicher.

Der andere Teil des Kombo 20 Sets sind die beiden schwarzen VT 11 Lautsprecher. Diese sind aus MDF-Platten gefertigt und mit einer schwarzen Folie überzogen worden, was sehr ansprechend aussieht. Für HiFi-Fans ist vor allem die abnehmbare Front aus Akkustikstoff ein echtes Highlight, kann man sich so an dem Anblick der beiden verbauten Treiber erfreuen. Der 130-mm-Tiefmitteltöner ist dabei im unteren Bereich des Lautsprechers eingelassen, die kleine Gewebekalotte für den Hochtonbereich sitzt mit ihren 25 mm Durchmesser im oberen Segment der Box. Besonders gelungen ist die gut aussehende Verschraubung der Treiber durch Innensechskantschrauben mit dem Gehäuse. In den vier Ecken sind die Löcher zur Aufnahme der Frontabdeckung eingelassen. Diese bedeckt den kompletten Lautsprecher und wird am unteren Rand von einem kleinen Teufel-Logo geziert. Ohne Abdeckung ist der Lautsprecher komplett schwarz.

Auf der Rückseite ist die Ausgleichsöffnung des Bassreflex-Prinzips zu finden. Ein Stück darunter befindet sich das Verbindungsterminal mit zwei drehbaren Polklemmen. Diese können entweder eine Litze mit bis zu 4 mm² aufnehmen oder direkt mit einem optionalen Bananenstecker verbunden werden. Ein Typenschild rundet den Blick auf die Rückseite ab. Lediglich auf der Unterseite befindet sich noch eine Verschraubungsmöglichkeit für eine ebenfalls separat erhältlich Wandhalterung. In Sachen Verarbeitung gibt man sich keine Blöße und liefert ein sehr sauber verarbeitetes Gesamtprodukt ab.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme der Kombo 20 ist so simple wie der Betrieb des Gerätes selbst. Die beiden passiven Lautsprecher werden einfach über die mitgelieferten Lautsprecherkabel mit dem Kompakt-Receiver verbunden. Danach erfolgt noch der Anschluss der Antenne, optional die Verbindung mit einer Aux-Quelle. Zu guter Letzt wird noch die Verbindung mit dem Stromnetz hergestellt. Fertig. Um die Fernbedienung zu verwenden, muss noch ein kleines Stück Papier aus dem Batteriefach gezogen werden.

Betrieb

Der CD-Receiver biete vier verschiedene Betriebsmodi: CD, USB-Medium, Radio oder AUX. Im CD-Modus wird einfach eine Audio- oder MP3-CD in das CD-Fach gelegt. Das Laden des Datenträgers dauert einige Zeit, die Wiedergabe beginnt dann automatisch. Mit der Fernbedienung lassen sich einzelne Lieder auf der CD dann direkt anwählen. Dank einer AB-Funktion lässt sich zudem ein Loop zwischen einem Anfangs- und Endpunkt definieren, der unendlich oft wiederholt wird. Die Mode-Taste erlaubt das Umstellen des Wiedergabemodus (Repeat, Repeat All, Random).

Wird ein USB-Laufwerk eingesteckt und der entsprechende Eingang aktiviert, so liest der Receiver die darauf vorhandenen Tracks sehr schnell ein und beginnt ebenfalls sofort mit der Wiedergabe. Wir haben in unserem Test keine Probleme mit unterschiedlich codierten MP3s feststellen können. Ein wenig schade ist allerdings, dass der Receiver automatisch den CD-Modus aktiviert, wenn man gerade etwas von einem USB-Medium abspielt und nur schnell die CD aus dem Fach holen möchte. Der Betrieb mit einer analogen Stereo-Aux-Quelle war im Test auch kein Problem.

Der Radio-Empfang war in der Region Hamburg ausgesprochen gut und auch die RDS-Funktion tat, was sie sollte. So konnte bei fast allen Sendern direkt der Liedtitel abgelesen werden, sofern die Station diesen mitsendet.  ID3-Tags bei digitalen Musikdateien werden hingen leider nicht angezeigt. Dafür zeigt das Display den gerade gewählten Eingang mit einem kleinen blauen Symbol im oberen Bereich an. Der Hauptteil des Displays wird vom aktuellen Titel und der Wiedergabeposition eingenommen.

Tonqualität

Zunächst einmal spielt die kleine Anlage sehr ordentlich für das ihr zur Verfügung stehende Volumen der beiden VT 11 Lautsprecher. Bei Zimmerlautstärke bietet die Kompaktanlage einen sehr ausgewogenen Klang, der durch die Equilizer-Presets nach Vorliebe angepasst werden kann. Für etwas mehr „Bums“ im unteren Frequenzbereich ist eine Sub-Bass-Funktion verfügbar, welche den entsprechende Bereich etwas hervorhebt und verstärkt betont. Somit machen auch basslastige Tracks auf der kleinen Anlage Spaß.

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Dreht man die kleine Kiste dann richtig auf, so vergeht ein Teil der Freude spätestens bei komplizierteren Passagen mit starken Höhen und Kickbässen. Hier geht dem kleinen Receiver mit seinen 2x 18 Watt die Puste aus und er neigt stark zum Übersteuern, was die Mitten fast vollständig untergehen lässt. Dabei sind die VT 11 Lautsprecher eigentlich in der Lage viel sauberer bei gleicher Lautstärke zu spielen, wenn ein entsprechender Verstärker zum Einsatz kommt, wie unser Test gezeigt hat. Nichtsdestotrotz, wir das maximale Ausreizen der Anlage wohl eher der Einzelfall bleiben, um die Nachbarn in Mietgemeinschaften nicht zu stören oder weil einfach nur ein wenig Hintergrundberieselung beispielsweise beim Essen gewünscht ist. Auf leiser und mittlerer Lautstärkeeinstellung macht das Kombo 20 auf jeden Fall eine sehr gute Figur und klingt größer als es tatsächlich ist.

Wer auf der Suche nach einem Soundsystem für den Schreibtisch ist, der sollte sich den Testbericht über das Concept B 200 USB Lautsprechersystem durchlesen.

Fazit

Das Teufel Kombo 20 ist eine sehr interessante HiFi-Anlage, wenn es darum geht, viel Sound auf minimale Fläche zu packen. Die Anforderungen sollten dabei allerdings eher auf der kleinen Baumform, der Anschlussvielfalt und dem schönen Design, anstatt auf Konzertlautstärke liege. In den ersten drei Kategorien kann das Gerät nämlich voll überzeugen. Für die letztere Disziplin hingegen muss man sich in anderen Geräteklassen umgucken, hier wird man mit dem Kombo 20 nicht glücklich. Dies bedeutet aber keines Falls, dass die Tonqualität nicht gut ist. Sofern man den Receiver nicht zu stark fordert, entwickeln die beiden Regallautsprecher in Verbindung mit dem Receiver ein sehr schönes Klangbild, was auch zum bewussten Musikhören und nicht nur für die Hintergrundbeschallung taugt.

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Des Weiteren haben uns die sehr gute Verarbeitung und der komplette Lieferumfang sowie die ebenfalls einfache Montage gefallen. Tipps zur richtigen Positionierung der Lautsprecher finden Käufern in der Anleitung. Ein wenig Kritik muss allerdings anstelle der MP3-Wiedergabe in Bezug auf die nicht vorhandene Anzeige der ID3-Tags sowie den fehlenden Kopfhörerausgang angebracht werden. Diese beiden Funktionen wären für ein Gerät der 250-Euro-Klasse schön gewesen. Nichtsdestotrotz erhält das Teufel Kombo 20 eine Empfehlung.

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Pro

  • Tonqualität bei Raumlautstärke
  • Anschlussvielfalt
  • Verarbeitung
  • Lieferumfang

Contra

  • keine ID3-Tag-Anzeige
  • keine Buchse für Kopfhörer
  • Übersteuert auf maximaler Lautstärke

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Nils Waldmann

Nils Waldmann

...ist seit über 10 Jahren bei Allround-PC.com und als Redakteur und technischer Leiter tätig. In seiner Freizeit bastelt und konstruiert Nils gerne flugfähige Modelle oder fotografiert und filmt auf Motorsportevents. Im "echten Leben" studierter Wirtschaftsingenieur und Qualitätsmanager.

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