Test: Dell Inspiron 15 7000 Gaming

Schnelle Hardware im altmodischen Gewand

Geschrieben von Leonardo Ziaja am 27.12.2017.

Gaming-Notebooks gibt es bei Dell schon seit einer längeren Zeit. Damals wurden die Notebooks noch unter der Marke XPS verkauft, heutzutage vermarktet Dell sie hingegen als Inspiron Gaming oder unter der Gaming-Marke Alienware. Mit dem neuen Dell Inspiron 15 7000 Gaming hat der Hersteller ein leistungsfähiges Gerät mit Intel Core i7 und GeForce GTX 1060 vorgestellt, das wir ausführlich für euch getestet haben. 

Übersicht

Das Dell Inspiron 15 7000 Gaming ist im 15,6-Zoll-Format gehalten und durch das Nvidia Max-Q-Design mit unter 2,5 cm vergleichsweise schlank unterwegs. Es ist mit einem Intel Core i7-7700HQ Prozessor, 16 GB Arbeitsspeicher, einer GeForce GTX 1060 und 256 GB-Speicherplatz in Form einer SSD sowie 1 TB Speicherplatz (Festplatte) ausgestattet. Die Eigenschaften ähneln sehr anderen aktuellen Gaming-Notebooks, die wir bereits getestet haben – wir sind daher gespannt, wie sich das Dell Inspiron 15 7000 Gaming im Vergleich zur Konkurrenz schlagen wird.

Technische Daten

BetriebssystemWindows 10 Home 64 Bit
ProzessorIntel Core i7-7700HQ Prozessor (6 MB Cache, bis zu 3,8 GHz)
Grafik
Nvidia GeForce GTX 1060 mit 6GB GDDR5
Arbeitsspeicher16 GB DDR4 2.400 MHz
Speicher256 GB PCIe-NVMe-M.2-SSD + 1 TB HDD
KonnektivitätWLAN 802.11 ac
Laufwerknicht vorhanden
Akku4 Zellen, 56 Wh
Displaydiagonale15,6 Zoll IPS
Auflösung1.920 x 1.080 Pixel
Kamera720p
Abmessungen389 x 274,7 x 24,95 mm
Gewicht~2,65 kg
Anschlüsse3x USB 3.1 Gen1 Typ-A, 1x USB 3.1 Gen1 Typ-C mit Thunderbolt 3, 1x HDMI, 1x Gigabit Ethernet RJ45, 1x Kopfhöreranschluss, 1x SD-Kartenleser, 1x Sicherheitsschloss-Slot, 1x Stromversorgung
Preis1.399 Euro (UVP)

Lieferumfang

  • Dell Inspiron 15 7577 Gaming
  • Netzteil inkl. Ladeadapter

Design & Verarbeitung

Das Dell Inspiron 15 7000 Gaming-Notebook ist mit einem 15,6-Zoll-Bildschirm ausgestattet und kommt dementsprechend in den Maßen eines 15-Zoll-Notebooks daher. Dell setzt auf ein IPS-Panel, das für eine besonders hohe Blickwinkelstabilität sorgt. Es löst in Full HD (1920 x 1080 Pixel) auf und ist entspiegelt. Mit 2,65 kg gehört es zwar nicht zu den leichtesten Notebooks, für ein Gaming-Gerät mit dieser Ausstattung ist dieses Gewicht aber durchaus vertretbar. Es ist groß genug, um darauf zu spielen, gleichzeitig aber auch kompakt genug, um es unterwegs nutzen zu können. Sehr angenehm ist auch das vergleichsweise flache Design: Mit lediglich 2,5cm ist es sehr handlich. Das Notebook ist größtenteils aus Kunststoff gefertigt, einige Teile, wie beispielsweise die Bildschirmrückseite, bestehen aus Aluminium und werten das Design deutlich auf. Farblich setzt Dell auf eine schwarze Optik mit roten Akzenten.

Der dicke Bildschirmrahmen wirkt altmodisch und lässt das Notebook klobiger wirken als es tatsächlich ist.

Gestartet wird das Notebook mit dem Powerbutton, der gleichzeitig auch ein Fingerabdrucksensor ist. Die Tastatur ist im deutschen QWERTZ-Layout gehalten und verfügt zudem über einen vollwertigen Nummernblock. Eine Beleuchtung ist ebenfalls vorhanden, Dell setzt dabei auf weiße LEDs mit schwarzen Tasten. Zum Schreiben ist die Tastatur mehr als ausreichend, möchte man hingegen spielen, sollte besser eine externe Gaming-Tastatur angeschlossen werden.

Das Design ist sehr schlicht gehalten. Die einzigen Highlights sind das rote Logo und die Luftauslässe.

Das Touchpad ist an der Leertaste ausgerichtet und dadurch nicht direkt mittig positioniert. Es ist rot umrandet und mit 13 cm Diagonale gut dimensioniert. Durch eine Multitouch-Unterstützung sind auch Windows 10-Gesten möglich. Die Anschlüsse des Notebooks sind auf der rechten und linken Seite verteilt. Hier zeigen sich neben der Stromversorgung, einem Sicherheitsschloss-Slot, einem RJ45-Netzwerkanschluss und einem SD-Kartenleser auch drei USB 3.1 Gen1 Typ A-Ports sowie ein USB 3.1 Gen1 Typ-C Anschluss. Für einen externen Bildschirm hat Dell einen HDMI-Anschluss integriert. Der Audiostecker für Kopfhörer darf ebenfalls nicht fehlen.

 

Da im Dell Inspiron 15 7000 Gaming ein recht leistungsfähiger Prozessor integriert ist, hat der Hersteller auch auf eine leistungsfähige Kühlung gesetzt. Deren Luftauslässe sind auf der Rückseite zu finden – hier zeigt sich ein Kühlergrill, der sich nahezu über die komplette Hinterseite zieht. Gegenüberliegend auf der vorderen Seite hat Dell einen ähnlichen Kühlergrill angebracht. Hinter diesem verstecken sich zwei Lautsprecher, die mit der Waves MaxxAudio Pro Software klanglich angepasst werden können.

Das Notebook bietet eine ausreichende Anzahl an aktuellen Anschlüssen.

Insgesamt hinterlässt das Gerät einen sehr robusten und wertigen Eindruck. Der Mix aus Kunststoff und Aluminium stimmt – besonders die beiden Kühlergrill-Elemente vorne und hinten werten das Design auf. Etwas unverständlich ist für uns aber das Design der Bildschirmeinfassung. Dieses wirkt im Gegensatz zum restlichen Gehäuse nicht wirklich modern, auch die recht breiten Bildschirmränder tragen dazu bei.

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Leistung

Als Prozessor setzt Dell beim Inspiron 15 7000 Gaming auf einen Intel Core i7-7700HQ mit bis zu 3,8 GHz Turbo-Taktfrequenz. Die Quadcore-CPU bietet acht Threads und ist im 14-Nanometer-Verfahren gefertigt. Weiterhin sind 16 GB DDR4-Speicher mit 2.400 MHz verbaut. Für Spiele hat Dell eine Nvidia GeForce GTX 1060 im MaxQ-Design installiert. Sie ist die abgewandelte Version des Desktop-Pendants und speziell auf Notebooks ausgelegt. Trotz einer höheren Effizienz soll sie leistungstechnisch in etwa das Niveau einer „normalen“ GTX 1060 bieten.

Im Cinebench konnte das Notebook mit folgenden Werten punkten: 91,69 fps beim OpenGL-Test und 734 cb im CPU-Benchmark. Im 3DMark FreStrike erreicht das Dell Inspiron 15 7000 Gaming mit Stromversorgung 9246 Punkte, ohne Stromversorgung sind es leider nur 2996 Punkte.

Der interne Speicher wird durch eine 256 GB SSD und 1 TB HDD realisiert. Die M.2-SSD ist dabei über PCIe mit NVMe-Protokoll angebunden und erreicht durchaus gute Leistungswerte. Im CrystalDiskMark erreicht die SSD bis zu 2.669 MB/s bei Lesevorgängen und bis zu 374 MB/s beim Schreiben. Die Festplatte kommt im sequentiellen Test auf bis zu 138 MB/s lesen und 135 MB/s schreiben. 

Das Notebook wurde während der Benchmarks bis zu 42°C warm, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann. Laut der Software CoreTemp kam das Notebook im Idle auf maximal 38°C. Unter Last (RYSE: Son of Rome) stieg die Temperatur auf maximal 75°C. Die Leistungsaufnahme bei 100 Prozent Akku liegt im Idle bei unter 9 Watt. Beim Spielen wurden bis zu 95 Watt verbraucht. Der Unterschied war auch bei der Leistung zu spüren: So konnten wir mit angeschlossenem Netzteil durchschnittlich 55 fps bei hohen Einstellungen erreichen, während es im Akkubetrieb nur durchschnittlich 40 fps (mittleren Grafikeinstellungen) sind.

Akkubetrieb:

Mit Ladekabel:

Insgesamt kann das Dell Inspiron 15 7000 Gaming mit einer hohen Leistung überzeugen. Die Kombination aus starkem Quadcore-Prozessor und einer nahezu vollwertigen Desktop-Grafikkarte sorgen für flüssige Bildraten in Spielen. Die erreichten Benchmark-Ergebnisse zeigen, dass das Gerät einiges an Leistung unter der Haube hat und diese in Spielen auch entfalten kann. Damit man die volle Leistung nutzen kann, muss allerdings das Netzteil angesteckt sein - nur so erreichen CPU und GPU ihre komplette Leistung. Apropos Netzteil: Ohne Netzteil hält das Notebook rund fünf bis sechs Stunden abseits der Steckdose durch (im Internet surfen). Beim Spielen ist der Akku typischerweise nach ein bis zwei Stunden entladen.

Fazit

Mit dem Inspiron 15 7000 Gaming hat Dell ein leistungsfähiges Notebook für Gamer im Portfolio. Es bietet genügend Leistung für aktuelle Titel in Full HD-Auflösung bei maximalen Details – vorausgesetzt, es befindet sich am Netzteil. Die Leseleistung der SSD ist durch die NVME-Anbindung sehr gut, könnte bei Schreibvorgängen jedoch deutlich höher ausfallen. Für die meisten Anwendungen und besonders den Systemstart ist die SSD aber sehr sinnvoll, größere Datenmengen haben dann auf der Festplatte (1 TB) genügend Freiraum. 16 GB Arbeitsspeicher sind für Spiele und alltägliche Anwendungen mehr als ausreichend. Überzeugt hat uns auch das Kühl-Design, das den Prozessor und die Grafikkarte gut in Schach hält. Sehr vorteilhaft ist die matte Beschichtung des Bildschirms, zudem sind durch den Einsatz eines IPS-Panels stabile Blickwinkel möglich. Nicht so überzeugen konnte uns aber die Display-Umrandung, die vom Design her etwas in die Jahre gekommen ist. Dafür kann das Notebook mit einer guten und modernen Auswahl an Anschlüssen punkten. Auch der Klang der Lautsprecher an der Vorderseite ist gelungen. Das Dell Inspiron 15 7000 Gaming kostet in der von uns getesteten Variante 1.399 Euro.

Dell Inspiron 15 7000 Gaming Award

ProContra
  • entspiegelter Bildschirm
  • altmodischer Bildschirmrahmen
  • robustes und vergleichsweise schlankes Gehäuse
 
  • Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung
 
  • hohe Leistung für aktuelle Spiele in Full HD
 
  • gute Kühlleistung
 
  • ordentliche Akkulaufzeit
 

 

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Leonardo Ziaja

Leonardo Ziaja

.. studiert Wirtschaftsinformatik an der Universität zu Köln und ist bei Allround-PC.com neu im Team. Er ist für die Bereiche Smartphones und Gehäuse zuständig, testet aber auch andere Hardware-Neuheiten, wie z.B.: Tastaturen, Mainboards oder Notebooks.

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